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Schwandorf

Tanzprojektkinder spenden 2500 Euro

Bei der Jubiläumsveranstaltung „20 Jahre Tanzprojekt Andrea Nerf“ spendeten die rund 500 Gäste für „Orienthelfer e.V.“
Ingrid Hirsch

Entwicklungshelfer Christian Springer bedankte sich bei den Kindern und Tanzprojekt-Leiterin Andrea Nerf für die Spende von 2500 Euro zugunsten des Vereins „Orienthelfer e.V.“. Foto: xih
Entwicklungshelfer Christian Springer bedankte sich bei den Kindern und Tanzprojekt-Leiterin Andrea Nerf für die Spende von 2500 Euro zugunsten des Vereins „Orienthelfer e.V.“. Foto: xih

Schwandorf. „20 Jahre Tanzprojekt Andrea Nerf“: 500 Gäste besuchten im Mai die Jubiläumsveranstaltung in der Oberpfalzhalle und spendeten dabei gleichzeitig für einen guten Zweck. Den Erlös von 2500 Euro überreichten die Kinder am Freitag an Christian Springer, Gründer des Projekts „Orienthelfer e.V.“ Der Kabarettist war eigens aus München angereist, um die Spende entgegenzunehmen und der Leiterin der Ballett-Schule zu danken. Andrea Nerf hatte in der Vergangenheit bereits für das Kinderhilfswerk „Plan“, die Ustinov-Stiftung und für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge gespendet. Diesmal ging der Erlös an den Verein „Orienthelfer“, den Christian Springer vor sechs Jahren gegründet hat.

Der Kabarettist und Autor hat in Beirut ein Büro und fliegt mindestens einmal im Monat in das Krisengebiet. Elf Millionen Euro seien inzwischen bei den Menschen angekommen, erzählte Springer den Kindern. Die 2500 Euro werde er für ein Kinderprojekt in Syrien verwenden. Der Entwicklungshelfer ist enttäuscht von den politischen Entscheidungsträgern und findet es „beschämend, wie sie mit den Flüchtlingen umgehen“. Die Politik sei „ein schmutziges Geschäft geworden“, das habe er in den letzten Jahren erfahren müssen. Deshalb findet Christian Springer die Privatinitiativen so wichtig. Sein Versprechen: „Ich werde nie aufhören zu helfen, so lange die Menschen in Syrien und im Libanon diese Not leiden“. Jedes vierte Haus in Syrien sei zerstört, viele Leute hätten ihr ganzes Hab und Gut verloren. 13 Millionen Menschen seien auf der Flucht. Das kleine, arme Nachbarland Libanon nehme in der Relation wesentlich mehr Flüchtlingen als das reiche Deutschland. Und hier streite man sich über Obergrenzen.

Christian Springer, der die arabische Sprache erlernt hat, wird nicht müde, sich für die geschundenen Menschen in den Krisengebieten einzusetzen. Inzwischen bekommt er auch Geld aus dem Entwicklungshilfefonds der Bundesregierung, von der Initiative „Sternstunden“ und vom Freistaat Bayern. (xih)

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