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Bilanz

Technische Hilfe überwiegt

3774 Mal rückten die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf im Jahr 2017 aus. Die Ausbildungszahlen sind beeidruckend.

  • 2177 technische Hilfeleistungen hatten die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf im Jahr 2017 abzuarbeiten. Foto: smx/Archiv
  • KBR Robert Heinfling eröffnete die Kommandanten-Dienstversammlung in Schwarzenfeld und gab seinen Jahresbericht. Foto: smx

SCHWARZENFELD.Die Feuerwehren im Landkreis Schwandorf haben 2017 mit 5837 aktiven Dienstleistenden insgesamt 3774 Einsätze gefahren, wobei die Zahl der technischen Hilfeleistungen deutlich überwiegt.

Kreisbrandrat Robert Heinfling konnte zur Dienstversammlung der Kommandanten auch Vertreter des Landratsamtes sowie stellvertretenden Landrat Arnold Kimmerl begrüßen. KBR Heinfling verwies in seinem Jahresbericht nicht nur auf die Einsatzzahlen, sondern gab auch einen Überblick über erworbene Leistungsabzeichen in 2017. Sein besonderes Lob galt der neuen Fachbereichsleiterin „Kinderfeuerwehr“, Denise Ackermann, von der FF Krondorf-Richt. Folgende Wehren haben 2017 neue Einsatzfahrzeugeerhalten, gab der KBR bekannt: Haselbach, Wernberg, Bodenwöhr, Burglengenfeld, Wildeppenried, Pullenried, Premberg, Oberköblitz, Klardorf, Schwarzenfeld, Wernberg, Nittenau und Winklarn. An 98 Aktive wurde das Staatliche Ehrenzeichen in Silber für 25 Dienstjahre und an 75 Wehrleute das Ehrenzeichen in Gold für 40 Jahre verliehen.

KBM Josef Lingl gab einen Überblick über den Fachbereich Atemschutz. Er bedauerte, dass nur 42 Kameraden im vergangenen Jahr an einer entsprechenden Ausbildung teilgenommen haben und kritisierte, dass sich immer wieder Feuerwehrleute für einen Lehrgang anmelden und dann nicht teilnehmen. Damit werde anderen Kameraden der Zugang verwehrt.

Der nächste Atemschutzlehrgang findet laut Lingl vom 18. bis 29. September bei der FF Schmidgaden statt und ist mit 28 Anmeldungen bereits ausgebucht. Für den Kurs im Oktober in Schwandorf seien aber noch Plätze frei. Lingl nahm auch Stellung zur einer geplanten neuen Atemschutzübungsanlage. Die Anlage in Schwarzenfeld sei überaltert, bei Gesprächen mit Bürgermeister Manfred Rodde sei man immer wieder vertröstet worden.

KBR Lingl appellierte daher an den (nicht anwesenden) Bürgermeister Rodde, die Anlage möglichst schnell zu verwirklichen. Das Thema liege der Landkreisfeuerwehr sehr am Herzen und sei „brandeilig“.

KBM Christian Demleitner informierte über die Sprechfunkausbildung mit den neuen Digitalfunkgeräten, 2017 haben 70 Feuerwehrleute daran teilgenommen. Er informierte, dass laut Regierung der Oberpfalz ab sofort für noch nicht ausgeschriebene Neufahrzeuge keine Doppelvorhaltung von Analogfunk und Digitalfunk mehr erforderlich sei, ausgenommen in Einsatzleitfahrzeugen und Mehrzweckfahrzeugen.

Fachbereichsleiter Christoph Beier referierte über die Lehrgangsplanung und Einsatznachbearbeitung, 2018 seien zwei Schulungsblöcke geplant, wobei der Kurs im Juni bereits ausgebucht sei, für Oktober aber noch Anmeldungen möglichen seien. Ausbilder Martin Pösl informierte, dass 2017 drei Maschinistenausbildungen mit 67 Teilnehmern in Teublitz, Schwarzenfeld und Oberviechtach durchgeführt wurden. Für heuer gebe es noch freie Ausbildungsplätze in Pfreimd von 3. bis 15. September. Josef Hörmann, der zuständig für Feuerwehrführerscheine bei der Landkreisfeuerwehr ist, rief die Kursteilnehmer dazu auf, ihre Lehrgänge gewissenhaft zu absolvieren und informierte über Neuerungen.

KBM Helmut Schatz gab bekannt, dass im Bereich der THL-Ausbildung einsatznahe Übungen bei Grubenrettungen, Einsatzstellenabsicherungen und Einsatz von Seilwinden sowie Hebekissen durchgeführt wurden. KBM Marek Engelmann informierte, dass es nun neben den Standorten Nittenau und Oberviechtach auch in Teunz und Winklarn „First Responder“ gebe.

Kreisjugendwart Christoph Spörl berichtete von 1285 Mitgliedern in 124 Jugendfeuerwehren sowie 124 Jugendwarten und 236 Betreuer und Ausbildungshelfer. 2017 seien vom Nachwuchs 1925 Abzeichen in Wettbewerben wie Wissenstest oder Jugendflamme abgelegt worden. Heuer finde das Kreisjugendzeltlager vom 1. bis 5. August in Schwarzofen statt, am 15. September sei die Eröffnung der Brandschutzwoche. (smx)

Die Statistik 2017

  • Einsätze: 513 Brandeinsätze, 2177 technische Hilfeleistungen, neun ABC-Einsätze, 357 Fehlalarme, 212 Sicherheitswachen, 506 sonstige Tätigkeiten.

  • Verliehene Leistungsabzeichen in 2017: Wasser: Stufe 1 (193), Stufe 2 (211), Stufe 3 (112), Stufe 4 (116), Stufe 5 (99), Stufe 6 (101).

  • Technische Hilfeleistung: Stufe 1 (29), Stufe 2 (37), Stufe 3 (34), Stufe 4 (36), Stufe 5 (23), Stufe 6 (35).

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