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Abenteuer

„Terra-X“ landet auf Flugplatz in Bruck

Anton Moll von der Brucker Flugschule A.M. Flugwelt flog ZDF-Moderator Dirk Steffens bei ganz speziellen Dreharbeiten zur neuen Staffel.
Von Marion Lanzl

  • Antons Gyrocopter mit der Aufschrift „Terra Xpress“ für die DreharbeitenFoto: © stern-press / I. Vörös 2014
  • „Selfi“ mit Pilot Anton Moll und Moderator Dirk Steffens hoch über Deutschland
  • Mit der speziellen Greenscreen Technik in der Box im Studio wurden Nahaufnahmen nachgedreht. „Es ist schweißtreibender als die Sturzflüge, bei über 30 Grad unter den Studiolampen“, erzählt Anton Moll
  • Die Filmcrew bereitet sich auf den Start vor. Foto: © stern-press / I. Vörös 2014

Bruck.Anton Moll bringt mit seiner Flugschule A.M. Flugwelt nicht nur neues Leben auf den lang verwaisten Flugplatz Bruck. Zu Dreharbeiten kommt sogar das Terra-X Team mit Moderator Dirk Steffens her, um abzuheben und zu drehen.

Wenn Sonntagabend die dramatische Musik „Amazhone“ anklingt und sich auf dem TV Bildschirm aus Vulkanen Kontinente bilden, uns Eingeborene aus dem Dschungel mit Kriegsbemalung direkt in die Augen sehen, dann ist es wieder Zeit für Abenteuer. Dann ist es die Zeit für Terra-X im ZDF, für Hochspannung und Adrenalin.

Die unbekannte Erde wird durch diese Sendung mit spektakulären Bildern ins Wohnzimmer geliefert. Mal geht es ab in die Tiefen der Ozeane, mal zeigt Steffens Deutschland von oben. Dazu steigt der sympathische Moderator auch selbst in den Neoprenanzug oder in einen Helikopter. Jetzt kletterte er wieder in eine fliegende Kiste, den knallgelben Tragschrauber von Anton Moll, dem erfahrenen Gyrocopter Piloten vom Flugplatz in Bruck.

Für „Planquadrat Deutschland“, die aktuellen Dreharbeiten zur neuen Terra-X Staffel kam das ZDF-Team zu dem Brucker Gyrocopter Piloten. Anfang Mai wurden schon auf dem Flugplatz Schleißheim und in den Bavaria Filmstudios bei München die Flugaufnahmen für die neue sechsteilige Dokumentationsserie „Terra Xpress – Planquadrat Deutschland“, so der Arbeitstitel des ZDF-Programmformats mit dem Brucker Gyrocopter, gedreht. In dieser aktuellen Produktion fliegt der bekannte Moderator mit diesem Tragschrauber zu verschiedensten Orten in Deutschland, um über versteckte Rekorde und Skurrilitäten des Landes zu berichten.

Den Gyro mit Moderator Dirk Steffen flog Anton Moll, der zu den Gyro-Lehrer-Gurus Deutschlands zählt, souverän in allen Situationen. „Nicht einfach, schließlich mussten wir auf Augenhöhe mit dem Kamerateam im zweiten Hydrocopter fliegen, genaue Flugwinkel zwecks Kameraperspektiven und Lichteinfall und die exakte Fluggeschwindigkeit bei diesen Parallelflügen einhalten.“ Dieser Einsatz war eine fliegerische Herausforderung. Auf das Feuer des Further Drachen zu zustürzen und manch anderes waghalsiges Manöver, bis die Produktion genau das Bildmaterial im Kasten hatte, das sich das ZDF vorstellte. Das war nichts für Anfänger.

Der smarte Medienliebling Steffens aus dem hohen Norden zeigt sich bei den Dreharbeiten als legerer Typ. „Ich komme selbst vom Land“, erzählte Steffens gleich zu Drehbeginn. Einen Piloten mit mehr Berufserfahrung gibt es wohl ohnehin nicht in der deutschen Gyrocopter-Szene. So brachte Moll ein Stück Fernsehwelt und Zeitgeschichte nach Bruck. Der kleine Ort in der Oberpfalz macht Eindruck in München, Mainz (ZDF) und bald in ganz Deutschland. Denn schon bald soll die neu gedrehte Staffel im Fernsehprogramm anlaufen. „Es geht voran, wir haben bereits die Hälfte „abgedreht“ und schneiden grade die erste von sechs Sendungen“, schreibt Redaktionsleiterin Doris Gyselynck an den Brucker Piloten und schwärmt weiter, „Wenn es wieder Dreharbeiten mit Flügen gibt, dann mit dir, Anton!“

Die unschlagbare Agilität und Wendigkeit dieses Fluggerätes begeisterte auch die TV-Macher. Im Falle eines Motordefektes geht der Tragschrauber lediglich in ein leichtes Sinken über und holt sich auf diese Weise selbst die notwendige Rotordrehzahl. Dabei bleibt er voll steuerbar und braucht zudem nur eine sehr kurze Ausrollstrecke. Der Drehflügler kann als Ideallösung aus Hubschrauber und Sportflugzeug beschrieben werden und ist in Deutschland seit 2003 für den Luftverkehr zugelassen. Bereits Leonardo da Vinci zeichnete im 15. Jahrhundert Konstruktionspläne für das noch immer noch futuristisch wirkende Fluggerät.

„Die vergangenen zwei Tage habe ich mehr in der Luft als auf dem Boden verbracht, in einem Gyrocopter bei Dreharbeiten für Terra Xpress, cooles Arbeitsgerät!“ schreibt Steffens auf Facebook. Ende Juni schon wird die Crew am Flugplatz Nittenau-Bruck einmal mehr in den bayerisch-blauen Himmel abheben und weitere Aufnahmen vom Bayerischen Wald und um Bruck machen.

„War auch für mich eine neue Erfahrung“, erzählt Anton Moll von den ersten Drehtagen. „Auf Ziele in möglichst hoher Geschwindigkeit zu zufliegen, man kann schon sagen, im Sturzflug, das hat man nicht alle Tage.“ Auch ein Tunnelflug ganz in der Manier der berühmten Szene von Tom Cruise“s Mission Impossible wird in den Terra Xpress Folgen zu sehen sein. Anton kann aber auch ganz einfach seine Runden am Firmament ziehen und entspannt in den Sonnenuntergang fliegen.

Der Traum vom Fliegen – Anton Moll und seine Crew lassen ihn über den Wäldern und Wiesen der Oberpfälzer Seenplatte Wirklichkeit werden für jedermann. Abheben und die atemberaubenden Landschaften aus einer neuen Perspektive erleben: bei einem Rundflug über den Bayerischen Wald, die Oberpfälzer Seenplatte oder die Weltkulturerbestadt Regensburg und die Walhalla. Es muss keine Filmcrew sein und auch kein Fernsehmoderator. Dort oben erlebt jeder seine spezielle Faszination Erde und entdeckt das ganz eigene Terra-X.

Anton Moll, Ansprechpartner der UL-Flugschule-Bayern für Ultraleicht- Ausbildung von Dreiachser und Trag-schrauber/Gyrocopter hat kürzlich den Flugplatz Nittenau-Bruck mit seiner Flugschule „A.M. Flugwelt“ übernommen.

Weitere Infos gibt es unter den Internet-Adressen www.flugplatz-bruck.de oder www.flugwelt.eu

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