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Kommunalpolitik

Teublitzer gründen Grünen-Ortsverband

In Teublitz hat sich der 100. Ortsverband seit der Wahl zusammengeschlossen. Die Mitglieder haben sich viel vorgenommen.
Von Stefan Barte

Landesvorsitzende Eva Lettenbauer überreichte den frisch gewählten Ortssprechern Christian Knarr, Hannah Quaas und Claudia Lehmann-Schmidkunz (von links) einen grünen Veranstaltungspavillon. Dahinter Landesvorsitzender Eike Hallitzky, Kreisvorsitzender Benjamin Quaas und Wahlkampfsprecher Rudi Sommer.  Foto: Stefan Barte
Landesvorsitzende Eva Lettenbauer überreichte den frisch gewählten Ortssprechern Christian Knarr, Hannah Quaas und Claudia Lehmann-Schmidkunz (von links) einen grünen Veranstaltungspavillon. Dahinter Landesvorsitzender Eike Hallitzky, Kreisvorsitzender Benjamin Quaas und Wahlkampfsprecher Rudi Sommer. Foto: Stefan Barte

Teublitz.Die Gründung des neuen Ortsverbands der Grünen in Teublitz hatte für die Partei großen Symbolcharakter. Es war bereits die 100. Gründung seit der Landtagswahl im Oktober 2018. Daher ließ es sich die Landesführung Bayern auch nicht nehmen, und das Führungsduo Eva Lettenbauer und Eike Hallitzky besuchten die Gründungsveranstaltung in Keskins Restaurant persönlich. Der frisch gewählte Kreisvorsitzende, Benjamin Quaas, konnte zahlreiche Gäste begrüßen und legte Wert darauf, dass die Gründung des Ortsverbands aus eigener Kraft und vor Ort geschafft wurde.

Wahlkampfmanager Rudi Sommer sah die Schaffung der Ortsverbände als Pflicht an, der Wahlkampf sei die Kür. Die Benotung wären dann die Ergebnisse der Kommunalwahl am 15. März 2020. Eike Hallitzky bezeichnete die 100. Ortsverbandsgründung als „wunderbar“ und berichtete stolz über die 15 000 Parteiaufnahme, vor allem aus den ländlichen Kreisen. Die Begründung für den rasanten Zuwachs sehe er in der Tatsache, dass die Städte und Gemeinden durch die Grünen endlich zu gestalten anfangen.

Ein hoher Erwartungsdruck

Landesvorsitzende Eva Lettenbauer wisse, dass die Menschen viel von den Grünen erwarten würden. „Wir müssen jetzt auch liefern“, mahnte sie. In Teublitz sehe sie bereits einen tollen ehrenamtlichen Einsatz, der aber auch viel Kraft koste und arbeitsintensiv sei.

„Wir müssen jetzt auch liefern.“

Grünen-Landesvorsitzende Eva Lettenbauer

Die eigentliche Gründungsveranstaltung war dann reine Formsache. Einstimmig beschlossen die Teublitzer Grünen die Gründung ihres Ortsvorstandes und einstimmig wurden auch ihre drei gleichberechtigten Sprecher gewählt. Diese hielten sich nicht lange mit den Vorreden auf und präsentierten ihr im Vorfeld erarbeitetes, gemeinsames Programm. Eigentlich hätten sie ihre Arbeit schon längst aufgenommen und Hannah Quaas berichtete, dass es bereits zwei Anträge gebe, die im Stadtrat eingebracht wurden.

Grünen-Ortsverband

  • Führung:

    Es wurden drei gleichberechtigte Sprecher/Ansprechpartner gewählt.

  • Personen:

    1. Hannah Quaas, 28 Jahre, Wirtschaftsingenieurin; 2. Christian Knarr, 41 Jahre, Projekt-und Teamleiter im Messe-und Eventmanagement; 3. Claudia Lehmann-Schmidkunz, 45 Jahre, Konrektorin im Elly-Heuss-Gymnasium Weiden.

Dies sei zum einen, dass der geplante Kindergarten in Katzdorf in ökologischer Bauweise erfolgen solle und zum anderen, dass die kommunal gestellten Hundekotbeutel auf eine umweltfreundliche, biologisch abbaubare Variante umgestellt werden müssten. Auch die gemeinsame Radltour durch das Städtedreieck habe gezeigt, dass das Netzwerk verbessert werden müsste. Insbesondere der nach wie vor fehlende Radweg nach Verau werde nachdrücklich gefordert. Das Zukunftsprogramm umriss die künftige Bürgermeisterkandidatin ebenfalls mit konkreten Zielen. Sie streben einen gemeinsamen Flächennutzungsplan für das gesamte Städtedreieck an, um Brachflächen besser zu nutzen und weniger zu versiegeln. Sie lehnen daher die Überbauung von Biotopen, wie im geplanten Gewerbegebiet Teublitz Süd-Ost angedacht, ab – ebenso das Gewerbegebiet an der A 93. Man wolle Wachstum in gemäßigter Form.

Wirtschaft

Gewerbegebiet provoziert Widerstand

Naturschützer warnen: Pläne der Stadt Teublitz bedrohen „hochwertigen Wald“. Die Bürgermeisterin sieht keine Alternativen.

Verkehrsberuhigung anpacken

Auch das künftige, alternative Verkehrskonzept sieht Quaas als Aufgabe aller drei Städte. „Es macht keinen Sinn, wenn die Überlegungen am Stadtrand von Teublitz enden“, meint sie. Dabei regte sie an, die bisherigen Vorschläge zur Verkehrsberuhigung in die Tat umzusetzen: „Einfach mal anfangen und ausprobieren, statt 15 Jahre auf die Umgehungsstraße zu warten“. Eine Umgehung durch das Eselweihergebiet werde seitens der Grünen abgelehnt. Auch das Motto des neuen Ortsverbandes wurde bekannt gegeben: „Wir machen das, weil wir hier leben!“

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