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Gründung

Teublitzer Initiative für Abfüllanlage

Für eine sachliche Diskussion der Fakten ohne Panikmache und Emotionen will eine neue Bürgerinitiative „Zukunft für Teublitz“ kämpfen.
Von André Baumgarten

 Die Getränkeabfüllanlage soll rund 900 000 Kubikmeter Fertigprodukte herstellen. An der Anschlussstelle Teublitz der A 93 wird das mehr als 100-Millionen-Euro-Projekt geplant. Foto: dpa
Die Getränkeabfüllanlage soll rund 900 000 Kubikmeter Fertigprodukte herstellen. An der Anschlussstelle Teublitz der A 93 wird das mehr als 100-Millionen-Euro-Projekt geplant. Foto: dpa

Teublitz.Sachlich mit Fakten informieren, ohne Emotionen zu schüren: Das haben sich Dr. Wolfgang Schreiber, Esther Mailbeck und Sonja Muck auf die Fahne geschrieben. Und dafür wollen die Initiatoren der neuen Bürgerinitiative „Zukunft für Teublitz“ Mitstreiter finden. „Eine sachliche Aufklärung ist uns wichtig“, betonte Dr. Schreiber im MZ-Gespräch. Die konstruktive Auseinandersetzung mit allen Zukunftsprojekten ihrer Heimatstadt solle im Mittelpunkt stehen – zunächst natürlich die geplante Getränkeabfüllanlage an der A 93.

„Wir sind nach aktueller Sachlage für eine Ansiedlung“, sagte Schreiber deutlich. Das hydrogeologische Gutachten bestätige die Erhöhung der Fördermenge. Die Chance, dass sich Teublitz als starker Wirtschaftsstandort positionieren kann, wollen er und seine Mitstreiterinnen nicht vertun. Sie fordern eine objektive Diskussion der Fakten – „’Panikmache ist nicht angebracht“ sagte er im Gespräch.

Mit der neuen Bürgerinitiative, die am Freitag, 14. November, aus der Taufe gehoben werden soll, will man eine Plattform schaffen und Interessierten die Chance geben, sich zu informieren und zu engagieren. „Wir wollen eine Aufbruchstimmung erzeugen“, betonte Schreiber. Projekte wie die Umgehungsstraße, das Altenheim und eben die Wasserlieferung an Edeka seien Chancen für die Stadt. „Wir sehen die Gefahr, dass Teublitz die rote Laterne bekommt“, sagte er. „Dagegen wollen wir ein Zeichen setzen.“

Vor einigen Tagen haben sich mehrere Teublitzer erstmals getroffen. „Wir sind kein Jubelclub für Frau Steger, sondern wollen konstruktiv an Zukunftsprojekten mitarbeiten.“ Berichte, dass Teublitzer Bürger um ihr Wasser kämpfen, werfen ein falsches Licht, findet Schreiber. „Es gibt in Teublitz genauso viele Leute, die das unvoreingenommen betrachten.“ Genau das wolle man mit der neuen BI auch vermitteln.

Das Bürgerbegehren gegen die Ansiedlung sei angestoßen, „unsere Aufgabe sehen wir darin, mit Fakten zu informieren, in sachlichem Ton“. Dafür sind Infostände und verschiedene Veranstaltungen wie eine Podiumsdiskussion geplant. Auch eine eigene Internetseite soll angelegt werden. „Ohne Emotionen eine Entscheidung fällen können, wünschen sich viele Bürger“, erklärte Dr. Schreiber weiter.

Wobei, das betonte er, alle Bedenken hinsichtlich der Wasserlieferung an Edeka sehr ernst genommen würden. „Wir sind auch Eltern von Kindern und wissen um die Wichtigkeit von nachhaltigem Handeln“, sagte er. Dafür seien aber Vernunft und Sachlichkeit gefragt – „für unsere Heimatstadt und die Zukunft aller Bürger“.

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