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Politik

Teublitzer Kinder brauchen mehr Platz

Der Stadtrat beschloss die Notwendigkeit weiterer 35 Kinderkrippen- und 50 Kindergartenplätze in der Stadt Teublitz.
Von Werner Artmann

Diese Fläche hinter dem Feuerwehrgerätehaus und dem Katzdofer Friedhof (re.) wäre ein Areal für einen neuen Kindergarten.  Foto: Werner Artmann
Diese Fläche hinter dem Feuerwehrgerätehaus und dem Katzdofer Friedhof (re.) wäre ein Areal für einen neuen Kindergarten. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Die Kindergärten im Stadtbereich Teublitz platzen aus allen Nähten. Auf Grund einer neuesten Bedarfsermittlung sind zusätzlichen 36 Krippen- sowie 50 Kindergartenplätzen für die Stadt Teublitz erforderlich. Mit dieser Thematik und mit der Standortfestlegung befasste sich am Donnerstagabend der Stadtrat in seiner Sitzung.

Wie Bürgermeisterin Maria Steger dem Gremium bekannt gab, steigt auch in Teublitz der Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen im Stadtgebiet an. Auch aufgrund der Ausweisung von weiteren Baugebieten wird dies auch in Zukunft noch weiter der Fall sein. Bei der nochmaligen Ermittlung des Bedarfs und auch aufgrund der erfolgten Rücksprache mit dem Landratsamt, würden nun schon drei Kinderkrippen- und zwei Kindergartengruppen als erforderlich erachtet.

Kein Interesse an einer interkommunalen Lösung

Die mögliche Planung einer neuen Kindertagesstätte warf im Gremium einige noch zu klärende Fragen auf: Von Seiten der Nachbarkommunen besteht kein Interesse an einer interkommunalen Lösung. Von Seiten der Verwaltung wurden alle Investoren bzw. Bauträger angeschrieben, mit denen die Stadt in den letzten Jahren städtebauliche Verträge bezüglich einer Wohnbau-Entwicklung abgeschlossen hat bzw. die in der Stadt ansässig sind. Ein konkretes Interesse zeigte bis jetzt nur ein Teublitzer Bauunternehmer. Für einen Waldkindergarten gäbe es in Teublitz gute Möglichkeiten wie z.B. in der Höllohe oder am „Hölzl“, die jedoch beide im Überschwemmungsgebiet der Naab liegen. Die Idee aber sollte weiterverfolgt und in den kommenden Jahren verwirklicht werden.

Neubau in Katzdorf?

Ein Katzdorfer Bürger hat inzwischen eine Vorschlag für die Errichtung eines Kindergartens mit Kinderkrippe für den Ortsteil Katzdorf eingebracht. Als Standort schlägt er das Grundstück hinter dem Feuerwehrgerätehaus zwischen der Max-Planck-Straße und der Staatsstraße (ehem. B15) vor. Dies sei ein städtisches Grundstück (Fl.Nr. 310, Gemarkung Katzdorf), das zu einer Teilfläche von ca. 2.450 qm noch unbebaut ist. Grundsätzlich würde sich das vorgeschlagene Grundstück schon eignen. Einige Fragen wären dabei jedoch bei einer weiterführenden Planung zu klären sein.

Stadtrat

  • Beschluss:

    Die Trägerschaft zum Bau einer Kindertagesstätte soll gemeinsam mit einem Bauträger und/oder Betreiber weiter verfolgt werden, wenn dafür eine private oder öffentliche Fläche in Katzdorf überplant wird.

  • Vorschlag:

    Den Bauwerbern wird Zeit gegeben, dem Stadtrat einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten und dem Bauausschuss zur Entscheidung vorzulegen.

Ein zweiter möglicher Standort wären Privatgrundstücke südlich von Katzdorf. Dort wäre noch Grundlegenderes zu klären und außerdem wäre eine öffentliche Ausschreibung des Grundstücks nach den Vergaberichtlinien der VOB erforderlich.

Unter diesen Gesichtspunkt, so Bürgermeisterin Steger, wäre darüber zu entscheiden, ob die Stadt hier nicht doch wie üblich selbst diese Kindertagesstätte errichtet und eine entsprechende Bauleitplanung (Aufstellung Bebauungsplan mit gleichzeitiger Änderung des Flächennutzungsplans) beauftragt und dem Stadtrat zur Entscheidung vorlegt.

Soziales

Kindergärten: Lage spitzt sich erneut zu

Für Herbst fehlen in Burglengenfeld rund 25 Plätze. Die Stadt kann nicht garantieren, dass die Notlösung rechtzeitig öffnet.

Um das derzeit geltende Investitionsprogramm „Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 – 2020“ noch in Anspruch nehmen zu können, wäre bekanntlich eine Antragstellung an die Regierung bis spätestens 31.08.2019 nötig gewesen. Dies kann nun zeitlich nicht mehr eingehalten werden. Nach Rückfrage bei der Regierung wird allerdings schon mit einem neuen Förderprogramm gerechnet.

Stadt als Bauträger?

In der anschließenden Diskussion meinte FW-Stadtrat Albert Pretzl, dass seiner Meinung nach der Standort neben dem Friedhof und FF-Haus in Katzdorf ungeeignet sei. SPD-Fraktionssprecher Andreas Bitterbier begrüßte den Vorschlag und meinte, man solle keine Zeit mehr im Interesse der Kinder verlieren. Außerdem sollte die Stadt als Bauträger auftreten und für den Kindergarten einen Träger bestimmen. Auch die CSU-Fraktion wäre mit dem Standort einverstanden stellte CSU-Fraktionssprecher Sven Sander fest. Für seine Fraktion wäre von Vorteil, wenn Bauträger dem Stadtrat entsprechende Vorschläge für einen Kindergartenbau unterbreiten würden.

Schließlich beschloss der Stadtrat einstimmig, den notwendigen Bedarf an zusätzlichen 36 Krippen- sowie 50 Kindergartenplätzen anzuerkennen.

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