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Fortbildung

Themen aus mehreren Blickwinkeln angehen

Fachkräfte der Jugendarbeit im Landkreis Schwandorf besuchen das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.

Mitglieder des Netzwerkes Jugendarbeit Schwandorf beim Eingang zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Foto: Linda Lichtenberg
Mitglieder des Netzwerkes Jugendarbeit Schwandorf beim Eingang zum Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Foto: Linda Lichtenberg

Schwandorf.„Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ Dieser Ausspruch von Marie von Ebner-Eschenbach ist das Leitmotiv des Projekts „Selbstgewusst/Selbstbewusst“ vom Netzwerk Jugendarbeit Schwandorf. Es soll Kinder und Jugendliche stärken, sich ihre eigene unabhängige Meinung zu bilden, dabei stets über den Tellerrand zu blicken und Themen von mehreren Blickwinkeln zu betrachten.

Im Rahmen des Projekts lud das Kreisjugendamt mit der Katholischen Jugendstelle die Jugendsozialarbeiter an Schulen und weitere Fachkräfte der Jugendarbeit im Landkreis zu einer Multiplikatoren-Fortbildung in das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände nach Nürnberg ein.

Auf 1300 Quadratmeter informiert die Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ über Ursachen, Zusammenhänge und Folgen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft. Moderne Medien wie Computeranimationen, Filme und Touchscreens, aber auch Fotos und Dokumente veranschaulichen dem Besucher direkt am historischen Ort die Bauten des Geländes, die Geschichte und Hintergründe der Reichsparteitage. Ein Audioguide vermittelt die Texte und Kommentare in sieben Sprachen und bietet zusätzlich spezielle Beiträge für Jugendliche. Beim Rundgang über das ehemalige Reichsparteitagsgelände zeugen die Bauruine der Kongresshalle, die Große Straße und die Überreste der Zeppelintribüne von den Bauplanungen und der propagandistischen Dimension der Reichsparteitage. Der Rundgang erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Die Veranstalter vom Kreisjugendamt Schwandorf und der Katholischen Jugendstelle sowie die Fachkräfte waren sich einig, dass die Bildungsangebote des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände gut in das Projekt „Selbstgewusst/Selbstbewusst“ integriert und für die Schüler der Mittelschulen des Landkreises Schwandorf zugänglich gemacht werden können. Deshalb werden in den nächsten Monaten auch einige Veranstaltungen zum Thema Demokratiebildung mit Jugendlichen vor Ort stattfinden.

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