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Initiative

Tourismus im Städtedreieck voranbringen

Ein neues Konzept, in dem die Gemeinschaft im Vordergrund steht, soll ein Plus für alle Menschen im Städtedreieck bringen.
von Stefan Barte

1. Vorsitzender des Touristikvereins Wolfgang Weiß, 2. Bürgermeister Bernhard Krebs, Stadträtin Christine Hofmann und Werbefachmann Benedikt Göhr (von links) waren vom neuen Werbekonzept begeistert. Foto: Barte
1. Vorsitzender des Touristikvereins Wolfgang Weiß, 2. Bürgermeister Bernhard Krebs, Stadträtin Christine Hofmann und Werbefachmann Benedikt Göhr (von links) waren vom neuen Werbekonzept begeistert. Foto: Barte

Burglengenfeld.Mit dem Arbeitstitel „10762 Schritte“ machten sich die findigen Köpfe des Werbestudios „R1“ ans Werk, ermittelten den Ist-Zustand und präsentierten dem Touristikverein „Südliche Naab-Vils Burglengenfeld, Teublitz, Maxhütte-Haidhof e.V.“ bei der Jahresversammlung im Gasthof Burgblick eine echte Zukunftsvision.

Der Jahresrückblick des Vereinsvorsitzenden Wolfgang Weiß geriet dabei fast ein wenig in den Hintergrund, auch 2. Bürgermeister Bernhard Krebs fasste seine Begrüßungsworte extra kurz. Auch er war gespannt darauf, was sich die Werbespezialisten Benedikt Göhr und Dominik Hitzek ausgedacht hatten. Er sei glücklich über die jungen, frischen Leute, beispielsweise in der Pressestelle der Stadt, die gute Ideen einbringen, Gas gäben und die nächsten Jahre davon viel umsetzen könnten. Besonders lobte er die Eigenschaften von Göhr. Er wäre nicht nur kreativ, sondern er packe auch an.

Weiß konnte über das abgelaufene Kalenderjahr berichten, dass die Übernachtungszahlen im Städtedreieck um fünf Prozent auf 36 910 gestiegen seien, jedoch ein Großteil auf Handlungsreisende und Monteure entfallen würde. Die Urlauber würden großteils zum Radeln, Wandern und Angeln kommen. Für die Kanufahrer seien nun unter ungeahnten Schwierigkeiten neue und schöne Ein- und Ausstiegsstellen in der Naabgasse und in Schirndorf entstanden, die einen gefahrlosen Zugang zum Wasser ermöglichen.

Themen auf „Lochkarten“

Zudem gebe es inzwischen vier Wohnmobilstellplätze auf dem Volksfestplatz, die regen Zuspruch fänden. Das Projekt „Holzliegen für das Flussbad“ sei derzeit auf Eis gelegt worden, bis die neue Irlbrücke stehe. In diesem Zusammenhang bestätigte Krebs, dass es seit wenigen Stunden für den Neubau endlich einen Stadtratsbeschluss gäbe. Die örtliche Wanderkarte wurde neu aufgelegt und „gehe weg wie warme Semmeln“, berichtete Weiß. Genau diese Flyer waren der Ausgangspunkt für Göhrs Überlegungen. Er zählte fast 50 verschiedene Broschüren im Rathaus, die im Umlauf seien. Keine davon sei gleich, keiner ziehe an einem Strang, obwohl eigentlich alle das Gleiche wollen. Daher habe er eine Vision: Gemeinschaft.

Das Werbekonzept

  • Marketing:

    Wiedererkennung und Netzwerk schaffen

  • Miteinander:

    Gezieltes, gebündeltes und gegenseitiges „Pushen“

  • Werbung:

    Web-Auftritt, Lochkarten, Quiz, hochmoderne Info-Litfasssäulen unter Einbindung von Kultur, Vereinen und Gastro-Betriebenn, die sich aber im Rahmen hielten, so Göhr. Dann könnten die notwendigen 10 762 Schritte angegangen werden, um die Stationen zu Fuß zu erkunden.

Es gehe ihm nun darum, wie das alles zusammenpasst und alle zusammenspielen, um für jeden einen Mehrwert zu erzielen. Zudem müsse der Tourismus unbedingt moderner werden, da auch Rentner mittlerweile mit dem Smartphone umgehen können. Göhr definierte sieben Produkte, die interessant wären, um seine Ziele zu erreichen. Einer der zentralen Punkte ist die Einführung sogenannter „Lochkarten“. Darunter seien nicht uralte Pappstreifen aus den Anfangszeiten der automatischen Datenverarbeitung zu verstehen, sondern hochmoderne Themenkarten, die mit einem QR-Code versehen sind und bei denen weitere Informationen hinterlegt werden.

So kann sich jeder Tourist diejenigen Karten mitnehmen, die ihn persönlich interessieren. Bei der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt: Das kann vom Bulmare bis zur Höllohe, einer Wanderkarte oder dem Busfahrplan reichen. Die Karten können dann mit Buchschrauben zusammengesteckt werden. Vorteile wären eine individuelle Betreuung und leicht austauschbare Themenfelder, wenn Aktualisierungen erfolgen müssten.

Zehn Stationen erarbeiten

Dem Gremium des Tourismusvereins gefiel die Vorstellung dieses hochmodernen Informationssystems, gepaart aus haptisch hochwertigen Karten und digitalem Hintergrund derart, dass alle anderen vorbereiteten Flyerentwürfe erst einmal auf Eis gelegt werden. Einstimmig wurde beschlossen, dass das Werbestudio R1 schnellstmöglich zunächst einen Dummy mit den zehn wichtigsten touristischen Stationen erstellen solle. Das Ergebnis werde anschließend dem Stadtrat vorgestellt, denn mit der Einführung seien natürlich auch Kosten verbunden, die sich aber im Rahmen hielten, so Göhr. Dann könnten die notwendigen 10 762 Schritte angegangen werden, um die Stationen zu Fuß zu erkunden.

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