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Tourismus in Schwandorf wird heuer zehn Jahre alt

Was die Tourismusbeauftragte Irene Duscher vor zehn Jahren noch in einem einfachen Schreibheft festgehalten hat, füllt heute Ordner.

Fremdenverkehr in Schwandorf gibt es schon länger. Seit zehn Jahren aber unterstützt das Tourismusbüro der Stadt Bemühungen der Hotels und Gasthöfe. „Zehn Jahre ist noch kein Jubiläum zum Feiern, oder höchstens ein kleines bisschen.“ , sagt Irene Duscher. Sie ist nicht nur die Tourismusbeauftragte der Stadt Schwandorf seit es diese Stelle gibt, sondern geradezu das Gesicht der Stadt, wie es sich Gästen und Touristen zeigt. Auf jeden Fall aber sind zehn Jahre eine Zeitspanne, in der man sich an Anfänge erinnern kann, daran, was sich verändert hat, und eine Zeit, nach der auch wieder neue Ideen gefragt sind.

Eigentlich war Irene Duscher im Haupt- und Presseamt der Stadt zufrieden und bewarb sich doch nach 18 Jahren auf die intern ausgeschriebene Stelle der Tourismusbeauftragten, die Ende des letzten Jahrtausends geschaffen wurde. Damals gab es Hotels, Pensionen, Gaststätten und auch einen Fremdenverkehrsverein, aber im Bereich der Stadtverwaltung war der Tourismus ein unbeschriebenes Blatt. Die erste Aufgabe war damals eine Homepage zu konzipieren. Und gleich darauf mussten Angebote geschaffen werden, die man im Internet auch veröffentlichen konnte.

Angebote und Nachfrage sind seither kontinuierlich gestiegen: die Zahl der Übernachtungen von 31548 im Jahr 2000 bis 41 577 im Jahr 2008 (die Zahlen des Vorjahres liegen noch nicht vor), ebenso die Anzahl der angebotenen Führungen von 18 im Jahr 1999 mit 220 Besuchern bis über 150 Führungen mit rund 3000 Gästen in den letzten beiden Jahren (ohne Felsenkellerführungen, die ja gesondert organisiert und registriert werden).

Viele Ideen der letzten zehn Jahre wurden umgesetzt, einige davon mittlerweile wieder aufgegeben, andere umgestaltet und geänderten Bedürfnissen angepasst: in erster Linie die Führungen, sowie weitere Projekte. So wird heuer die Ver- und Entsorgungsstation auf dem Volksfestplatz für Wohnmobile modernisiert.

Dieses Angebot, das in allen Reisemobil-Zeitschriften aufgeführt ist und vom ADAC empfohlen wird, bringt von April bis September rund 3600 Übernachtungsgäste in die Große Kreisstadt. Zwar war der Stellplatz trotz Wasserversorgung und Entsorgung kostenlos, umso lieber aber kehrt ein Großteil der Camper in Schwandorfer Gaststätten ein und besucht die nahe City zum Shoppen. Künftig wird es hier Elektrizität geben, allerdings wird man dann per Münzautomat ein kleines Entgelt verlangen.

Neu aufgelegt wird auch der Kinderstadtführer. Er gehört in den Grundschulen der Stadt mittlerweile zum Standardwerk im Heimatkundeunterricht und sorgt schon bei den Kleinen dafür, dass sie Stolz auf ihre Stadt und Geschichtsbewusstsein entwickeln.

Im Jubiläumsjahr der Stadt, 2006, wurde der Blasturm, gefördert mit EU-Mitteln, als Museum zu den Themen Konrad Max Kunz, Türmerwesen und Stadtbefestigung gestaltet. Es wird seither gerne besucht. Ein Herzenswunsch der Schwandorfer Tourismusbeauftragten aber wäre die Außensanierung mit Türmerhaus und Umfeld des Blasturms. Dies würde der Bedeutung des Schwandorfer Wahrzeichens wirklich gerecht, schwärmt Irene Duscher und träumt von Lesungen und lauschigen Abenden unterm Blasturm. Schade, dass es im Kunz-Jubiläumsjahr 2010 damit mangels Geld nichts mehr werden kann.

Führungen, Imagekampagnen und auch die verschiedenen Führungen, an denen sich Einheimische und Gäste jeweils etwa zur Hälfte beteiligen, haben aber viel dazu beigetragen, dass sich die Schwandorfer heute mehr mit ihrer Stadt identifizieren als noch vor zehn Jahren. Da ist sich Irene Duscher sicher. Viele merken erst, wie schön es in Schwandorf ist, wenn sie sehen, wie gut es den Gästen von auswärts hier gefällt. Und davon kamen immer mehr nach Schwandorf. Dass sich diese Aufwärtsentwicklung fortsetzt, wünscht sich Duscher natürlich auch für die nächsten zehn Jahre.

Ach ja – noch ein Wunsch fällt der Schwandorfer Frau Tourismus ein, auch wenn dies wohl kein Geschenk mehr zum „Zehnjährigen“ werden kann: Ein kleines, feines Stadthotel am Marktplatz würde bestens ins Ambiente der Stadt passen und würde sicher gut angenommen.

Thematische Führungen:

Neue Führungen im Jubiläumsjahr:

Kinderführung mit aktiver Einbeziehung der Kinder unter dem Motto: „Detektive auf Spurensuche – wer löst Rufinas Geheimnis?“

„Zum Geburtstag viel Glück!“: Spezielle Führung für erwachsene Geburtstagkinder und ihre Gäste. Die Tour wird nach entsprechenden Vorgesprächen auf das persönliche Lebensumfeld und die Lebensstationen des Jubilars zusammengestellt. Als „Versuchskaninchen“ hat Irene Duscher diese Führung mit 35 eigenen Geburtstagsgästen zu ihrem „Runden“ am Faschingswochenende selbst getestet. Alle fanden‘s toll!

Neue thematische Stadtführung zum Kunz-Jubiläumsjahr unter dem Motto: „Kunz, Kirche, Knödel“. Auftakt ist zu den ersten Konrad-Max-Kunz-Tagen im Frühjahr; die Konzeption steht.

„Der Berg ruft – das Kreuzbergmünster mit Schatzkammer und Orgelführung“ ist neu.

Bewährte Führungen, die fortgesetzt werden:

Kulinarische Stadtführung mit 4-Gänge-Menü in vier Lokalen

Bierführung mit Bierverkostung

„Frische Fische fischt“ mit Schauspieleinlagen und Verkostung

Naturkundliche Wanderungen im Charlottenhofer Weihergebiet

Kirchenführungen

Klassische Stadtführungen (nur mehr auf Anfrage fester Gruppen)

Diverse Felsenkellerführungen

Führungen, die überarbeitet werden:

Kinderstadtführung (Konzept steht)

Liebes- und Schokoladenwegerl

Führungen, die eingestellt wurden:

Der Pfaffensteig

Geführte Radtouren

Musikalischer Feierabend (in verschiedenen Lokalen)

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