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Trauer um Dirigent Josef Lobenhofer

Der Ensdorfer Vollblutmusiker erlag am Montag einer schweren Krankheit. Der Trauergottesdienst ist am Freitag um 14.30 Uhr.

Josef Lobenhofer mit seiner Frau Marita und der Blaskapelle St. Ägidius Schmidmühlen Foto: abp
Josef Lobenhofer mit seiner Frau Marita und der Blaskapelle St. Ägidius Schmidmühlen Foto: abp

SCHWARZENFELD.Die Nachricht, dass Josef Lobenhofer verstorben ist, löste am Montag große Trauer und Bestürzung bei seinen Musikern und vielen Menschen aus. Im Alter von 60 Jahren ist der einer schweren Krankheit erlegen, gegen die er bis zuletzt gekämpft hat.

„Musik war sein Leben“, schrieb seine Familie in die Todesanzeige. Wie wahr! Sie war es, die ihm bis zuletzt die Kraft gegeben hat zu seinem Kampf. Das Talent und die Liebe zur Musik wurde dem Ensdorfer in die Wiege gelegt. Er erbte es vom Vater und pflegte es im Gymnasium, das im dortigen Benediktinerkloster untergebracht war. Er spielte Klavier und entdeckte seine Liebe zur Blasmusik, spielte als Allrounder Trompete, Flügelhorn, Tuba bis hin zum Saxophon. Als 22-jähriger Student gründete er mit den „Original Vilstalmusikanten“ seine erste Kapelle. Es wurde zum Glücksfall für Schwarzenfeld, als er 1985 seine Marita heiratete und hier seine Lebensaufgabe fand. Nach dem Tod seines Schwiegervaters Franz Winterer baute er die Kapelle „Oberpfälzer Bettlmusikanten“ auf, ein Sextett, das bodenständige Blas- und Volksmusik pflegt. Dazu gehören auch Marita Lobenhofer und seine Schwägerin Helga Kasparides, bekannt als Duo „Geschwister Winterer“.

Viele eigene Kompositionen

Das große musikalische Talent schlug sich in vielen Kompositionen nieder. Schon früh griff er zur Feder, produzierte eine Schallplatte und arrangierte viele Stücke für die verschiedenen Besetzungen der Kapellen. Aus seiner Hand stammen Märsche zu lokalen Anlässen oder auch die Komposition zur Jahrtausendfeier des Markts. Große Verdienste hat sich Lobenhofer um den Nachwuchs erworben als Leiter der Blaskapelle „Schmidmühlener Musikanten“ und der „Blaskapelle Pischdorf“ und beim Aufbau eines Nachwuchsorchesters in Ebermannsdorf, vor allem aber als Leiter des „Großen Blasorchesters“ der Musikkapelle Schwarzenfeld.

Um Josef Lobenhofer trauern mit seiner Frau Marita und den beiden Söhnen viele Musiker, die von ihm gelernt und mit ihm musiziert haben. Der Trauergottesdienst ist am Freitag um 14.30 Uhr in der Marienkirche, anschließend Beerdigung. Der Rosenkranz wird um 14 Uhr gebetet. (sss)

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