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Nachruf

Trauer um Festspielvorstand Josef Graf

Der 57-Jährige verstarb unerwartet nach kurzer schwerer Krankheit. Er hatte den Festspielverein Pottenstetten aufgebaut.

Der Vorstand Josef Graf (Mitte) mit seiner Laienspieltruppe im vergangenem Jahr. Foto: Kurz
Der Vorstand Josef Graf (Mitte) mit seiner Laienspieltruppe im vergangenem Jahr. Foto: Kurz

Burglengenfeld.Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Samstag die Nachricht vom plötzlichen Tod von Festspielvorstand Josef Graf (57). Völlig unerwartet verstarb der beliebte Vorstand nach kurzer schwerer Krankheit in einem Regensburger Krankenhaus. Um den Verstorbenen trauern seine Ehefrau, die beiden Kinder mit Anhang sowie die Pottenstettener Vereine und die gesamte Dorfbevölkerung.

Mit Josef Graf verliert Pottenstetten einen Mann, der durch seine alljährlichen Festspiele maßgeblichen Anteil an einer gut funktionierenden Dorfgemeinschaft hatte. Er war mit Leib und Seele Vorstand des Festspielvereins, den er „behutsam“ aufbaute. Der Verein wurde nach einer Pfingstmontagprozession im Jahre 2003 aus einer Bierlaune heraus gegründet und Josef Graf hatte sofort das Kommando übernahm. Bereits 2009 hatte das erste Festspiel Premiere mit „Der Brandner Kaspar und des ewige Lebm“ mit Josef Graf und Rudi Stadlbauer. Im Jahre 2010 wurde bereits vor 200 Zuschauern gespielt. Dann folgten die Stücke „Ein Münchner im Himmel“, „Der Tod im Birnbaum“, „Der Raubapfaff“ und „Der Mascara“. 2014 wurde auf Initiative von Graf ein Drehbuch für ein eigenes Schauspiel geschrieben. Im Jahr 2015 trat der Verein mit dem Stück „Der blaue Kruag“ wiederholt an die Öffentlichkeit. 2016 hatte Vorstand Graf sein großes Ziel erreicht: ein eigenes Festspiel. Pünktlich auf die Minute werden die Pongratz-Festspiele eröffnet. Bis auf den letzten Platz war die „Heuballen-Arena“ jedes Mal ausverkauft. „Das war kein einfaches Unternehmen“, so Graf bevor er im Herbst wieder zum Vorsitzenden gewählt wurde. Auch 2017 beim Stück „s’Elädrische“ spielte er die Hauptrolle.

Wie es mit dem Verein in der Zukunft bestellt ist, müssen die Mitstreiter bestimmen. Das Requiem für den ehemaligen Vorstand fand am Freitag in der Pfarrkirche St. Vitus in Burglengenfeld unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. (bjk)

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