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Region Schwandorf
Sonntag, 22. Juli 2018 22° 2

Jubiläum

Treff-Schützen feierten ihr 180-Jähriges

Vereinsmitglieder wurden wegen Verdienste für den Schießsport geehrt. Der Verein blickt auf eine lange Geschichte zurück.
von Josef Schaller

Viele Vereinsmitglieder wurden für ihre Verdienste geehrt. Foto: Schaller
Viele Vereinsmitglieder wurden für ihre Verdienste geehrt. Foto: Schaller

Burglengenfeld. Die Treff-Schützen blieben bei ihren Feierlichkeiten anlässlich des 180-jährigen Vereinsjubiläums unter sich. Nach einem gemeinsamen Abendessen beim „Kuno“ in der Stadthalle trafen sie sich in ihrem Vereinsheim im Keller des ehemaligen Stadthotels im Naabtalpark zu einem gemütlichen Abend. Zahlreiche Mitglieder wurden aufgrund ihrer Verdienste für den Verein und den Schießsport mit hohen Auszeichnungen geehrt. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Alleinunterhalter Josef „Beppo“ Humbs.

Natürlich wurden sich auch Geschichten erzählt über die sogenannte „gute alte Zeit“. So ein Jubiläum bietet dazu ausreichend Anlass. Die vielen Schützenscheiben, die die Wände des Schützenheimes zieren, dienten hierbei als Zeitzeugen. Auch die Gastredner blickten auf die lange Geschichte des Vereins zurück. Die Schützengesellschaft ist der älteste Verein der Stadt und auch der älteste beim Schützengau Burglengenfeld, dem über 20 Vereine angeschlossen sind.

Bereits im frühen 17. Jahrhundert haben sich bürgerliche Schützen, damals noch als Mitglieder der Bürgerwehr, in einem Schießstadel in der Vorstadt zu geselligen Abenden und Wettkämpfen mit Nachbargemeinden getroffen, wie Bürgermeister Thomas Gesche aus der Chronik der Stadt erzählte. Als in den 1830er Jahren friedlichere Zeiten in Bayern angebrochen waren, spielte der militärische Aspekt bei den Schießübungen bald keine große Rolle mehr. Das gesellschaftliche Schießen rückte immer mehr in den Vordergrund. Am 3. Mai 1838 wurde schließlich der Verein „Zimmerstutzen-Schießgesellschaft Weiß-Blau“ gegründet. Die Schießstätte befand sich damals noch im äußeren Postgarten. Im Laufe der Jahre haben sich der Vereinsname und die Schießstätten allerdings mehrmals geändert.

Seit 1901 trägt der Verein die Bezeichnung „Schützengesellschaft Treff“, wie aus der Festschrift zum 150-Jährigen hervorgeht. Franz Brunner, Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes, hob den Zusammenhalt bei den „Treff-Schützen“ hervor. Die handbemalten Schützenscheiben bezeichnete er als „Schätze von unendlichem Wert, die man hegen und pflegen sollte“.

Er persönlich kennt diesen Verein bereits seit 1970. Hier habe er zum ersten Mal an einem Preisschießen teilgenommen, wie er sich erinnerte. Der erste Gauschützenmeister Dirk Tamme bedankte sich für das ehrenamtliche Engagement der Treff-Schützen. Sportlich hätten sie in all den Jahren viel erreicht. Und auch gesellschaftlich seien sie eine „gute Truppe“. Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden zahlreiche Mitglieder aufgrund besonderer Verdienste für den Schießsport geehrt. Die „Große Verdienstauszeichnung in Gold“ erhielten Josef Steinbauer und Karl-Heinz Schmalzbauer. Die silberne Ausgabe wurde Albert Steinhauser verliehen. Ingrid Spitzner wurde mit dem Ehrenkreuz in Bronze ausgezeichnet.

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