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Bildung

Über Integration in Europa diskutiert

Die Schwandorfer FOS/BOS tauschte sich mit europäischen Partnern aus. Über Ländergrenzen hinweg wurden Kontakte geknüpft.

Die Teilnehmer des Projektes der Schwandorfer FOS/BOS besichtigten auch das Parlament in Straßburg. Foto: FOS/BOS
Die Teilnehmer des Projektes der Schwandorfer FOS/BOS besichtigten auch das Parlament in Straßburg. Foto: FOS/BOS

Schwandorf.Es waren zwei intensive, arbeitsreiche, aber auch lohnende Jahre: Die FOS/BOs Schwandorf beteiligte sich an einem besonderen Projekt, pflegte europäische Kontakte und schloss Freundschaften über die Ländergrenzen hinweg. Möglich gemacht hatte es das Projekt EU-Integrate, das aus Mitteln der EU gefördert wurde.

Zu dem geförderten europäischen Projekt der FOS/BOS zählten unter anderem einwöchige Treffen an den Partnerschulen in Spanien (Palma de Mallorca), der Türkei (Samsun), Finnland (Lieksa), Schwandorf, Italien (Cassino) und in Griechenland (Thessaloniki). Den Abschluss machte ein Besuch in der europäischen Metropole Straßburg in Frankreich. Koordiniert wurde das Projekt von den Lehrkräften Walter Pirzer und Elisabeth Gmach.

Durch das Projekt konnten die Schüler viel lernen und erfahren, berichten die beiden Lehrkräfte: Beispielsweise über Integration und deren unterschiedliche Umsetzungskonzepte in den europäischen Ländern sowie Möglichkeiten und Bedingungen für deren Gelingen. „Schwierigkeiten und Fehler, die in Zukunft vermieden werden könnten, wurden dabei nicht verschwiegen, sondern konstruktiv diskutiert“, berichteten die Teilnehmer des besonderen Projektes. Konkretes Ziel war die gemeinsame Erarbeitung eines Rollenspiels zum Thema Integration in der EU, wobei die Rollen zunächst gemeinsam entworfen und dann weiterentwickelt wurden.

Schüler nahmen dabei unter anderem auch die Rollen von Migranten beziehungsweise Integrationsbedürftigen ein – ein wertvoller Beitrag zur Empathieentwicklung. In Griechenland wurde zudem das theatralisch weiterentwickelte Rollenkonzept bei einem großen Veranstaltungsabend vor Schülern, Lehrern, Eltern, aber auch Kommunalpolitikern und örtlichen Integrationsbeauftragten vorgestellt.

Zur Erprobung und Weiterentwicklung von Zwischenergebnissen trafen sich internationale Schüler- und Lehrerteams der genannten Länder jeweils für eine Schulwoche bei einer Partnerschule. Beispielsweise wurde während des Treffens an der FOS/BOS Schwandorf mit der damaligen Sozialministerin Emilia Müller über Unterbringung und Integrationsmöglichkeiten von Flüchtlingen in Bayern diskutiert. Auch Schwandorfs Oberbürgermeister Feller empfing die Projektgruppen. An jeder Partnerschule fanden jeweils Begegnungstreffen mit Integrationsbedürftigen statt. In Schwandorf tauschte man sich beispielsweise mit der Integrationsvorklasse aus. In Cassino (Italien) wurden genauso wie in Finnland, Kindergärten und Grundschulklassen mit Migranten besucht, wo die Teilnehmer dann das Rollenspiel mit Würfeln, begeistert spielten.

Mehr zu dem besonderen EU-Projekt der FOS/BOS lesen Sie hier:

Über Integration in Europa diskutiert

  • Vernetzung:

    Bei den Projekttreffen in den Städten der Partnerschulen wurde vor Ort auch bei Gastfamilien übernachtet. Außerdem unternahmen die Schüler gemeinsame Aktivitäten. So wurden schnell Freundschaften geschlossen.

  • Austausch:

    In Thessaloniki informierten sich die Schüler in nordgriechischen Flüchtlingscamps und tauschten sich dort mit Kindern und Lehrern aus. In Palma de Mallorca stellte ein spanischer Journalist seine Arbeit an der syrisch-türkischen Grenze vor.

  • Zielsetzung:

    Die Lehrkräfte und Schüler wollen mit dem Projekt und der Projektarbeit auch kleine Schritte zur Integration in Europa beitragen. Klar wurde durch das Projekt aber auch: Es handelt sich um eine komplexe Aufgabe. Die Kontakte sollen weiter vertieft werden.

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