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Kirche

Übergriffe vorab verhindern

Gruppenleiter der Teublitzer Ministranten und Kolpingjugend machten die Prävention sexualisierter Gewalt zum Thema.
Von Werner Artmann

Die Gruppenleiter der Teublitzer Ministranten und Kolpingjugend befassten sich mit der Prävention sexualisierter Gewalt.  Foto: Matthias Zankl
Die Gruppenleiter der Teublitzer Ministranten und Kolpingjugend befassten sich mit der Prävention sexualisierter Gewalt. Foto: Matthias Zankl

Teublitz.Einem ernsten Thema widmeten sich die Gruppenleiter der Teublitzer Ministranten und Kolpingjugend beim jüngsten Gruppenleiterkurs im Jugendhaus Grimmerthal bei Schmidgaden. Denn es ging um „Prävention sexualisierter Gewalt“. Was sich hinter diesem sperrigen Begriff verbringt und welche Hintergründe dieses Thema für die Arbeit der Ministranten und Kolpingjugend in Teublitz hat, wurde in praktischen Workshops verdeutlicht.

Oberministrant Matthias Zankl brachte viele Informationsmaterialien und Arbeitshilfen der Diözese Regensburg mit. „Jeder von euch hat es mitbekommen, dass es in der Kirche sexuelle Gewalt gegen Kinder und Jugendliche gab. Das müssen wir verhindern,“ so die Einleitung des Oberministranten. „Aber in Teublitz wollen wir mehr! Wir wollen, dass sich in unserer Pfarrgemeinde Kinder und Jugendliche ohne Angst vor Übergriffen jeglicher Art treffen und voll Freude wohlfühlen können.“ Dabei geht es den Gruppenleitern vor allem um die Prävention im Vorfeld. „Wir wollen starke Kinder und Jugendliche, die im richtigen Moment auch Nein sagen ,“ erläuterte Oberministrantin Tina Emmert.

Ein Workshop beschäftigte sich mit der Frage: „Was macht dir im Umfeld unserer Pfarrei Angst. Wo können Kinder ein mulmiges Gefühl bekommen.“ Unter diesem Blickwinkel wurden die Orte reflektiert, an denen Kinder- und Jugendarbeit in Herz Jesu Teublitz stattfinden. Ein „mulmiger Ort“ wurde auch gleich identifiziert: „Die Mülltonnen im Pfarrheim sind nicht beleuchtet,“ meinten die Gruppenleiterinnen Sophie Müllner und Lea Götz. „Die Kirchenverwaltung sollte hier eine Lampe mit Bewegungsmelder anbringen.“

Neben der „Prävention sexualisierter Gewalt“ beschäftigten sich die Gruppenleiter auch mit dem Ministranten-Shirt der Pfarrgemeinde. Es ist nicht nur ein nettes Kleidungsstück, sondern auf der Rückseite findet sich eine spirituelle Landkarte. Wie auf einer Rock-Band-Tournee wurden hier die Stationen des Lebens Jesu aufgeführt. Zu jeder Station hat Pfarrer Hirmer einen Impuls ausgearbeitet, der in Gruppenstunden verwendet werden kann. Natürlich durfte in Grimmerthal das Naturerlebnis nicht fehlen. Es wurden Schwammerl gesammelt und gleich gekocht.

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