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Einsatz

Übung fordert den Nachwuchs

Einen 24-Stunden-Einsatz absolvierten die Jugendfeuerwehren Vilshofen und Rieden. Nur einmal war fremde Hilfe nötig.
Von Hubert Söllner

  • „Unfall beim SV-Sportplatz – Auto umgestürzt, Quadfahrer schwer verletzt“, lautete der Alarm, zu dem die Jungfeuerwehr ausrückte. Foto: Hubert Söllner
  • Mit der 30 Meter langen Drehleiter der Burglengenfelder Wehr konnte die verunfallte Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth gerettet werden. Foto: Hubert Söllner
  • Die eigene Schiebeleiter erwies sich zur Rettung der die verunfallten Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth als zu kurz. Die 30 Meter lange Drehleiter der Burglengenfelder Wehr wurde per Funk angefordert. Foto: Hubert Söllner
  • Die verunfallte Person ist von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth gerettet und wird zur Erstversorgung übergeben. Foto: Hubert Söllner
  • Beim ersten Einsatz, dem Papierkorbbrand beim Freibad in Rieden, war das Feuer aus den Wassertanks der Fahrzeuge in kurzer Zeit gelöscht. Foto: Hubert Söllner

Rieden.Auch in diesem Jahr stand bei den Jungfeuerwehrleuten der Vilshofener und Riedener Feuerwehr wieder eine 24-Stunden-Übung auf dem Plan. Umfangreich war das Programm, das die Jugendwarte beider Wehren auf die Beine gestellt hatten. Nachdem die 21 Jungfeuerwehrleute im Gerätehaus Vilshofen ihre Feldbetten aufgebaut hatten, hieß es schon auszurücken zum Brand eines Papierkorbs beim Freibad in Rieden.

Mit dem LF 20 der Riedener und dem HLF 40 der Vilshofener Wehr war der Brand aus den Wassertanks der Fahrzeuge in kurzer Zeit gelöscht. Nach Nudeln mit Tomatensoße hieß es bei Spielen darauf zu warten, „was denn da auf uns zukommen wird.“

Wecken kurz vor Mitternacht

Um punkt 20 Uhr ging dann der Alarm. Die Meldung lautete: „Brand in der Werkstatt des Forstbetriebsgebäudes in Aufheim, sieben Personen vermisst.“ Die Jungfeuerwehrleute starteten, unterstützt von ihren Ausbildern und weiteren Helfern, zur Rettungsaktion. Mit schwerem Atemschutz und Wärmebildkamera suchten sie nach den Vermissten.

Zeitgleich wurde eine Löschwasserversorgung von der Vils mit 200 Metern Schlauchleitung aufgebaut. Der Löschangriff mit vier C-Strahlrohren für Außen- und Innenangriff wurde gestartet. Nach der Rettung der Verletzten und ihrer Erstversorgung konnte Aktion um 22.30 Uhr erfolgreich beendet werden.

Kaum war der Feuerwehrnachwuchs in den Federn, wurde er kurz vor Mitternacht unsanft geweckt. „Ausleuchten zur gefahrlosen Landung eines Hubschraubers bei der Kreuzung am Tränkweiher in Rieden“, hieß der Auftrag. Stative und Strahler aufbauen, eine Hochspannungsleitung ausleuchten als Gefahrenabwendung für den Helikopter – dies musste der Feuerwehrnachwuchs bis Beendigung der Aktion um 0.30 Uhr meistern. Dann war Nachtruhe angesagt – gerade mal bis zum Alarm um 6.15 Uhr: „Verunfallten Waldarbeiter befreien, beim Holzfelsen Richtung Palkering unter Baum eingeklemmt“. Hier erschwerte ein Steilhang die Rettung. Hebekissen mussten eingesetzt werden. Die Aktion wurde erfolgreich beendet. Kaffee, Tee, Milch, Kaba, Wurst, Käse, Rührei, Butter, Honig und ein Berg frischer Semmeln standen gegen 8 Uhr nach getaner Arbeit zum Frühstück bereit. Auch dabei zeigten die jungen Feuerwehrleute volle Einsatzbereitschaft.

„Verunfallte Person in großer Höhe auf der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth“ hieß gegen 9 Uhr eine neue Meldung. Wiel die eigene Schiebeleiter zu kurz war, wurde per Funk die 30 Meter lange Drehleiter der Feuerwehr Burglengenfeld angefordert. Diese erschien innerhalb kurzer Zeit, und die verunfallte Person konnte von der Terrasse gerettet werden. Kickern und Spielen füllte nun die Zeit. Zum Mittagessen gab es Steaks und Bratwürste.

Höhepunkt des Jahres

Um 13 Uhr hieß es dann plötzlich: „Unfall beim SV-Sportplatz – Auto umgestürzt, Quadfahrer schwer verletzt“. Der Quadfahrer, über dem Auto liegend, konnte erstversorgt werden. Eine der Autoinsassinen wurde mit dem Spineboard gerettet, die zweite verließ selbstständig das Fahrzeug. Sie wurden den Feuerwehr-Sanitätern zur Behandlung übergeben. Nach dem Aufräumen im Feuerwehrgerätehaus, der Reinigung der Fahrzeuge und der Endbesprechung ging für die Jungfeuerwehrleute beider Wehren ein ereignisreicher Tag zu Ende.

Die Wehren danken den Verantwortlichen des Ostbayerischen Pferdesport- und Turnierzentrums Kreuth, die die Übungen auf dem Betriebsgelände genehmigt hatten. Dank galt auch der Feuerwehr Burglengenfeld, die mit der Drehleiter ausgerückt war.

Die 24-Stunden-Übung ist für die Jungfeuerwehrleute der beiden Wehren der Höhepunkt des Jahres. Zum dritten Mal in Folge wird sie jährlich veranstaltet. So erlebten sie schon im Einsatz die Rettung vermisster Personen im Wald, das Löschen eines Bushäuschens oder eines Gas-Lastwagens und das Entfernen eines Autodachs mit der Rettungsschere.

Lösch- und Rettungsarbeiten

  • Unterstützung:

    Die eigene Schiebeleiter erwies sich zur Rettung der die verunfallten Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth als zu kurz. Die 30 Meter lange Drehleiter der Burglengenfelder Feuerwehr wurde per Funk angefordert.

  • Erste Hilfe:

    Die verunfallte Person ist von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth gerettet worden. Anschließend wird sie zur Erstversorgung übergeben.

  • Reichweite:

    Mit der 30 Meter langen Drehleiter der Burglengenfelder Feuerwehr hatten die Retter aus Rieden und Vilshofen die nötige Unterstützung erhalten und konnten die verunfallte Person von der Turmterrasse bei der Ostbayernhalle in Kreuth holen. Fotos: Hubert Söllner

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