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Wahlkampf

ÜPW auf der Suche nach neuen Mehrheiten

Die Unabhängige Wählergruppe Schwarzenfeld startet mit Kandidat Peter Neumeier in den Wahlkampf. Die absolute CSU-Mehrheit soll aufgebrochen werden.

ÜPW-Kandidat Peter Neumeier Foto: smx

Schwarzenfeld.Die ÜPW hat mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Peter Neumeier den Wahlkampf eröffnet. Ihr Ziel ist es, wieder Mehrheiten im Marktrat zu schaffen und die lange Tradition der Überparteilichen Wählergruppe fortzusetzen.

Das Interesse am Wahlkampfauftakt der ÜPW im Katholischen Jugendheim war groß: Rund 120 Zuhörer, unter ihnen auch Mitglieder anderer Parteien und Wählergruppen, wollten sich über die Ziele der Wählervereinigung informieren. Bernd Stangl hieß die Zuhörer willkommen und betonte eingangs, dass der Wahlkampf für die ÜPW kein Kampf gegen irgendjemanden oder irgendetwas sei. Es sei aber an der Zeit, dass es im Marktrat wieder Mehrheiten gebe, in denen man Meinungen und Argumente austauschen könne. Stangl erinnerte an die lange Geschichte der ÜPW und betonte, dass man diese Tradition fortsetzen wolle.

„Markt benötigt neuen Schwung“

Für die Schwarzenfelder Siedlergemeinschaft, die den Bürgermeisterkandidaten Neumeier unterstützt, forderte deren Sprecher Hans-Peter Hierl ebenfalls eine Korrektur der Mehrheitsverhältnisse im Marktrat. Bernhard Vogl von der Schwarzenfelder Wählergruppe, die sich ebenfalls für Bürgermeisterkandidaten Neumeier stark macht, äußerte, dass der Markt neuen Schwung benötige und den Mut aufbringen müsse, neue Wege zu beschreiten.

Vogl stellte klar, dass die provisorische Lösung wegen des Schwerlastverkehrs durch Kögl auf Initiative der Bürger zustande gekommen sei. „ÜPW-Altmeister“ Manfred Müller stellte im Rahmen seines Rückblicks auf die letzten sechs Jahre Marktratsarbeit fest, dass Schwarzenfeld an Image verloren habe und sich mit Kultur schwertue. Es würden ein Ortsheimatpfleger sowie Jugend- und Seniorenbeauftragte fehlen. Sorgen bereite ihm auch die Entwicklung der Kläranlage; Müller fragte in diesem Zusammenhang nach dem zukünftigem Betreiber und der Kostenentwicklung.

Der Landratskandidat der Freien Wähler, Jürgen Neuber, stellte sich den Schwarzenfeldern vor und nannte als mögliche Schwerpunkte die DSL-Versorgung, die Jugendhilfe und die Bildung im Landkreis Schwandorf. ÜPW-Markträtin Gabriele Wittleben präsentierte im Anschluss die Kandidaten für die Kommunalwahl 2014.

Bürgermeisterkandidat Peter Neumeier sprach sich gegen absolute Mehrheiten in kommunalen Gremien aus. Sein Ziel sei es, alte Vorgehensweisen aufzubrechen und sich auch unbequemen Entscheidungen zu stellen. Schwarzenfeld habe viele gute Standortfaktoren, über die es sich zu reden lohne. In Bezug auf die Gewerbeansiedlung müsse der Markt endlich wieder Fahrt aufnehmen, neue Gewerbegebiete an der A 93 ausweisen und einen Ansprechpartner im Rathaus benennen, der aktive Wirtschaftsförderung betreibe.

Zum „Neustart mit Neumeier“ gehören für ihn auch eine aktive Bürgerbeteiligung und die Verbesserung der Kommunikation durch Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle im Internet. Neumeier erinnerte an die oft chaotische Verkehrssituation beim Platz am Kreuz, die es zu beseitigen gelte. Die Elektrifizierung der Bahn müsse der Markt in punkto Lärmschutz und Bahnunterführung zu seinem Vorteil nutzen. Die Lösung für die Ortskernsanierung sieht Peter Neumeier in der Beseitigung der Leerstände, der städtebaulichen Nutzung des früheren Brauereiareals und der bedarfsgerechten Sanierung der Miesbergallee. Zudem müsse auch ausreichender Mietwohnraum für junge Leute geschaffen werden, die Schule bedürfe der Sanierung, und der Lärmschutz müsse verbessert werden.

Geruchsproblem endlich angehen

Neumeier begrüßte die Expansion der Milchwerke, forderte aber zugleich, das Geruchsproblem endlich anzugehen. Trotz einer notwendigen, rund 20 Millionen Euro teuren neuen Kläranlage müsse man die Gebühren für die Bürger so gering wie möglich halten. Die Umwidmung der Tonabbaufläche gegenüber dem Milchwerk in ein Gewerbegebiet sei eine Lösung der Verkehrsprobleme in diesem Bereich, sagte Neumeier.

Zur Kulturförderung führte er an, dass man wieder neue Ideen für den „Schwarzenfelder Musiksommer“ brauche, einen Ortsheimatpfleger und Fremdenführer installieren und Naherholung sowie Tourismus intensiv fördern müsse. Bürgermeisterkandidat Neumeier will nach seinen Aussagen ein kommunales Energiemanagement einführen, Wärme aus Industrieabwässern nutzen und ein Blockheizkraftwerk für öffentliche Gebäude errichten. (sxu)

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