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ÜPW will den Bürgermeister stellen

Peter Neumeier, im Moment 2. Bürgermeister des Marktes Schwarzenfeld, tritt 2020 zur Bürgermeisterwahl an.
Von Max Schmid

Die Fraktion ÜPW und FW wählte eine neue Vorstandschaft, die auch zukünftig von Bernd Stangl (5.v.l.) geleitet wird. Peter Neumeier (3.v.r.) soll als Bürgermeisterkandidat nominiert werden.  Foto: smx
Die Fraktion ÜPW und FW wählte eine neue Vorstandschaft, die auch zukünftig von Bernd Stangl (5.v.l.) geleitet wird. Peter Neumeier (3.v.r.) soll als Bürgermeisterkandidat nominiert werden. Foto: smx

Schwarzenfeld.Peter Neumeier, derzeit 2. Bürgermeister des Marktes, will im kommenden Jahr für den Posten des 1. Bürgermeisters kandidieren. Die Nominierung wird am 9. Januar 2020 durchgeführt. Bürgermeister Manfred Rodde von der CSU wird bei den Kommunalwahlen 2020 nicht mehr antreten. Die ÜPW rechnet sich dabei gute Chancen aus, auch die Mehrheit im Marktrat zu erreichen.

Bei der Jahresversammlung in der Sportpark-Gaststätte berichtete ÜPW-Vorsitzender Bernd Stangl von einem „ruhigen Verlauf“; es sei nicht viel Aufregendes passiert. Man habe sich an der Kreisversammlung der FW und bei den Plakataktionen im vergangenen Jahr beteiligt.

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Noch hat sich keine Partei im Ort offiziell über ihre Bürgermeisterkandidaten geäußert. Potenzielle Kandidaten gäbe es aber.

Marktrat Manfred Bäumler berichtete von der Arbeit des Marktgemeinderats. Zum Sitzungsklima führte Bäumler aus, dass die Tagesordnungspunkte angestrengt diskutiert wurden; unsachliche Debatten habe es nicht gegeben. Beschlüsse habe man mit Blick auf das Machbare und Erforderliche zugunsten der Bürger entschieden. Im Rekordhaushalt von 29,7 Millionen Euro stehen die Schulsanierung und das Thema Wasserversorgung im Fokus. Andere Themen wie Hochbehälter, Gewerbegebiet West, Bauhofauslagerung oder Atemschutzwerkstatt, die teilweise in vergangenen Wahlperioden zurückreichen, haben den Marktrat nun massiv eingeholt und extrem gefordert, sagte Bäumler. Nicht selten habe man bei Anfragen vom amtierenden Bürgermeister hören müssen „Was sollen wir denn noch alles machen?“

Informationspolitik kritisiert

Bäumler nannte als Beispiele den Leerstand bei Geschäften, die Ausweisung eines Baugebietes oder die Sanierung der Miesbergallee. Ein Antrag zur Erfassung des Bedarfs bei Kinderhorten warte bis heute auf die Bearbeitung. Er stellte zudem die Frage, ob die Verwaltung personell ausreichend ausgestattet sei und ob Veränderungen bei den Arbeitsprozessen zum Erfolg führen würden.

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Der Redner kritisierte die Informationspolitik im Marktrat: Nicht selten würden die Räte Neuigkeiten aus der Tagespresse erfahren. Manfred Bäumler verwies auch auf Erfolge seiner Partei: Man habe sich der Themen Seniorenbeauftragte, Jugendbeirat sowie Parcour-Anlage angenommen und das 1000-jährige Jubiläum des Marktes mitorganisiert. Ziel der Kommunalwahl 2020 müsse es sein, die „Freie Fraktion“ mit einem starken Ergebnis auszustatten.

Neuwahl

  • Ergebnis:

    Vorsitzender Bernd Stangl wurde im Amt bestätigt. Zu Stellvertretern wählte man Gabi Wittleben und Peter Neumeier, Schriftführer wurde Manfred Bäumler, Kassier Peter Neidl, Kassenprüfer Margot Stürzer und Christian Benoist, Beisitzer sind Brigitte Schießl, Silvia Beck, Franz Eckert, Manfred Müller.

  • Marktrat:

    In der Fraktionsgemeinschaft haben sich ÜPW (fünf Räte), Siedlergemeinschaft (drei) und Schwarzenfelder Wählergruppe (zwei) zusammengeschlossen.

Vorsitzender Stangl informierte über Vorgespräche zur Listenbesetzung, ohne allerdings Namen zu nennen. Die fünf ÜPW-Markträte würden aber zur Wiederwahl antreten. Als Kandidaten für die Kreistagsliste habe man dem FW-Kreisverband Gabi Wittleben, Bernd Stangl, Brigitte Schießl, Silvia Beck und Josef Meier gemeldet.

„Die letzten Meter“ schaffen

Peter Neumeier erklärte sich nach Gesprächen mit Familie, Freunden und Partei bereit, für das Amt des 1. Bürgermeisters zu kandidieren. Seine Fraktion habe schon öfters um Mehrheiten gekämpft. Deshalb sei er davon überzeugt, dass im Vergleich zum 2014-er Wahlergebnis 2020 auch noch „die letzten Meter“ zu schaffen seien. Neumeier listete eine Reihe von „Megatrends“ auf, die nach Schwarzenfeld durchschlagen und mit denen man sich auseinandersetzen müsse. Als Beispiele nannte er die Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Mobilität in Zusammenhang mit erneuerbaren Energien und die Bereiche Wohnen, Nahverkehr und Kinderbetreuung.

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