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Engagement

Ukrainehelfer weilten bei Partnern in Turbov

Ein Hilfskonvoi aus Bruck belieferte ein Altenheim und ein Krankenhaus in der Zentralukraine mit Hilfsgütern.

Die Brucker Ukrainehelfer spendeten dem Altenheim in Nova Hreblya einen Gefrierschrank.  Foto: Georg Mehltretter
Die Brucker Ukrainehelfer spendeten dem Altenheim in Nova Hreblya einen Gefrierschrank. Foto: Georg Mehltretter

Bruck.Sieben Mitglieder des Ukrainehilfevereins Bruck haben bereits im letzten Monat wieder einen Hilfskonvoi erfolgreich in die zentralukrainische Kleinstadt Turbov gebracht. Es war der 24. Konvoi seit Bestehen des Vereins und nach einem Jahr Pause wieder ein wichtiger Meilenstein in der Vereinshistorie. „Nachdem wir im letzten Jahr aufgrund Personalmangels leider keinen Transport durchführen konnten, war es umso wichtiger, dass wir dieses Jahr wieder bei unseren Partnern vor Ort waren“, erklärte 2. Vorsitzende Georg Mehltretter die Lage. Und die Partner vor Ort empfingen die Brucker mit offenen Armen.

Auf die zweitägige Reise hatten die Ehrenämtler unter anderem Bettwäsche, Kinderkleidung, Hygieneartikel sowie Windeln für die Insassen des Altenheims im Nachbarort Nova Hreblya mitgenommen. „Zu unserer großen Verwunderung wurden die Senioren-Windeln mit Kusshand genommen, da diese vor Ort nicht ohne Weiteres zu bekommen sind.“, so der 2. Vorsitzende weiter. Vor Ort besorgten die Brucker noch eine Gefriertruhe und einen Kühlschrank für das Altenheim, da die vorhandenen Geräte vor Ort defekt waren und das eingelagerte Gemüse und Fleisch zu verderben drohte.

Das Altenheim hat seit zwei Jahren eine neue Leitung, die kräftig anpackt und die Sanierung des Gebäudes in Angriff nimmt. Erste Erfolge sind bereits sichtbar: „Die Fenster, Sanitäreinrichtungen sowie die Zimmer der Bewohner werden nach und nach erneuert“, berichtet Mehltretter weiter. Dabei geschehe Vieles in Eigenleistung, da die staatliche Förderung nur sehr gering sei. Beim nächsten Zwischenstopp im Krankenhaus von Turbov lieferten die Brucker unter anderem mitgebrachtes Verbandsmaterial, Bandagen sowie Gehhilfen ab.

Auch die Spenden der Kloster-Apotheke in Cham wurden an die entsprechenden behandelnden Ärzte verteilt. Der Bedarf an medizinischer Ausrüstung ist nach wie vor sehr groß. Vor allem Blutzuckermessgeräte werden händeringend benötigt. Ganz oben auf der Wunschliste steht jedoch ein Ultraschallgerät.

Generell gesehen sind die Brucker mit dem diesjährigen Konvoi rundum zufrieden: „Die Einreise haben wir in einer Rekordzeit von nur drei Stunden absolviert“, erzählt Georg Mehltretter mit einem kleinen Lächeln auf dem Gesicht. Ob dies schon die positiven Auswirkungen der Westanbindung der Ukraine sind oder erste Erfolge der aktiven Maßnahmen gegen die nach wie vor grassierende Korruption, ist schwer einzuschätzen. Auf jeden Fall blicken die Menschen nach den schweren Jahren wieder etwa zuversichtlicher in die Zukunft, so die Brucker Helfer.

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