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Region Schwandorf
Donnerstag, 26. April 2018 15° 3

Nominierung

Umfragewerte beflügeln Kreis-Grüne

Mit Benjamin Quaas als Direktkandidat gehen die Grünen im Landkreis in den Wahlkampf für den Bayerischen Landtag.
von Ingrid Hirsch

Die Fraktionsvorsitzende im Regensburger Stadtrat, Margit Kunc, Franziska Wünsch, Elisabeth Bauer, Marion Juniec-Möller, Tina Winklmann und Benjamin Quaas (von links) eröffneten bei der Nominierungsversammlung den Landtagswahlkampf.Foto: xih

Schwandorf. Der 30-jährige Benjamin Quaas aus Saltendorf bewirbt sich für die Partei Bündnis 90/Die Grünen um das Direktmandat für den bayerischen Landtag im Stimmkreis Schwandorf. Für den Bezirkstag kandidiert die Schwandorfer Kreis- und Stadträtin Marion Juniec-Möller (53). Über die Liste wollen es Tina Winklmann (Landtag) und Franziska Wünsch (Bezirkstag) versuchen.

„Die guten Umfragewerte stärken uns den Rücken“, sagte Benjamin Quaas bei der Nominierungsversammlung am Freitag in der Schmidt-Bräu-Gaststätte. Von diesem Trend möchte der Geograph am Amt für ländliche Entwicklung profitieren.

Der Vater von drei Kindern stammt aus Dresden, stuft sich selbst als konservativ ein, hat im Landkreis Schwandorf eine neue Heimat gefunden und setzt sich für „eine nachhaltige Politik zur Stärkung des ländlichen Raumes“ ein.

Dem Grünen-Kandidaten liegen Umwelt und Naturschutz am Herzen. Er will seinen Beitrag dazu leisten, um die Naturlandschaft und die bäuerliche Landwirtschaft zu erhalten. Infrastruktur, Energieversorgung und Glasfaserausbau sind weitere Themen, die Benjamin Quaas im Wahlkampf ansprechen möchte. Bei der Ausweisung von Bauland sollten die Gemeinden stärker zusammenarbeiten, wünscht sich der Grünen-Politiker.

Benjamin Quaas ist neu im politischen Geschäft, Bezirkstagskandidatin Marion Juniec-Möller dagegen ein bekanntes Gesicht. Die 53-jährige Finanzbeamtin hat sich nicht nur durch ihre Politik im Stadtrat und Kreistag einen Namen gemacht, sondern auch durch ihr Engagement bei diversen Bürgerbegehren. „Mich haben schon immer Frauenthemen bewegt“, versichert die zweifache Mutter, die ihr Elternhaus als „eher konservativ“ beschreibt.

In der Pflege geht für Marion Juniec-Möller „ambulant vor stationär“. Sie wünscht sich mehr Unterstützung für pflegende Angehörige sowie mehr Anerkennung der Pflegeberufe in der Öffentlichkeit, bessere Arbeitsbedingungen und eine höhere Bezahlung. Alleine von der Wertschätzung könne eine Pflegekraft nicht leben, so Juniec-Möller.

„Grüne Politik“ leiste ihrer Meinung nach einen Beitrag, „der das Leben vor Ort besser macht“. Sie kritisiert „den Hass und die Hetze“ in den sozialen Netzwerken und sieht darin kein geeignetes Mittel der Problemlösung.

Beim letzten Mal kandidierte Tina Winklmann (Burglengenfeld) für den Bundestag, diesmal bewirbt sie sich auf der Liste um ein Mandat im Landtag. „Unser Ziel ist ein gutes Ergebnis für die Partei“, erklärt die Kreisvorsitzende.

Dazu will auch Franziska Wünsch (Schwandorf) als Listenkandidatin für den Bezirkstag ihren Beitrag leisten.

Gegen Flächenfraß

  • Betriebsansiedlung:

    Kreisvorsitzende Tina Winklmann kandidierte im vergangenen Jahr für den Bundestag und bewirbt sich heuer um einen Sitz im Landtag. Sie fordert eine stärkere interkommunale Zusammenarbeit bei der Ansiedlung neuer Betriebe.

  • Artenvielfalt:

    In keinem anderen Regierungsbezirk würden Zersiedelung und Flächenfraß solche Blüten treiben wie in der Oberpfalz. Diese Politik zerstöre nicht nur wertvolle Landschaft, sondern auch die Artenvielfalt von Tieren und Pflanzen. Die Landtagskandidatin aus Wackersdorf wünscht sich „attraktive Innenstädte“ und keine Zerstückelung der Landschaft durch Supermärkte, Betriebshallen und Stromtrassen, „die wir nicht brauchen“. (xih)

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