mz_logo

Region Schwandorf
Sonntag, 23. September 2018 22° 7

Studie

Umgehung: Lärmschutz würde sich verbessern

Bürgerinitiativen erhielten Informationen über die geplante Trassenführung. Ziel ist es, die Innenstädte zu entlasten.

Rechts vom Eselweiher (links) würde die Trasse in Richtung Eckstein und Kreisstraße SAD 1 verlaufen.

TEUBLITZ. Bei einer Veranstaltung am Dienstagabend informierte die Stadt erstmals „halb-öffentlich“ zum Thema „Umgehungsstraße für das Städtedreieck“. In den Unterrichtsraum des Feuerwehrgerätehauses waren von Bürgermeisterin Maria Steger die beiden Teublitzer Bürgerinitiativen „BIGTUT“ und „BVIT“ geladen. Ohne Einladung mit dabei waren Vertreter der Maxhütter Bürgerinitiative „Alex sagt nein“, die für Samstag ihr offizielles Gründungstreffen anberaumt hat. Dipl.-Ing. (FH) Theo Preihsl verteidigte die bereits bekannt gewordene Trassenführung und sagte, dass der Lärmschutz dadurch für Anwohner verbessert werde.

Preihsl erläuterte den 70 Zuhörern die von den drei Städten Teublitz, Maxhütte-Haidhof, Burglengenfeld und dem Landkreis in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zum Thema „Überörtliches Verkehrskonzept im Städtedreieck“. Ziel des Konzepts sei es, den Schwerlastverkehr aus den Innenstädten und Wohngebieten zu verbannen. Neben den früheren acht Trassen wurden durch Preihls Büro weitere sechs Trassen ermittelt und nach festgelegten Kriterien beurteilt. Nachdem in alle Richtungen abgewägt und beurteilt worden war, habe die jetzige Trasse alle Vorgaben erfüllt. Burglengenfeld forderte zum Beispiel die Fortführung der Umgehungsstraße in Richtung Autobahn, die Entlastung der Innenstadt (derzeit rund 10500 Kraftfahrzeuge pro Tag) sowie insbesondere die Entlastung des Stadtteiles Wölland und der Burglengenfelder Vorstadt vom Schwerlastverkehr.

Maxhütte-Haidhof fordert die Verbannung des Schwerlastverkehrs aus dem Innenstadtbereich sowie eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs (derzeit 9500 Fahrzeuge pro Tag am Rathaus) und die Entlastung der Straße von und nach Verau wegen der Verfüllung der Tongrube. Teublitz fordert ebenfalls die Entlastung der Innenstadt vom Schwerverkehr sowie eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs (rund 16 100 Fahrzeuge pro Tag), die Nichttrennung des Weihergebietes (Beachtung des Bürgerentscheids), die Beachtung des Hochwasserschutzes östlich von Teublitz kommend (Schwarzer Berg) und ebenfalls die Entlastung der Straße von und nach Verau wegen der Verfüllung der Tongrube (Dauer eventuell rund 20 Jahre).

Die geplante Trasse beginnt am jetzigen Ende der Umgehungsstraße in Burglengenfeld beim NAC und führt weiter über die freie Fläche bis zur SAD 8 (rund 125 Meter östlich von Haugshöhe). Die Fuhrtalstraße in Burglengenfeld wird mit einem Brückenbauwerk über die neue Straße geführt. Östlich der Haugshöhe mündet die Umgehung dann in die Kreisstraße SAD 8 hinunter zum Alexanderplatz. Auf halber Höhe werde auch eine Aus- und Auffahrt für die „Neue Mitte Städtedreieck“ geplant. Am Alexanderplatz soll ein großer Kreisverkehr entstehen mit Ausfahrten nach Teublitz, zur neuen Umgehungsstraße und nach Maxhütte-Haidhof. Geplant ist dort eventuell noch eine Ausfahrt in südlicher Richtung durch das Abbaugebiet von Ton- und Schamottewerk mit Anbindung an die B 15.

Preihsl wies im Zusammenhang mit der Lärmbelästigung für die Hugo-Geiger-Siedlung und Koppenlohe auch daraufhin, dass derzeit schon rund 9500 Fahrzeuge täglich die Straße von Teublitz zum Alexanderplatz und zurück benutzen. Künftig wäre hier ein Lärmschutz vorgesehen

Die Planung sieht dann die Weiterführung der neuen Trasse vom Alexanderplatz zum Tor 1 der Firma Läpple, dann weiter entlang der jetzigen Läpple-Mauer und zwischen der Läpple-Ausbildungsstätte und dem Stadtteil Ziegelholz bzw. der Firma Thyssen, vor. Zum Stadtteil Ziegelholz wäre an der engsten Stelle ein Mindestabstand von 35 Metern vorhanden.

Durch die gebauten Lärmschutzmaßnahmen, so Preihsl, wäre ein besserer Lärmschutz gewährleistet als bisher gegenüber dem Lärm eines Industriegebietes. Die Trasse führt dann weiter über das Bahngelände und die zu verfüllende Tongrube über die Straße nach Verau. Dort an der Kreuzung der Verauer Straße könnte eine Ab- und Auffahrt insbesondere für den Schwerlastverkehr zur Tonverfüllung erfolgen. Damit wäre auch die Forderung nach Entlastung der Straße von und nach Verau Rechnung getragen. Auf Höhe Ziegelholz erfolgt eine Abfahrt für die Firmen Läpple und Thyssen. Der zu- und abfahrende Schwerverkehr zum Industriegebiet könnte nicht mehr über die Schwandorfer Straße erfolgen.

Nach der Verauer Straße führt die neue Straße dann östlich des Eselweihers (Naturvorbehaltsgebiet), vorbei am „Eckstein“ und hinüber zur Kreisstraße SAD 1 (auf Höhe Bäckerfelder mit vorgesehenem Teublitzer Gewerbegebiet) und mündet hier in einen Kreisverkehr. Dort mündet dann auch die Straße von der Autobahn und aus Teublitz kommend ein. Die Trasse führt dann weiter in nördlicher Richtung durch das Waldgebiet „Rosnerschlag“ und mündet bei der „Holzspitze“ in die B 15. Die Kosten für das gesamte Bauwerk bezifferte Preihsl auf rund elf Millionen Euro, ohne Grunderwerb- und Ablösungskosten (Tonvorranggebiet). (bat)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht