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Region Schwandorf
Dienstag, 19. Juni 2018 23° 4

Verkehr

Umleitungen sind notwendig

Im Abschnitt zwischen Oberviechtach und der Landkreisgrenze Schwandorf/Cham wird die Bundesstraße 22 instand gesetzt.
Von Ralf Gohlke

Kurz hinter der Kreuzung Nunzenried-Johannisberg endet die Ostmarkstraße derzeit sehr abrupt. Grund ist eine Baustelle der MERO. Fotos: R. Gohlke
Kurz hinter der Kreuzung Nunzenried-Johannisberg endet die Ostmarkstraße derzeit sehr abrupt. Grund ist eine Baustelle der MERO. Fotos: R. Gohlke

Oberviechtach.Die Bundesstraße 22 verläuft zwischen Erbendorf und Cham als ein Teil der Bayerischen Ostmarkstraße, die 1938 vollendet wurde. Seinerzeit wurde sie aus militärstrategischen Gründen parallel zur damaligen deutsch-tschechoslowakischen Grenze erbaut und war zugleich die erste, für Kraftfahrzeuge geeignete Nord-Süd-Verbindungsstraße, die durch den Oberpfälzer Wald führte. Trotz des Baus der Autobahn hat sie an ihrer Bedeutung als „Nord-Süd-Achse“ kaum etwas eingebüßt.

Die Totalsperrung der B22 wird voraussichtlich sieben Wochen dauern.
Die Totalsperrung der B22 wird voraussichtlich sieben Wochen dauern.

Das wird seit Anfang März besonders deutlich, da aufgrund dringend erforderlicher Sanierungsarbeiten im Bereich des Landkreises Schwandorf zunächst Geschwindigkeitsbeschränkungen und Ampelreglungen erforderlich wurden. Seit vergangenen Montag werden die weiteren Arbeiten nun unter Vollsperrung fortgeführt.

Umleitungen greifen allmählich

Seitdem herrscht dichter Verkehr auf den zum Teil sehr engen Umleitungsstrecken und im Stadtbereich von Oberviechtach und den umliegenden Ortschaften. „Der Verkehr wird weiträumig von Cham kommend ab Rötz über die Staatsstraße 2151 über Neunburg zur Anschlussstelle Schwarzenfeld der A 93 geleitet. Von Weiden kommend wird der Verkehr ab Wieselrieth über die A 6 zum Kreuz Oberpfälzer Wald und weiter über die Anschlussstelle Schwandorf-Mitte nach Cham geführt“, erläuterte noch einmal Gottfried Weishäupl vom Straßenbauamt Amberg-Sulzbach.  

Die Baustelle neben der B22, an der Eigelsberger Kreuzung, die mit einer Ampelanlage geregelt wird, gehört nicht zum Sanierungspaket der Bundesstraße.
Die Baustelle neben der B22, an der Eigelsberger Kreuzung, die mit einer Ampelanlage geregelt wird, gehört nicht zum Sanierungspaket der Bundesstraße.

Die Umleitungen für den kleinräumigen Verkehr seien zwischen Oberviechtach und Winklarn beziehungsweise Rötz  über Lind, Schneeberg, Winklarn, Muschenried, Heinrichskirchen, und Pillmersried eingerichtet. Die Zufahrt nach Oberviechtach, von Norden kommend, erfolge über Teunz. „In einigen Bereichen haben wir bereits nachgebessert“, erklärte der örtliche Bauleiter, Manfred Dirscherl. Inzwischen sei auch der Lkw-Verkehr schon geringer geworden, waren sich die Beteiligten beim „ Jour fixe“ in Winklarn sicher.

Einer der Gründe für die Maßnahme war laut Weishäupl der Zustand der Brückenbauwerke, insbesondere der Sichtmauern aus Granitsteinen. Um sie den modernen Anforderungen als echtes Stützmauerwerk anzupassen, sei der Einzug von Betonschutzwänden und Stahlschutzplanken erforderlich gewesen.

Ähnliches galt auch die Bankette, an denen Verstärkungen zur Verankerung der Schutzplanken dringend notwendig waren. Im Zuge der Gesamtmaßnahme seien auch bereits Zufahrten und Durchlässe den aktuell gültigen Normen angepasst worden. Ferner wurden Linksabbiegespuren verbreitert und die Bushaltebuchten barrierefrei gestaltet.

Ab 23. Mai wird gefräst

Zwei Baustellen seien in die Arbeiten integriert worden, die aber eigentlich unabhängig von den Sanierungsarbeiten wären. Dazu gehöre die Erneuerung der Wasser- und Kanalleitung der Stadt Oberviechtach im Bereich der „Eigelsberger Kreuzung“, die unter der B22 verlaufe. „Bis auf ein oder zwei Tage für die Deckenarbeiten ist an der Stelle die Zufahrt in Richtung Neunburg offen“, erklärte Ralph Schmid von der Firma Huber.

Die Brückengeländer aus der Vorkriegszeit müssen den Anforderungen schwererer Fahrzeuge und den aktuell gültigen Baubestimmungen angepasst werden.
Die Brückengeländer aus der Vorkriegszeit müssen den Anforderungen schwererer Fahrzeuge und den aktuell gültigen Baubestimmungen angepasst werden.

Vollkommen „abgeschnitten“ ist die Ostmarkstraße dagegen südlich von Konatsried. Dort nutzten die Betreiber der Rohölpipeline „MERO“ die Gelegenheit, eine leichte Beschädigung der Rohrisolierung, die schon beim Bau entstanden war, auszubessern. „Die Maßnahme trägt in erster Linie zur Verlängerung der Lebensdauer bei, die Sicherheit haben wir durch andere Maßnahmen voll im Griff“, sagte Wolfgang Thalmeier von der technischen Instandhaltung.

Einige technische Details nannte auch Gottfried Weishäupl für den Ausbau der Bundesstraße, der auf einer Länge von knapp 9,4 Kilometern erfolgen werde. Allein die Deckschicht umfasse etwa 83 000 Quadratmeter. Die Kosten für die gesamte Maßnahme beliefen sich auf rund 2.6 Millionen Euro.

Die Haltebuchten für den Omnibusverkehr entlang der Bundesstraße wurden erweitert.
Die Haltebuchten für den Omnibusverkehr entlang der Bundesstraße wurden erweitert.

Ralf Schmid stellte fest, dass voraussichtlich ab dem 23. Mai mit den Fräsarbeiten begonnen werden, die etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen werden. Nach den notwendigen Reinigungs- und Schichtverbundarbeiten erfolgten im Anschluss die Asphaltierung. Auch alle Markierungsarbeiten würden, aus Sicherheitsgründen noch unter Vollsperrung ausgeführt.


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