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Bauausschuss

Umweltschutz am Großen Hausweiher

Die Gemeinde Wackersdorf füllt mit mehreren Maßnahmen an dem angepachteten Gewässer ihr Ökokonto auf.
Von Johann Ippisch

Für die Auffüllung des Ökokontos begaben sich die Mitglieder des Bauausschusses mit Bürgermeister Thomas Falter in die Natur, wo diverse Umsetzungsmaßnahmen beim Großen Hausweiher erläutert wurden. Foto: sjj
Für die Auffüllung des Ökokontos begaben sich die Mitglieder des Bauausschusses mit Bürgermeister Thomas Falter in die Natur, wo diverse Umsetzungsmaßnahmen beim Großen Hausweiher erläutert wurden. Foto: sjj

Wackersdorf. Punkte sammeln muss die Gemeinde zu Gunsten des sogenannten Ökokontos. Die Mitglieder des Bauausschusses trafen sich deshalb am Großen Hausweiher, der im Charlottenhofer Weihergebiet liegt und als Naturschutz-, FHH- (nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie) und SPA-Gebiet (Vogelschutz-Gebiete „Special Protection Areas“) ausgewiesen ist.

Die stellvertretende Bauamtsleiterin Elke Mandl-Kimmer stellte hierbei ein Umsetzungskonzept für Maßnahmen zur Aufwertung durch eine Extensivierung der Bewirtschaftung sowie die Renaturierung des Großen Hausweihers vor. Die diversen Maßnahmen schlagen sich positiv zugunsten des Ökokontos nieder.

Als Umsetzungsmaßnahmen sieht das Konzept z. B. die Ausholzung am Weiherdamm, das Einbringen von Sand-Inseln in den ca. 20 Hektar großen Weiher, Anbringen von Nisthilfen für den Eisvogel, Ufergestaltung, Verzicht auf Düngung usw. vor. Auch der Fischbesatz bei Karpfen und Schleien wurde bereits reduziert. Das gesamte Umsetzungskonzept wurde mit der Höheren Naturschutzbehörde detailliert abgestimmt. Der Große Hausweiher ist von der Gemeinde angepachtet.

Im Rahmen der Befahrung wurde vom Bauausschuss auch der Friedhof angesteuert, wo es um weitere Standplätze für Urnenstelen ging. Hierbei wurden von 1. Bürgermeister Thomas Falter zwei potenzielle Orte vorgestellt: im westlichen, oberen Bereich des Friedhofes sowie unmittelbar unter der Leichenhalle. Damit würden 24 weitere Urnengräber, die Platz für maximal vier Urnen bieten, zur Verfügung stehen. Der Beschluss hierzu wurde gefasst. Etwas kritischer wurde der Antrag auf Aufstellung eines Imbisswagens auf dem oberen Friedhofparkplatz unterhalb der Friedhofstraße betrachtet. Dieser würde zu viel Parkplätze wegnehmen. Zudem stehen Möglichkeiten für die Abwasserentsorgung nicht zur Verfügung bzw. entsprechende Bauarbeiten hierfür wären notwendig. Sowohl Wasser- und Stromanschluss und Kosten für die Abwasserentsorgung wären vom Antragsteller zu tragen. Der Bauausschuss sah lediglich im unteren Bereich der Friedhofsparkplätze die Möglichkeit der Aufstellung von einem Imbisswagen. Die Entscheidung hierzu liegt nun bei dem Antragsteller.

Im weiteren Verlauf der Bauausschusssitzung, die nach der Befahrung in den Sitzungssaal verlegt wurde, wurde der Bauantrag der Firma Eckart-Werke genehmigt. Dieser sieht die Erweiterung des sog. Lagerzeltes von 9 mal 15,38 Meter vor. Auch dem Antrag für Segway-Touren rund um den Murner See wurde wieder stattgegeben. Nachdem diese Erlaubnis in der Vergangenheit nur für zwei Jahre genehmigt war, wurde diese für zwei weitere Jahre bis einschließlich 2019 befürwortet. Selbstverständlich ist eine gegenseitige Rücksichtnahme von Fußgängern, Radfahrern und auch der Segway-Nutzer notwendig, betonte Bürgermeister Falter.

Auch die farbliche Gestaltung der Außenfassade des Funktionsgebäudes am Holzberg, das sich in Bau befindet, fiel einstimmig aus. In der Farbgestaltung weiß-blau spiegeln sich die Vereinsfarben des Turnvereins Glück Auf sowie die der Gemeinde wieder.

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