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Unterauerbacher stolz auf ihre Kirche

Die Pfarrei feierte den 100. Weihetag der Pfarrkirche mit einem Festgottesdienst. Für einen Dämpfer sorgte nur Corona.
Von Anton Grabinger

Hoch über dem Auerbachtal erstrahlt die St. Nikolauskirche.
Hoch über dem Auerbachtal erstrahlt die St. Nikolauskirche. Foto: Anton Grabinger

Unterauerbach.Feierliches Glockengeläut begleitete die Pfarrangehörigen der Pfarrei St. Nikolaus am Sonntagvormittag zum Festgottesdienst. Der weiß-blaue Himmel, Sonnenschein, die Fahne in den Kirchenfarben weiß und gelb vor der Kirche wehte weithin sichtbar. Alles war wunderbar bereitet zum 100-jährigen Weihejubiläum der Pfarrkirche. Nur ein Virus sorgte für einen Dämpfer; war doch der bereits zugesagte Besuch des Regensburger Diözesanbischofs Rudolf Voderholzer den immer noch geltenden Corona-Beschränkungen zum Opfer gefallen.

War es so auch kein Pontifikalgottesdienst, so war der gut besuchte Festgottesdienst, zelebriert von Pfarrer Walter Hofmann, ein schönes Fest der ganzen Pfarrfamilie. Das im Anschluss an den Gottesdienst geplante Pfarrfest und die Beteiligung der kirchlichen und weltlichen Vereine und die musikalische Gestaltung durch die Blaskapelle Auerbachtal mussten entfallen.

Weder Festzug noch Blaskapelle

Festlich geschmückt war St. Nikolaus auch im Innenraum der Kirche: Fahne, Blumenschmuck und Kerzenschein ließen die Kirche in besonderem Glanz erscheinen, als Pfarrer Hofmann mit vier Ministranten (erstmalig seit Mitte März) unter Orgelklängen in die Kirche einzog. „Ein Haus voll Glorie schauet“, „aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand“, erklang es passend zum Anlass. Pfarrer Walter Hofmann ging in seiner Ansprache zum Beginn und in seiner Predigt auf den Festtag ein. Auch er hatte es sich anders vorgestellt. Alle Ministranten, großer Festzug, Blaskapelle Auerbachtal, nach 100 Jahren wieder eine Firmung in der St. Nikolauskirche, Treffen der ehemaligen Auerbachtaler, Bischofsbesuch und ein Pfarrfest in der idyllischen Atmosphäre des Parrgartens. „Und doch….- wir feiern! Nehmen wir es als Chance!“, meinte er.

Jubiläum bedeute feiern, innehalten und den Sinn des Lebens deuten, sich motivieren zum Nachdenken. Der 100. Weihetag wurde aus drei zeitlichen Blickrichtungen verdeutlicht. Was hat die Menschen vor hundert Jahren bewegt, diese Kirche zu bauen. Welchen Beitrag leisten die Gläubigen heute? Und wie kann weitergeführt werden, was damals begonnen wurde. Pfarrer Walter Hofmann dankte den Menschen, die den Bau geplant und durchgeführt haben, aber auch denen, die die Kirche erhalten und pflegen.

Glückwunsch

  • Kommune:

    Seitens der Gemeinde Schwarzach bei Nabburg gratulierte Bürgermeister Franz Grabinger.

  • Rundfunk:

    Er wies auf das „Zwölf-Uhr-Läuten“ im Bayerischen Rundfunk hin, welches am 27. Dezember von der Nikolauskirche übertragen wird.

Erbauer waren Visionäre

Die Kirche biete Orientierung, Hoffnung und Zukunft. In der Festansprache wurden die Erbauer als Visionäre gelobt. Die Überzeugung der Menschen, im Glauben im Auerbachtal in Eintracht zu leben, waren Motive. Damals war das Lebens anders, schwerer, darauf ausgerichtet, die Familie zu ernähren. Es war nicht die Frage: Wohin geht der nächste Urlaub, sondern die Sicherstellung der Grundversorgung war im Fokus. Zwischen Grundsteinlegung und Weihe lag der Erste Weltkrieg. Die lebende Pfarrgemeinde macht die Pfarrkirche zu einer Schatzkammer. Es ist eine wunderschöne Kirche, die die Pfarrei mit Stolz erfüllen kann, schwärmte Pfarrer Walter Hofmann und hoffte, dass die Corona-Krise zum Nachdenken bringt und wieder mehr die tragenden Werte in den Mittelpunkt stellt.

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