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Unterricht in der Corona-Krise

Die Familie Teplitzky berichtet von ihren Erfahrungen mit der „Schule daheim“.
Georg Lang

Schule am Esstisch bei der Familie Teplitzky: Rosa, Benno und die Zwillinge Emil und Leo bei der Erfüllung ihres Wochenarbeitsplans der verschiedenen Fächer  Foto: Georg Lang
Schule am Esstisch bei der Familie Teplitzky: Rosa, Benno und die Zwillinge Emil und Leo bei der Erfüllung ihres Wochenarbeitsplans der verschiedenen Fächer Foto: Georg Lang

Oberviechtach.Schule findet seit Wochen zu Hause statt. Diese neue Unterrichtsform stellt Schulen und Familien vor Herausforderungen. Am Ortenburg-Gymnasium ist „Schule daheim“ allerdings ganz gut gelaufen bisher. Schulleitung und Eltern berichten von ihren Erfahrungen.

„Der Tag beginnt später, da die Kinder auch am Abend später zu Bett gehen“, sind Michael Teplitzkys Erfahrungen mit dem „Corona-Home-Schooling“. Er ist selbst Lehrer am Ortenburg-Gymnasium und hat vier Kinder. Zwei besuchen das Gymnasium, die Zwillinge Emil und Leo die 3. Klasse der Grundschule. Alle vier Kinder werden mit Wochenarbeitsplänen ihrer Klassenlehrer versorgt. „Die Pläne sind so hergerichtet, dass keine Über-, aber auch keine Unterforderung eintritt“, stellt der Vater fest. „Bei Fragen sind die Fachlehrer des Gymnasiums und die Klassenleiter an der Grundschule leicht erreichbar und geben gerne Hilfestellung“, ergänzt Mutter Verena Teplitzky.

An der Gesamtkonzeption der Wochenarbeitspläne des Ortenburg-Gymnasiums hat Studiendirektorin Silke Zettlmeißl maßgeblich mitgewirkt. Sie konnte hierbei auf ihre Erkenntnisse aus einem Arbeitskreis über „offene Unterrichtsformen“ aufbauen.

Am Ortenburg-Gymnasium erhalten die Schüler die Arbeitsaufträge über das digitale Infoportal des Schulmanagers. Nach einer Anpassung sind sie auch über die Homepage abrufbar. Mit anderen Lösungen habe man keine guten Erfahrungen gemacht, merkt Schulleiter Ludwig Pfeiffer an und plädiert uneingeschränkt für das am Ortenburg-Gymnasium entwickelte Konzept von „Schule daheim“.

Drei sehr übersichtlich gestaltete Info-Blätter der Schulleitung erleichtern die Umsetzung der Wochenarbeitspläne. Schüler, Eltern und Lehrer wurden hier bereits beim Einstieg kompakt und zielgerichtet auf den häuslichen Unterricht vorbereitet. Das System funktioniert grundsätzlich gut, wie zahlreiche Rückmeldungen von Eltern und Schülern an Oberstudiendirektor Ludwig Pfeiffer offenbaren.

Wie leicht oder wie schwer die Umsetzung vonstatten geht, hängt aber auch von der familiären Situation und von den beruflichen Verpflichtungen der Eltern ab. Auch die Qualität des häuslichen Internets und die Anzahl der familiären Computerarbeitsplätze spielen eine gewichtige Rolle.

Generell sind im getakteten Tagesablauf neben den schulischen Aufgaben auch sinnvolle Freizeitbeschäftigungen von enormer Bedeutung. In der Familie Teplitzky endet die schulische Arbeit in der Regel am Mittag. Nur in seltenen Fällen, wenn das Aufgabenpensum nicht geschafft wurde, muss am Nachmittag nachgearbeitet werden. „Aber dann sollen die Kinder raus!“ (glg)

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