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Region Schwandorf
Montag, 16. Juli 2018 27° 8

Vereine

„Urlauber sind Gäste und keine Fremden“

Nach der Fusion hat der „Tourismus- und Kulturverein Wackersdorf-Steinberg am See“ einen großen Ehrungsabend veranstaltet.

Die für 30 Jahre Mitgliedschaft Geehrten des fusionierten Tourismus- und Kulturvereins Foto: smx
Die für 30 Jahre Mitgliedschaft Geehrten des fusionierten Tourismus- und Kulturvereins Foto: smx

WACKERSDORF.Der Vorsitzende des neuen TUK, Anton Zizler begrüßte zum Ehrenabend zahlreiche Mitglieder sowie den Steinberger Bürgermeister Harald Bemmerl und stellvertretenden Landrat und Altbürgermeister Jakob Scharf. Dieser ließ die Geschichte der beiden früheren Fremdenverkehrsvereine (FVV) Revue passieren. Er sei froh über den Zusammenschluss, den er in seiner aktiven Zeit als Bürgermeister mehrfach vergeblich versucht habe. Ehemals hießen die Vereine noch „Fremdenverkehrsverein“ – ein schreckliches Wort, meinte Jakob Scharf, denn Urlauber seien Gäste und keine Fremden.

Die für 20 Jahre Mitgliedschaft Geehrten Foto: smx
Die für 20 Jahre Mitgliedschaft Geehrten Foto: smx

Motor der Vereinsgründung war Pfarrer Michael Gschwendtner, der damals auf viel Skepsis gestoßen sei, was Privatvermietungen betraf. Mit Vorsitzendem Josef Bittlinger und den „Männern und Frauen der ersten Stunde“ wurde der Verein in Steinberg gegründet, erste angekündigte Aktion war die Schaffung eines Badegewässers am Wasserloch. Aber schon damals hoffte man auf den Steinberger See zur Belebung des Fremdenverkehrs. Beklagt wurde, dass kein Wirt bereit war, das ganze Jahr über für Mittag- und Abendessen zu sorgen, ein Problem, mit dem noch heute teilweise gerungen werde, stellte Scharf fest.

Die Geehrten

  • 10 Jahre:

    Rosemarie Ankerl, Karl Baumer, Elisabeth und Johann Besenhardt, Edeltraud und Hans Bosch, Walter Butter, Luise Deiminger, Johann Delling, Alois Drexler sen. und jun., Peter Ecker, Marina und Josef Egartner, Josef Karl und Stephan Fritsch, Christian Gradl, Franz Grashiller, Ronald Groß, Sven Hiendl, Frieda Hinter, Dr. Andreas Karl, Ursula Kluhs-Friedl, Christian Lehnfeld, Hans Mandl, Joachim Muss, Bartholomäus Piendl, Gisela und Johann Reiger, Agnes Retzer, Johanna Ries, Carola Rohrwild, Dietrich Schmidt, Petra und Dr. Hartmut Schwarz, Elfriede Schwarzenberger, Josef Simbeck, Sabine Sommer, Josef Wiendl, Steffen Wild, Marianne und Anton Zizler;

  • 20 Jahre:

    Harald Bemmerl, Karlheinz und Martina Bösl, Bettina und Johann Bronold, Maria Götz, Josef Graf, Karlheinz Gruber, Johann Horbach, Hubert Koller, Manfred Lutter, Anne Scharf, Manfred Schneeberger, Josef Zitzler und die Wasserwacht-Ortsgruppe Steinberg am See;

  • 30 Jahre:

    Josef Beer, Josef Fenzl, Ludwig Gräf, Josef Haller, Alfred Jäger, Manfred Kimmerl, Johann Kraus, Carmen und Jürgen Maier, Gisela Meier, Luise und Bernd Mitschke, Sofia und Karl Pfeffer, Karl Pfeffer sen., Franz und Jakob Scharf, Johann Stangl, Burkhard Weber, Maria Wein, Mathilde Winter und Waldtraud Woppmann. (smx)

Die Gründung des FVV in Wackersdorf erfolgte auf Initiative von Rosemarie Wagner, als erste Maßnahme wurden Ruhebänke aufgestellt. Nach Höhen und Tiefen beklagte der scheidende Vorsitzende Hans Kraus 1986, dass man aus Mangel an Interesse der Bevölkerung über die Auflösung des Vereins diskutiert habe. In den 80er- Jahren erfolgte die Umbenennung in „Fremdenverkehrs- und Kulturverein“. Hinter der Schlagzeile „See als einzige Hoffnung für den Fremdenverkehr“ verbargen sich harte Auseinandersetzungen mit der regionalen Planungsstelle: Am Steinberger See wurde ein 500-Betten-Hotel geplant und am Murner See ebenfalls ein größeres Hotel. Damals standen sich Steinberg und Wackersdorf als Konkurrenten gegenüber, stellte der Redner fest.

Die für zehn Jahre Mitgliedschaft Geehrten Foto: smx
Die für zehn Jahre Mitgliedschaft Geehrten Foto: smx

1991 zog sich das Bayernwerk zurück, ein Jahr später erfolgte die Gründung der Werbegemeinschaft „Oberpfälzer Seenplatte“, der Steinberger Gemeinderat lehnte damals aber einen Beitritt ab, der 1994 aber doch erfolgte. Der Durchbruch zur Fremdenverkehrsgemeinde war so geschafft und in der Folge entstanden Museumslehrpfad, Seenrundweg und Freizeiteinrichtungen am Steinberger See. In den vergangenen 12 Jahren der Zusammenarbeit beider Vereine sei „unheimlich“ viel passiert, sagte Jakob Scharf unter Hinweis auf die Seefeste, Regatten, Bau von Parkplätzen und Aussichtsturm, Wasser-Fisch-Lehrpfad, Campingplatz oder Märchengarten.

Gemeinsam mit Bürgermeister Harald Bemmerl und stv. Landrat Jakob Scharf nahmen die beiden Vorsitzenden die Ehrungen vor. (smx)

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