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Polizei

Vandalen demolierten Kapelle und Marterl

Rowdys wüteten bei Maxhütte-Haidhof und warfen auch einen Jägersitz um. Die Täter konnten unerkannt flüchten.
Von Werner Artmann

Am Gedenkmarterl beim Berghof wurde das Kreuz ausgerissen die Stelle verwüstet. Die Ermittler sicherten die Spuren. Fotos: Artmann
Am Gedenkmarterl beim Berghof wurde das Kreuz ausgerissen die Stelle verwüstet. Die Ermittler sicherten die Spuren. Fotos: Artmann

Maxhütte-Haidhof.Das Rowdytum im südlichen Landkreis Schwandorf nimmt kein Ende. Nachdem bisher Unbekannte im Herbst vergangenen Jahres mehrere Hochsitze in den Wäldern bei Leonberg, Teublitz und Burglengenfeld umgeworfen und beschädigt hatten, trieben in der Nacht zum Samstag erneut Vandalen ihr Unwesen. Dieses Mal hatten sie es nicht „nur“ auf Jagdsitze abgesehen.

Die Herz Jesu-Kapelle wurde total verwüstet. Foto bat
Die Herz Jesu-Kapelle wurde total verwüstet. Foto bat

Die bislang unbekannten Täter schreckten nicht davor zurück, ein sakrales Gebäude zu schänden. Das Innere der Herz-Jesu-Kapelle zwischen Ponholz und Leonberg demolierten sie total. Auch ein neues Marterl in der Nähe des Berghofs bei Leonberg wurde Opfer blinder Zerstörungswut. Außerdem wurden bei einer weiteren Kapelle in Neukappl die Fenster eingeschmissen.

Josefs-Statue zerschlagen

Im Innern der Kapelle wurde alles total demoliert. Foto: bat
Im Innern der Kapelle wurde alles total demoliert. Foto: bat

Am Samstagmorgen nahmen die Beamten der Polizeiinspektion Burglengenfeld die Ermittlungen auf. An der Kapelle zwischen Leonberg und Ponholz stellten die Beamten fest, dass die große Glasscheibe an der Vorderseite und die beiden Seitenfenster eingeschlagen waren. Eine zirka 1,20 Meter große Jesus-Statue wurde zertrümmert; Teile davon lagen auch außerhalb der Kapelle. Das andere Inventar wurde ebenfalls zerstört. Die Polizei schätzt den Sachschaden hier auf rund 5000 Euro.

Kriminalität

1000 Euro für Hinweise auf Randalierer

Die gräfliche Familie von der Mühle-Eckart aus Leonberg setzt für Hinweise auf die Kapellen-Schänder 1000 Euro Belohnung aus.

Sinnlose Zerstörungswut

Der Hochsitz an der Straße zum Berghof bei Leonberg wurde umgeworfen. Foto: bat
Der Hochsitz an der Straße zum Berghof bei Leonberg wurde umgeworfen. Foto: bat

Weiter ging es nach Leonberg in Richtung des Weilers Berghof. An der Abbiegung gleich hinter der Autobahn stand ein Hochsitz ohne Kanzel; er wurde umgekippt. Ein Sachschaden dürfte hier nicht entstanden sein. Weiter oben dann, ca. 300 Meter vom Berghof entfernt, hatten Angehörige des Berghofs für den am 24. September vergangenen Jahres bei einem Traktorunfall tödlich verletzten 64-jährigen Landwirt ein Gedenkmarterl mit Kreuz errichtet. Das Marterl wurde in der Nacht zum Samstag verwüstet, das Kreuz ausgerissen. Man fand dieses 300 Meter von der Stelle entfernt im Straßengraben. Hier spricht man von einem Schaden von ca. 100 Euro.

Kapelle und Marterl

  • Bauzeit:

    Die Herz-Jesu-Kapelle steht an der Gemeindeverbindungsstraße von Leonberg nach Ponholz. Sie wurde vermutlich zwischen 1900 und 1910 errichtet und gehört heute der Stadt Maxhütte-Haidhof.

  • Marterl:

    Das herausgerissene Marterl wurde erst im vergangenen September nach dem tödlichen Unfall eines 64-jährigen Landwirts vom Berghof errichtet.

Nach den Ermittlungen der Polizeiinspektion Burglengenfeld dürfte die Tatzeit nach Mitternacht bis zum Samstagmorgen gewesen sein. Wer in dieser Zeit eventuell ein verdächtiges Fahrzeug im Bereich der Kapelle bei Leonberg oder auf der Straße zum Berghof beobachtet hat, melde sich bitte bei der Polizeiinspektion Burglengenfeld unter der Rufnummer (094 71) 701 50.

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