MyMz
Anzeige

Hobby

Varroa-Milbe bedroht heimische Bienen

Der aus Asien eingeschleppte Parasit bleibt der größte Feind der Imker. Fachberater Werner Zillich informierte bei einem Vortragsabend in Schwandorf.

Fachberater Werner Zwillich referierte beim Imkerverein unter anderem über die Varroabekämpfung. Foto: srg

Schwandorf.„Stark, satt, gesund“ – wenn die Bienen so in die Winterruhe gehen, stehen die Chancen bestens, dass sie die kalte Jahreszeit gut überstehen. Die Spätsommerpflege und die Einwinterung waren Themen bei der Versammlung des Imkervereins Schwandorf im Lehrbienenheim, zu der Vorsitzender Konrad Grauvogl den Bienenfachberater der Oberpfalz, Werner Zwillich, willkommen hieß.

Ein Teil des Vortrages umfasste die Varroa-Behandlung. Die Milbe ist vor rund 40 Jahren aus Asien einge- schleppt worden. Während die asiatische Biene gut damit klar komme, sei der Parasit für das dramatische Bienensterben in Europa verantwortlich, sagte Zwillich. Um die Bienen erfolgreich vor der Varroa-Milbe zu schützen, sei eine gemeinsame, strategische, flächendeckende Bekämpfung zur richtigen und mit den richtigen Mitteln notwendig, so der Referent. Der Befallsgrad des Volkes sollte ständig überprüft werden. Seien es mehr als fünf Milben pro Tag, sollte die Behandlung bald angegangen werden, bei mehr als zehn Milben sei mit der Behandlung sofort zu beginnen, weil sonst das Bienenvolk nicht mehr zu retten sei. Vor der Behandlung sei das Volk mit etwa vier Liter Futter aufzufüttern.

Empfohlene Methoden für die Behandlung seien Langzeitanwendungen die sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken könnten, so Zwillich weiter. Die wichtigste Tätigkeit nach der Behandlung sei die Varroabefallskontrolle. Sie gebe dem Imker einen Überblick über den Erfolg oder Misserfolg der Behandlung, die nur mit zugelassenen Varroamitteln, wie zum Beispiel Ameisensäure, Oxalsäure oder Milchsäure vorgenommen werden sollte. Ein neues Behandlungsmittel sei das Ameisensäuregelkissen aus Amerika. Dieses Mittel dürfe auch werden der Tracht eingesetzt werden. Noch nicht bekannt sei jedoch, ob dadurch Rückstände in den Honig gelangten, so der Referent, der den anwesenden Imkern deshalb empfahl, doch lieber bei den altbewährten Mitteln zu bleiben.(srg)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht