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Ermittlungen

Verdächtigter Bombenbastler ist zurück

Der 28-Jährige soll in Burglengenfeld eine Rohrbombe gelegt haben. Nach der Verhaftung in Spanien wurde er nun ausgeliefert.
Von Martin Kellermeier

Spanische Ermittler konnten im März den Tatverdächtigen aus Burglengenfeld festnehmen. Nun wurde er an die deutschen Behörden ausgeliefert. Foto: Guardia Civil
Spanische Ermittler konnten im März den Tatverdächtigen aus Burglengenfeld festnehmen. Nun wurde er an die deutschen Behörden ausgeliefert. Foto: Guardia Civil

Burglengenfeld.Der 28 Jahre alte mutmaßliche Bombenbastler aus Burglengenfeld ist seit dem späten Mittwochnachmittag zurück auf deutschem Boden. Das bestätigte Polizeisprecher Dietmar Winterberg der Mittelbayerischen auf Anfrage. Polizisten brachten den Mann in einem Linienflug von Spanien nach Deutschland. Nun hat ein Ermittlungsrichter über seine Inhaftierung entschieden.

Verdächtige Gegenstände im Elternhaus

Diese Rohrbombe, die eine Länge von rund 40 Zentimetern hatte, soll der 28-Jährige in Burglengenfeld abgelegt haben. Foto: Josef Schaller
Diese Rohrbombe, die eine Länge von rund 40 Zentimetern hatte, soll der 28-Jährige in Burglengenfeld abgelegt haben. Foto: Josef Schaller

Der 28-Jährige wird verdächtigt, Mitte Februar im Burglengenfelder Baugebiet Hussitenweg III eine selbstgebastelte Rohrbombe platziert zu haben. Am 8. März hatten Spezialisten der Polizei sein Elternhaus durchsucht. Die Beamten entdeckten dabei verdächtige Gegenstände, der Beschuldigte war aber nicht zu Hause. Zu diesem Zeitpunkt versteckte er sich bereits auf Mallorca.

Die Guardia Civil konnte ihn dort am 18. März festnehmen. Deutsche Polizisten haben ihn nun im Rahmen einer Auslieferung nach Deutschland gebracht. Mit einem Linienflug landete der Tatverdächtige auf einem Flughafen in der Bundesrepublik.

Richter bestätigt Haftbefehl

Der 28-Jährige befindet sich mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt. Wie Polizeisprecher Winterberg sagt, bestätigte der Ermittlungsrichter einen vorliegenden Haftbefehl. Dem Mann wird der Versuch des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion vorgeworfen.

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Winterberg äußert sich auf Anfrage auch zu den Gerüchten, dass der Verdächtige möglicherweise Mitglied einer rechtsextremistischen Gruppierung oder der Reichsbürgerszene sei. „Dazu liegen keine belastbaren polizeilichen Erkenntnisse vor.“

Der Tatverdächtige war laut Winterberg nach Hinweisen im Jahr 2018 Gegenstand polizeilicher Überprüfungen. Damals ging es um den Verdacht einer etwaigen staatsablehnenden Haltung. „Diese war abschließend aber nicht endgültig zuzuordnen“, teilt Winterberg mit. Die Frage nach dem Motiv beschäftigt die Ermittler weiter. Der 28-Jährige wird dazu nun länger vernommen. Zudem wird die Rohrbombe von Gutachtern weiter untersucht.

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