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Wechsel

„Vergessen Sie uns nicht“

Thansteiner Schüler verabschieden Rektorin Schneider nach Oberviechtach. Zwei Lehrerinnen gehen in den Ruhestand.
Von Annemarie Mösbauer

Die Bürgermeister Sonja Meier und Walter Schauer verabschieden Rektorin Christine Schneider und Renate Schneider.  Foto: Annemarie Mösbauer
Die Bürgermeister Sonja Meier und Walter Schauer verabschieden Rektorin Christine Schneider und Renate Schneider. Foto: Annemarie Mösbauer

Winklarn.Die Schulfamilie der Thomas-Aquinus-Rott-Grundschule Winklarn-Thanstein versammelte sich im Mehrzweckraum, um drei verdiente Pädagogen zu verabschieden.

Schulleiterin Christine Schneider dankte Anita Käsbauer für fast 25 Jahre musikalische Erziehung. Unzähligen Buben und Mädchen gab die Musikerin das Grundgerüst in der musikalischen Früherziehung. Auch die Instrumentenausbildung lag ihr sehr am Herzen. Gerne denken noch viele an die Frühjahrskonzerte mit Gesang und Instrumenten.

Mit Liebe und Herzblut bildete sie die Schüler sofort nach dem Unterricht oder am Nachmittag aus. Kostproben ihres Könnens brachte Anita Käsbauer mit ihren Schülern bei allen schulischen Feiern. Zum Abschied überreichte ihr Rektorin Christine Schneider einen Blumenstrauß.

Lehrerin Renate Schneider verlässt ebenfalls die Schule, sie geht in den Ruhestand. Seit 41 Jahren ist sie mit Leib und Seele im Schuldienst. Die letzten 13 Jahre wirkte sie an der Grundschule in Winklarn in den Jahrgangsstufen 1 und 2. Vielen Hundert Schülern hat sie Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. Schulleiterin Christine Schneider dankte ihr für die vielen Aufgaben, die sie in dieser Zeit zum Wohl der gesamten Schule übernahm. Bei ihr liefen die Drähte für den Jahresbericht zusammen, Leseförderung mit Autorenlesungen und Lesepaten lag ihr sehr am Herzen, sie pflegte die Kooperation zum Kindergarten, organisierte Naturprojekte und trug damit bei, dass Winklarn Umweltschule wurde und sie plante gerne Schulfeste und Gottesdienste mit und vieles mehr.

Immer für Neuerungen offen

Renate Schneider war immer für Neuerungen offen, hatte aber auch aufgrund ihrer langen Erfahrung einen Blick für Sinn und Nutzen einer Reform. Mit der Überreichung der Urkunde des Kultusministeriums versetzte Rektorin Christine Schneider die Lehrerin Renate Schneider offiziell in den Ruhestand.

Mit einem kleinen Gedicht und einem Plakat mit den Handabdrücken verabschiedeten sich auch ihre Abc-Schützen.

Auch der „Lokführer der Thomas- Aquinus-Rott-Grundschule“ verlässt nach fünf Jahren die Schule, wie Kollegin Petra Scherz sagt. Christine Schneider wird Chefin und neue Rektorin der Grundschule Oberviechtach und Dieterskirchen. Petra Scherz ließ diese fünf Jahre noch einmal Revue passieren.

Christine Schneider

  • Erinnerung:

    Die Kinder überreichten ein selbst gemaltes Hinterglasbild mit den Wappen von Winklarn und der Gemeinde Thanstein an die scheidende Rektorin.

  • Schlusswort:

    Christine Schneider sagte: „Es war eine schöne Zeit in Winklarn. Ich habe die Menschen mit ihrem Charme ins Herz geschlossen und danke dem Schulaufwandsträger für seine Großzügigkeit und den Kollegen für die gute Zusammenarbeit“. (gam)

2014/15 kam Christine Schneider in ein fertig saniertes und renoviertes Schulhaus nach Winklarn, es mussten aber die Strukturen gelegt werden. Events wie Festakt zur Namensverleihung, Workshoptage in Kunst, Musik und Theater, externe Evaluation, 50 jähriges Schuljubiläum, Ausstellung „Heimat aus Kindersicht“ in Thanstein, gesundes Frühstück und das letzte Naturprojekt „Schulwald“ zeigen ihre Handschrift. Die Weiterentwicklung der Schule hat die Rektorin nie aus den Augen verloren. Schwerpunkte waren der Ausbau der Mittagsbetreuung und die Digitalisierung. Die „Digitalisierung der Schulen“ ist in Winklarn weit fortgeschritten. Digitalkameras, Laptops, Beamer mit Dokumentenkameras in allen Klassenzimmern und bald auch Tablets sind bereits vorhanden.

Schulmanager wurde eingeführt

Mit der Einführung des Schulmanagers schaffte sie die Zettelwirtschaft ab und reduzierte damit den Papierverbrauch drastisch. Ihre 4. Klasse verabschiedete sich mit einem lachenden und einem weinenden Gesicht, aber der Wunsch an ihre Lehrerin war eindeutig „Vergessen Sie uns nicht“.

Schulverbandsvorsitzende Sonja Meier und Bürgermeister Walter Schauer dankten Anita Käsbauer und Renate Schneider für ihre Mühen zum Wohl der Kinder, der scheidenden Schulleiterin für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit in den letzten fünf Jahren. Auch Pfarrer Eugen Wismeth, Kindergartenleiterin Daniele Schmidbauer, Kerstin Spießl vom Elternbeirat und Monika Ermer vom Förderverein schlossen sie den Dankesworten ihrer Vorredner an.

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