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Kommentar

Versprechen einhalten!

Ein Kommentar von Cornelia Lorenz

Fast wäre das passiert, was sich viele Bodenwöhrer nicht so recht vorstellen konnten oder wollten: Ein Mann, den die BLB aus dem Hut gezaubert hatte, der so manchem Bürger mit seinen Hausbesuchen und seiner Art der Rhetorik auf die Nerven ging und der sich selbst gern als neuen Steuermann für die gebeutelte Gemeinde in Szene setzte, hätte es fast auf den Chefsessel im Rathaus geschafft.

Nur 58 Stimmen trennen Hubert Süß von Wahlsieger Georg Hoffmann. Das muss den Christsozialen weh tun, denn ein klarer Sieg, bei dem der Gewinner die Mehrheit der Bürger hinter sich weiß, sieht anders aus. Für Schuldzuweisungen bei der CSU oder hämische verbale Attacken bei BLB und SPD hätte man in Bodenwöhr jetzt vielleicht Zeit, doch professioneller wäre etwas anderes: Es gilt, das Votum der Wähler, die ihre Stimmen recht gleichmäßig auf die zwei Stichwahl-Kandidaten verteilt haben, als Auftrag zu sehen, endlich gemeinsam und vor allem friedlich an der Zukunft Bodenwöhrs zu arbeiten. Zu lange schwelen hier im Gemeinderat schon alte Konflikte und stören ein zielorientiertes Miteinander. Soll es tatsächlich so bleiben, dass die Nachrichtenlage aus dem Rathaus geprägt ist von Attacken und ans Peinliche grenzenden Konflikten? Nein. Deshalb gibt es nur eine vernünftige Option: Sieger und Verlierer der Wahl sollten jetzt tief durchatmen und das tun, was sie ihren Wählern seit Monaten versprechen – das Wohl der Gemeinde über alles andere stellen.

Lesen Sie auch: Sieger Georg Hoffmann ist froh, Verlierer Hubert Süß will über seine politische Zukunft in Bodenwöhr nachdenken.

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