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Kultur

Verwirrung um Fahne des Pfeierlvereins

Recht turbulent ging es zu beim Theater in Neukirchen. Die Zuschauer amüsierten sich köstlich bei der Komödie „Fahnaweih“.
Von Dietmar Zwick

Die richtige Fahne des Pfeiferlvereins von Neukirchen mit dem Drachen war da. Der Guggenhofer hält die Fahne und ist damit zufrieden. Foto: Zwick
Die richtige Fahne des Pfeiferlvereins von Neukirchen mit dem Drachen war da. Der Guggenhofer hält die Fahne und ist damit zufrieden. Foto: Zwick

Schwandorf.Alle Jahre wieder öffnet sich in der Weihnachtszeit der Vorhang der Theaterbühne im Gasthaus Schärl in Neukirchen. Ab 23. Dezember führte der katholische Burschenverein mit Mädchengruppe Neukirchen die Komödie in drei Akten „Fahnaweih in Neukirchen“ unter der Regie von Martin Viehauser und Michael Pirzer an fünf Abenden auf. Es gab auch eine Kindervorstellung am Nachmittag. Alle Vorstellungen waren so gut wie ausverkauft. Und eine Besonderheit gab es in diesem Jahr auch: Ein Teil der Blasmusik trat musizierend im Stück auf.

Und darum ging es in der Komödie: Bei der Stanglwirtin arbeitet die Magd, ein Waisenkind und Nichte der Wirtin, namens Zenzl. Sie wird von der Wirtin immer streng behandelt. Die Vorstandschaft des Neukirchener Pfeiferlvereins um den 1. Vorstand, Witwer Alois Guggenhofer, mit dem Kassier Hintertupfinger und dem Schriftführer Aschentaler setzte eine Fahnaweih an. Jedoch hatten sie noch keine Fahne. Eines Tages kam der Amerikaner Wilkins auf die Hochstoanerleitn hinauf, stellte sich bei der Traudl (Dollarprinzessin), die eigentlich in den Simmerl Gschwandtner verliebt war, vor, und bekundete Interesse, den ganzen Hof zu kaufen. Er wolle hier ein Clubhaus errichten.

Traudl füttert Amerikaner durch

Die vier Damen im Gespräch Foto: Zwick
Die vier Damen im Gespräch Foto: Zwick

Was bis dahin noch keiner wusste: Das waren nur leere Versprechungen. Die Traudl glaubte es und gab ihm immer etwas mit wie Geräuchertes oder ging mit ihm zum Essen. Weil der Guggenhofer die Stanglwirtin immer recht ärgerte, aber die Wirtin dem Guggenhofer gefallen hatte, ging mit ihm der Gaul durch und nannte die Stanglwirtin einen demontierten Schraubendampfer. Das brachte die Wirtin arg in Rage, so dass sie die Festivitäten absagte. Als die Vorstandschaft schon auf dem Trockenen saß, weil sie nicht mehr bedient wurde, und der Aschentaler den Guggenhofer als zerstörendes Element titulierte, ließ sich Guggenhofer das nicht gefallen und schon brach eine große Rauferei im Wirtshaus der Stanglwirtin aus.

Mitwirkende

  • Schauspieler:

    Martin Viehauser, Josef Rester, Stefan Segerer, Stefan Grabinger, Andreas Rebl, Anne Zitzler, Angelika Wagner, Lena und Eva Schmid, Martina Kammerl, Sebastian Hauser, Stefan Roidl, Wolfgang Rester, Johannes Merl, Anna und Andreas Hirzinger und Lukas Mulzer

  • Musik:

    Matthias Kummert, Tobias Müller, Franziska Bink, Johannes Kammerl und Stefan Graf

  • Helfer im Hintergrund:

    Theresa Zitzler (Souffleuse), Maria Roidl, Katharina Graf und Michaela Rester (Maske)

Als sie die Fahne des Pfeiferlvereins auswickelten waren alle gespannt. Doch alle erschraken, denn es war die Heilige Cäcilia abgebildet und nicht der Heilige Leonhard. Es stellte sich heraus, dass die Fahnen vom Gesangsverein Haselbach und des Pfeiferlvereins Neukirchen vertauscht worden sind. Nun brauchte es jemanden, der die Fahne aus Haselbach holte. Doch keiner war nach der Schlägerei, bei der alle verletzt wurden, in der Lage dazu.

Schorsch rettete die Fahne

Evi dachte, es wäre die Gelegenheit für Schorsch, sich bei ihrem Vater, dem Guggenhofer, einzuschmeicheln. Denn der Schorsch passte dem Guggenhofer nicht, weil er nur ein kleiner Bauer mit wenig Vieh ist. So kam es, dass Schorsch die Fahne aus Haselbach holte. Als die Männer zum Haberfeldtreiben gingen, spürten sie noch den Hochstapler Wilkins auf und der Gendarm nahm ihn in Haft. Guggenhofer nannte die Stanglwirtin nun eine gut funktionierende Dampfmaschine und sie verschwanden in der Scheune. So gab es zuletzt drei Hochzeiten.

Nicht unerwähnt bleiben dürfen die Helfer im Hintergrund: Theresa Zitzler (Souffleuse), Maria Roidl, Katharina Graf und Michaela Rester (Maske).

Im neuen Jahr hat der Burschenverein viel vor. Vom 23. bis 26. August feiert der Verein 110-jähriges Bestehen. Hierfür wird die von den Nazis zerstörte Fahne von 1909 restauriert.

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