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Kultur

Viel Applaus für Blaskapelle Teublitz

500 Besucher zeigten sich vom Jahreskonzert der Blaskapelle Teublitz beeindruckt. Vor 35 Jahren wurde sie gegründet.
Von Werner Artmann

Die Blaskapelle Teublitz, die Jugendblaskapelle Leonberg, der MGV Teublitz und Kallmünz sowie der Chor DoReMi boten ein beeindruckendes Jubiläumskonzert vor 500 Zuhörern in der Dreifachsporthalle. Foto: Werner Artmann
Die Blaskapelle Teublitz, die Jugendblaskapelle Leonberg, der MGV Teublitz und Kallmünz sowie der Chor DoReMi boten ein beeindruckendes Jubiläumskonzert vor 500 Zuhörern in der Dreifachsporthalle. Foto: Werner Artmann

Teublitz.Mit der Ouvertüre zu Georg Friedrich Händels „Feuerwerksmusik“, die der Komponist 1749 für ein Feuerwerk zur Feier des „Friedens von Aachen“ schrieb, eröffnete die Blaskapelle Teublitz zusammen mit der Jugendblaskapelle Leonberg festlich ihr Jahreskonzert. Rund 500 Zuhörer waren dazu in die Dreifachsporthalle gekommen. Hier ließ bereits die gelungene Terrassendynamik, das Nebeneinanderstellen von Forte und Piano (laut und leise) ohne Übergänge, wie es in der Barockzeit üblich war, aufhorchen.

Die Vorsitzende der Blaskapelle, Inge Hofmann, freute sich über den großen Besuch zum Jahreskonzert anlässlich des 35-jährigen Bestehens. Dazu konnte sie auch 3. Bürgermeister Thomas Beer, die Altbürgermeister Rudolf Lenk und Kurt Fink, den Kreisvorsitzenden des Nordbayerischen Musikbundes, Joseph Ferstl sowie Pfarrer Michael Hirmer mit Pater John begrüßen.

Großes Konzert am 18. März

Grußworte übermittelte 3. Bürgermeister Thomas Beer, der im Namen der Stadt zum Jubiläum gratulierte. „Die Stadt ist stolz auf ihre Blaskapelle und wird sie auch weiter kräftig unterstützen!“ Beer wünschte der Kapelle weitere Jahre erfolgreichen Wirkens.

Kreisvorsitzender Joseph Ferstl gratulierte zum Jubiläum auch im Namen des Kreisverbands und der 900 Blasmusikkapellen mit 45 000 Musikern in Bayern. Die Blaskapelle Teublitz habe in all den Jahren die Zeichen der Zeit erkannt und die Stadt über ihre Grenzen hinaus bekannt gemacht. Ferstl gab bekannt, dass am 18. März ein Blasmusikkonzert mit 51 Musikern aus allen Kapellen im Landkreis in der Dreifachsporthalle in Teublitz stattfindet. Mit den Worten „Wer Musik im Herz hat, wird nicht alt,“ schloss Ferstl seine Ausführungen.

Nach der Begrüßung gaben die jüngsten Musikerinnen und Musiker unter der erfahrenen Leitung von Bernhard Liebl und Regina Sturm Kostproben ihres Ausbildungsstands. In den Werken von Michael Sweeney, „Fanfare and March“ und „Band on Parade“ kamen die Instrumentalgruppen sowohl einzeln als auch gemeinsam zur Geltung. Eine anspruchsvolle Rhythmusbegleitung diente dabei nicht nur zur Überbrückung der einzelnen Themenabschnitte. Bei der dargebotenen Filmmusik „How To Train Your Dragon“ von John Powell aus dem Jahre 2010 hörte man in den „Unisonopassagen“ fast fernöstliche bzw. modale Musikanklänge zum „Drachenzähmen“ heraus.

Aktive Musiker(-innen) wurden mit Ehrennadeln ausgezeichnet. Foto: Werner Artmann
Aktive Musiker(-innen) wurden mit Ehrennadeln ausgezeichnet. Foto: Werner Artmann

Nach den Ehrungen wurde das Instrumentalprogramm mit Männerchormusik erweitert. Die Chorgemeinschaft MGV „Gute Freunde“ Teublitz und der MGV 1892 Kallmünz gaben unter Leitung von Norbert Hintermeier ein paar Kostproben, ausgehend vom festlichen Chorlied über Opernchor bis hin zur schwungvoller Volksliedbearbeitung. Der abschließende Musikblock des ersten Programmteils wurde von den Blaskapellen Teublitz/Leonberg gestaltet.

Regina Sturm dirigierte temperamentvoll das an Jazz bzw. Swing orientierte „Hit The Road Jack“. Charakteristisch bei diesem Musikwerk ist die absteigende Viertonreihe, die das ganze Stück durchläuft. Der Komponist verwendet ein Schema, das bereits in der Ciacona der Barockzeit üblich war. Dieser harmonische und melodische „Ostinat“ wurde von den Bläsern gut herausgearbeitet.

Mit der „Dachziegelpolka“, einer Böhmischen Polka, erfreute vor allem Stefan Oberstorfer als Solist mit der eigens gebauten kuriosen „Dachziegeltrommel“. Der bekannte „Von der Tann-Marsch“, von Stabstrompeter Andreas Hager 1880 komponiert, ein Parademarsch des vormals in Regensburg stationierten Heeresmusikkorps 4, beschloss den ersten Teil. Hier erwies sich Lena Hofmann, in deren Händen auch die musikalische Gesamtleitung des Festkonzerts lag, als exakte Dirigentin.

Mehrere Musiker wurden geehrt

  • Bezirksmedaille in Silber:

    Martina Bemmerl, Corinna Graf und Ulrich Münz

  • Vereinsehrennadel in Silber

    : Peter Dietl, Patrick Dietl, Christian Haberl

  • Vereinsehrennadel in Gold:

    Sandra Müller

  • Bezirksmedaille in Gold:

    Markus Frey, Thomas Igl, Walter Lenk, Bernhard Liebl.

  • Leistungsabzeichen D 1:

    Franziska Faltermeier. (bat)

Nach der Pause spielten „’s wilde Goich“ (Premberger Feierwehrkapell’n) unter Leitung von Walter Fromm typische Beispiele altbayerischer Tanzmusik. Dazu wählten sie eine Polka, einen Zwiefachen und einen Walzer aus. Diese drei Tänze waren im 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die meistgespielte Unterhaltungsmusik in bayerischen Wirtshäusern. Der reizvolle Wechsel zwischen Klarinetten und Trompeten, die Harmoniebegleitung mit Hörnern, Tuba und Ziehharmonika waren Kennzeichen dieser „Kirwamusi“.

Gelungene Tempowechsel

Bernhard Liebl zeigte als Dirigent nochmals sein Können in „Gospel John“, einem von Jazz inspirierten Musikstück, durchsetzt von einem hervorragend gespielten Saxophon-Solo von Hubert Ehrismann, der bereits vor 35 Jahren als Ausbilder bei der Teublitzer Kapelle tätig war. Beim „Michael-Jackson-Hit-Mix“, ein Medley mit großen Erfolgen des „King of Pop“, gefielen vor allem die gelungenen Tempowechsel.

Auch in diesem Teil waren Beispiele vokaler Musik vertreten. „DoReMi“ unter Leitung von Christine Wiendl boten drei Beispiele ihres großen Repertoires dar. Sie erfreuten mit dem Mundartsong „Übern See“ des österreichischen Musikpädagogen Lorenz Maierhofer, mit „Thank You For The Music“ der schwedischen Popgruppe ABBA und „Breaking Up Is Hard To Do“ von Neil Sedaka und Howard Greenfield. Gemeinsam mit den Blaskapellen und einer choreographischen Einlage der Ausbildungsgruppe wurde vor der offiziellen Schlussmusik „Love Shine A Light“ gesungen, gespielt und gestaltet.

Mit dem „Marsch der Bayern“, der aus der Feder des in Schwandorf geborenen Musikprofessors Josef Zilch stammt, ging ein überaus vielseitiges, kurzweiliges und abwechslungsreiches Konzert zu Ende. Beim „Trio“ sangen alle Sänger den von Thomas Goppel gedichteten Text, ein „Lob auf unsere Heimat,“ zum schwungvollen Dirigat von Regina Sturm.

Dass nach stürmischem Applaus mehrere Zugaben gegeben wurden, war vorhersehbar. Heidemarie Dickert sowie die Brüder Andreas und Alexander Zitzler führten auch heuer als Moderatoren bestens und humorvoll durch den Abend. (bhi/bat)

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