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Infrastruktur

Viel Geld fließt in den Untergrund

Für 1,3 Millionen Euro wird der Verbandskanal auf dem Läpple-Werksgelände vom Zweckverband zur Abwasserbeseitigung saniert.
Von Werner Artmann

Die Verbandsräte besichtigten kürzlich den Kanal am Werksgelände der Firma Läpple. Er liegt unter der ehemaligen Verbindungsstraße von Teublitz nach Maxhütte bei den Bahnunterführungen. Foto: Werner Artmann
Die Verbandsräte besichtigten kürzlich den Kanal am Werksgelände der Firma Läpple. Er liegt unter der ehemaligen Verbindungsstraße von Teublitz nach Maxhütte bei den Bahnunterführungen. Foto: Werner Artmann

Teublitz. . In der diesjährigen Haushaltssitzung des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung der Städte Teublitz und Maxhütte-Haidhof wurde beschlossen, mit einem Kostenaufwand von rund 1,3 Millionen Euro den Verbandskanal am Werksgelände der Firma Läpple zu sanieren. Vor Sitzungsbeginn besichtigten die Verbandsräte die veraltete Kanalanlage auf dem Werksgelände. Diese befindet sich unter der alten Straße von Teublitz nach Maxhütte auf Höhe der beiden Bahnunterführungen.

Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger berichtete, dass ein Kanal-Bauabschnitt von ca. 250 Meter zur Sanierung vorgesehen sei. Der Mischwasserkanal beginnt bei der Läpple-Lehrwerkstatt (unterhalb Ziegelholz) und endet am neuen Übergabeschacht der Bahndurchquerung. Somit stellt der jetzt geplante Abschnitt den Lückenschluss zwischen allen bereits im Läpple-Gelände neu verlegten Mischwasserkanälen dar.

Die Kostenschätzung durch ein Ing.-Büro beläuft sich auf rund 1,3 Millionen Euro. Der im letzten Jahr festgelegte Kostenrahmen kann aufgrund der Ergebnisse der intensiven Voruntersuchungen durch das Ing.-Büro U.T.E. aus Regensburg und der vom Büro hinzugezogenen Gutachter bei weitem nicht eingehalten werden.

Projektleiter Michael Frey vom Ing.-Büro U.T.E. erklärte, dass vor allem wegen des stark belasteten Baugrunds mit einer enormen Kostensteigerungen zu rechnen sei. Auch die sehr beengten Platzverhältnisse sowie die vielen vorhandenen Leitungen und die beiden Bahnbrücken würden den Baufortschritt bremsen und damit kostengünstigeres Arbeiten unmöglich machen. Hinzu kämen die seit Anfang 2017 weiter gestiegenen Baupreise.

Zu den technischen Details führte Stadtbaumeisterin Sabine Eichinger aus, dass anstelle des alten Eiprofils DN600/900 ein Kreisquerschnitt DN1200 vorgesehen sei. Es würden GFK-Rohre (Glasfaserverstärkter Kunststoff) verwendet, um Platz und Gewicht zu sparen. GFK-Rohre können auch im Bogen vorgefertigt werden, wodurch einige Schächte eingespart werden könnten. Die Schächte seien zudem auf den Rohren schon seitlich aufgesetzt. Würden Stahlbetonrohre verwendet, müsste man Betonfertigteilschächte auf der Baustelle versetzen.

Aufgrund der Kostensteigerung hatte die Versammlung nochmals über die Weiterführung des Ing.-Vertrags und die Einleitung des Vergabeverfahrens zu entscheiden. Wie Verbandsvorsitzende Maria Steger auf Nachfrage nach der Sitzung mitteilte, wurde das Ing.-Büro weiter beauftragt sowie die Ausschreibung einstimmig in die Wege geleitet. Wird der Kostenrahmen eingehalten, sind die beiden Vorsitzenden, Steger und Dr. Susanne Plank, ermächtigt, die weiteren Leistungsphasen zu beantragen und die Ausschreibung der Maßnahme einzuleiten.

Zum Schluss der Versammlung gab Steger einen Sachstandsbericht zum Thema „Zweckverband Thermische Klärschlammverwertung Schwandorf.“ Nach neuerster Auskunft wird der Testbetrieb am Anlagenstandpunkt Schwandorf frühestens im September 2019 beginnen. Anlieferungen sind ab Anfang 2020 zu erwarten. Für den Abwasserzweckverband Maxhütte-Haidhof /Teublitz bedeutet dies, dass 2019 die Klärschlammverwertung noch vollständig über die Landwirtschaft erfolgt.

Im Jahre 2018 wurde am Kläranlagenstandort Teublitz eine Klärschlamm-Schneckenpresse getestet, da der Klärschlamm in Schwandorf nur mit einem Trockensubstanzgehalt (TS-Gehalt) von mindestens 23 Prozent angenommen wird. Auf der Saltendorfer Anlage liegt der Klärschlamm unbehandelt mit ca. drei bis fünf Prozent TS-Gehalt vor. Von der Testanlage wurde allerdings nur ein TS-Gehalt von an die 20 Prozent erreicht. Sollte der ZTKS bei seiner strickten Vorgabe bleiben, müsste man sich an einer mobilen Kammerpressen-Lösung anschließen, die der ZTKS für alle Anlieferer organisieren will. Diese Problem besteht landkreisweit.

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