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Projekt

Volkssternwarte weist Weg zu den Sternen

In Dieterskirchen gaben die Pfarrer Markus Urban und Gerhard Beck dem Teleskop und Planetarium, das ein Alleinstellungsmerkmal ist, den Segen.

  • Dem Himmel ganz nah kommt Dieterskirchen, wo die Pfarrer Markus Urban und Gerhard Beck der Volkssternwarte den kirchlichen Segen gaben.Fotos: Tanja Kraus
  • Dr. Hajo Steffens wurde zum Ehrenmitglied der Sternenfreunde ernannt.

Dieterskichen.Ein Traum ist wahr geworden für Johann Köppl: Denn als Dr. Hajo Steffens vor drei Jahren einen Vortrag im Rahmen des Ferienprogramms in Dieterskirchen besuchte, bei dem Johann Köppl Kindern den Sternenhimmel erklärte, ahnte wohl niemand, wie dieser spontane Besuch enden würde. Die damals mageren Lehrmittel und der wunderbare Grundgedanke veranlassten Dr. Steffens damals dazu, Geld in ein Projekt zu investieren, welches am Samstag eingeweiht wurde: Eine Volkssternwarte mit Planetarium, die einzige im Landkreis Schwandorf, so Dr. Steffens in seiner Festrede.

Durch Gründung der Britta- und Dr.-Hajo-Steffens-Stiftung sei es möglich geworden, Die Sternwarte mit Unterstützung durch das EU-Leaderprogramms zu finanzieren. Gemeinsam mit der Architektin Regina von Wenz habe man sich an etwas völlig Neues gewagt und das habe sich gelohnt. Zahlreiche Ehrengäste, die maßgeblich an der Umsetzung dieses Projekts beteiligt waren und solche die in Zukunft von der Einrichtung profitieren können, waren gekommen. Köppl begrüßte MdB Karl Hohlmeier, welcher „immer klare Sicht und wenig Wolken“ wünschte.

MdL Joachim Hanisch überbrachte Grüße des Landkreises Schwandorf, und zeigte sich überzeugt von der Richtigkeit der Wahl des Standortes, bei dem das Oberpfälzer Seenland und die LAGs zusammenarbeiten sollten. Der Verein der Sternenfreunde habe hier Großes vollbracht. MdL Alexander Flierl stellte die schnelle Entwicklung und Realisierung der Volkssternwarte als Beispiel für bürgerliches Engagement dar. Auch Altlandrat Volker fühlte sich sehr verbunden mit den Sternfreunden. Anfangs habe er nicht so recht gewusst, ob es sich dabei nicht um eine „spinnerte“ Idee handle, als die Sternenfreunde ihm die Pläne erörterten, jedoch habe er in die Allianz von Dr. Steffens, der Gemeinde Dieterskirchen und des Vereins der Sternenfreunde sofort großes Vertrauen gesetzt und wie sich gezeigt habe, zu Recht.

Dieterskirchens Bürgermeister Hans Graßl bezeichnete den Tag als einen ganz besonderen für die ganze Gemeinde. Sein Herz schlüge schneller, wenn er daran denke, was auf dem Gelände „Auf der Ried“ geschaffen wurde und dankte ausführlich allen Beteiligten, die bereitwillig mitgeholfen hätten, dies alles umzusetzen: Sei es bei den Nachbarn, die ihre Zustimmung zum Bau gegeben haben oder auch jene, deren Grundstücke genutzt wurden, um Gerätschaften kurzfristig abzustellen, Familie Köppl für die Möglichkeit, sie an die Versorgungsleitungen anzuschließen, den Baufirmen, die sich trotz hoher Auftragsdichte an die Umsetzung wagten, allen Entscheidungsträgern und nicht zuletzt jenen, die den Tag der Einweihung gestalteten: den Kindergartenkindern mit Aufführungen, der Grundschule mit einem Lied, dem Musikverein unter Jürgen Lößl für die musikalischen Einlagen, der Feuerwehr Dieterskirchen, welche den Verkehr für die vielen Anreisenden regelte und dem Obst- und Gartenbauverein für die liebevolle Blumendekoration und der Rhanerbrauerei mit Alois Plößl für das Sponsoring der Getränke. Graßl sagte abschließend: Die Volkssternwarte ist für Dieterskirchen ein Alleinstellungsmerkmal. Pfarrer Markus Urban und Gerhard Beck gaben der Volkssternwarte den kirchlichen Segen.

Um die besondere Leistung von Dr. Steffens zu würdigen, gab es gleich zwei Überraschungen für ihn: Eine Stehle aus heimischen Granit wurde enthüllt und steht nun im Eingangsbereich des Geländes der Sternwarte. Sie erinnert die Besucher an den Förderer und die Stiftung. Auch eine Urkunde aus der Feder des Heimatkünstlers Robert Bergschneider belegt nun die Ehrenmitgliedschaft Dr. Steffens im Verein der Sternfreunde, welche ihm überreicht wurde.

Die Schlüsselübergabe von Regina von Wenz an Johann Köppl machte die Einweihung komplett. Die Architektin erläuterte den langen Weg und den Mut, den hier alle an den Tag gelegt hätten und die Verbundenheit aller, welche einem gemeinsamen Ziel entgegensehen: Den Blick nach oben in die unendlichen Weiten des Universums richten. Durch den Blick des Teleskops sei man den Sternen etwas näher als sonst.

Bei einer Führung durch die Sternwarte und des Planetariums konnten sich die Gäste von dem Ergebnis der harten Arbeit überzeugen lassen. Am Freitag, 29.August, 20 Uhr soll dann ein Probelauf gestartet werden und im Herbst, nach der Einweisung die offizielle Eröffnung stattfinden.

Ehrengäste:

Helmut Linsenmeier, Regierung d. Opf.

Willibald Naumann, ALF

Manuel Lischka und Alois Böhm, LAG Brückenland

Joachim Häring, LAG Netzwerkregion Opf.

Hans Herl, Sparkasse

Andre Schille, VG Neunburg

Klaus Zeiser, NOG

Richard Fritsch, Bayernwerk

Sternwarten: Cham mit Martin Gammer, Regensburg mit Martin Nafz und Tirschenreuth mit Ernst Reiß

Bürgermeister der umliegenden Städte und Gemeinden: Birgit Höcherl, Schönsee, Georg Köppl, Altendorf, Martin Birner, Neunburg, Martin Prey, Niedermurach, Heinz Weigl, Oberviechtach, Walter Schauer, Thanstein.(gkt)

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