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Stadtgeschichte

Von Henkern und Raufbolden

Das städtische Tourismusbüro in Schwandorf bietet wieder Themenführungen an und hat eine neue Broschüre herausgebracht.

Die Pfründnerinnen geraten in Streit. Mit dieser Szene beginnt die Stadtführung „Tatort Schwandorf – Henker, Gauner, Besenstiel“. Foto: xih
Die Pfründnerinnen geraten in Streit. Mit dieser Szene beginnt die Stadtführung „Tatort Schwandorf – Henker, Gauner, Besenstiel“. Foto: xih

Schwandorf.„Wie wäre es mit einem Gutschein für eine Schwandorfer Themenführung als Weihnachtsgeschenk?“ schlägt Johannes Lohrer vor. Früher als sonst brachte der Leiter des städtischen Tourismusbüros deshalb die Broschüre für 2019 heraus. Bei der Präsentation am Donnerstag im Rathaus stellte er neben Bewährtem auch Neues vor.

Erstmals im Angebot ist die Wanderung auf dem Oberpfälzer Jakobsweg nach Naabsiegenhofen. Dort erwartet Rita Mulzer die Teilnehmer auf dem „Heidellbeer-Hof“ mit einem Begrüßungsgetränk und lädt zu einer „beerigen Erlebnisführung“ ein. Im Hofcafé können sich die Wanderer mit Kaffee und Kuchen für den Rückweg stärken. Der Fußmarsch dauert vier Stunden, kostet einschließlich Bewirtung und Führung 15 Euro und wird am 9. Juni und am 11. August 2019 angeboten.

Ein Geheimtipp für Kindergeburtstage sind die Detektivführungen geworden. Für einen Gruppenpreis von 60 Euro machen sich zwei Gästeführer mit den Kindern auf die „Spurensuche durch Schwandorfs Vergangenheit“. Die kleinen Detektive müssen Geheimschriften entziffern, knifflige Rätsel lösen und mit Experimenten mysteriösen Geheimnissen auf die Spur kommen.

Kinder gehen auf Zeitreise

Im Rahmen des Ferienprogramms bietet das Tourismusbüro kostenlos an vier Terminen auch Kinderstadtführungen an. In spielerischer Form erleben die Teilnehmer eine Zeitreise durch Schwandorfs Vergangenheit. Die Begleiter klären die Kinder auf: Warum wurde der Blasturm gebaut? Warum hat der Kirchturm von St. Jakob zwei Uhren? In welchem Haus am Marktplatz steckt eine Kanonenkugel? Die Kinder erfahren etwas über das Türmerwesen und die Nutzung der Felsenkeller.

Neu ist ab kommendem Jahr auch die Zusammenarbeit von Stadt und Oberpfälzer Waldverein. „Wenn wir Führungen durch den Blasturm anbieten, ist auch das Türmerhaus des OWV besetzt“, kündigt Johannes Lohrer an. „Die kulinarischen Stadtführungen bleiben der Renner“, erklärt der Leiter des Tourismusbüros. Er bietet den „Genuss für alle Sinne“ im kommenden Jahr gleich 16 Mal an. Für 39 Euro bekommen die Teilnehmer ein Vier-Gänge-Menü in vier Restaurants, verbunden mit einem fünfstündigen „Verdauungsspaziergang“ durch die Stadt.

Anmeldungen

  • Übersicht:

    Auf der Homepage der Stadt www.schwandorf.de gibt es eine Übersicht mit den einzelnen Terminen für die Stadtführungen.

  • Kontakt:

    Anmeldungen nimmt das Tourismusbüro per Telefon (0 94 31/4 55 50), E-Mail (tourismus@schwandorf.de) oder persönlich entgegen.

  • Rücktritt:

    Der Rücktritt von einer gebuchten Führung muss spätestens vier Werketage vor dem Termin angezeigt werden. Ansonsten ist eine Ausfallgebühr fällig. (xih)

„Historisches und Kulinarisches rund um den Fisch“ bietet eine Führung mit Schauspieleinlagen der Theaterbühne. Von Bierpanschern, Bierkiesern und Raufbolden erzählen die Gästeführer, wenn sie an die Geschichte der Schwandorfer Wirtshauskultur erinnern. Hinter dem Titel „Tatort Schwandorf – Henker, Gauner, Besenstil“ verbergen sich schaurige Geschichten aus längst vergangenen Tagen. Mit Schauspielern der Theaterbühne tauchen die Teilnehmer ein ins düstere Mittelalter und folgen den Spuren der Hexen und Henker.

185 Führungen in 2019

Weiter im Angebot sind die Besichtigungen der Kreuzbergkirche, naturkundliche Wanderungen durch das Weihergebiet und die Themenführungen „Verliebt in Schwandorf“, „Schwandorf bei Nacht“ und eine geführte Wanderung um den Weinberg unter dem Titel „Von Wein, Wasser und Erde“. Über den Holzberg gelangen die Teilnehmer zum „Schwammerling“ und genießen von dort aus den Blick auf die Stadt. Neun Termine sind für die „klassische Stadtführung“ vorgesehen. Sie startet vor dem Tourismusbüro und führt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – zur Spitalkirche und zur Stadtmauergasse, zum Blasturm und in die Felsenkeller.

Das Tourismusbüro kann auf 25 Gästeführer zurückgreifen, die in diesem Jahr bisher 185 Führungen geleitet haben. Die Leiterin des Kulturamtes, Susanne Lehnfeld, geht davon aus, „dass wir das Ergebnis des letzten Jahres toppen werden“. 2017 zählte sie bei den Themenführungen insgesamt 3600 Besucher. Die neue Broschüre liegt bereits in allen öffentlichen Gebäuden auf. Das Titelblatt zeigt Gästeführer Michael Stöckl gemeinsam mit einer „Model-Familie“ am Marktplatz. (xih)

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