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Kultur

Von Regenbogenhase bis WAA-Widerstand

Am Donnerstag startete in Schwandorf das Festival „Kurz-Vor-Film“ im Lichtwerk. An drei Tagen laufen mehr als 50 Kurzfilme.
Von Rudolf Hirsch

Die jungen Filmemacherinnen Julia Schnorrer, Becky Harrington und Rachel Shenton (von links) eröffneten das Kurzfilm-Festival im Lichtwerk-Kino. Foto: xih
Die jungen Filmemacherinnen Julia Schnorrer, Becky Harrington und Rachel Shenton (von links) eröffneten das Kurzfilm-Festival im Lichtwerk-Kino. Foto: xih

Schwandorf.Weil der kleine Hase Ohren in Regenbogenfarben hat, verstößt ihn seine Familie. Nach einem langen Weg findet er neue Freunde und eine neue Heimat. Vier Minuten dauert der Zeichentrickfilm „A Rabbits’ Tale“ von Rachel Shenton und Becky Harrington, der zum Auftakt des „Kurz-Vor-Film-Festivals“ am Donnerstag im Lichtwerk-Kino lief. Becky hat die Figuren gezeichnet, Rachel Regie geführt. Die beiden Künstlerinnen waren am Donnerstag persönlich anwesend und stellten sich den Fragen des Publikums.

Über 50 Kurzfilme zu zehn verschiedenen Themen hat Organisatorin Julia Schnorrer für das dreitägige Festival ausgewählt. Es geht um Heimat. Liebe, Freundschaft, auch Spannung, Horror und Animation gehören zum breiten Spektrum des Angebots. Kinobetreiber Frederik Hohrath hieß zum Auftakt „eine kleine, aber exklusive Schar von Cineasten“ willkommen. Auf das Open-Air-Festival und den WAA-Film folge nun ein Kurzfilm-Format, das sich langfristig etablieren soll. Zu einem Hauptfilm werde das Lichtwerk-Kino regelmäßig einen Kurzfilm vorschalten oder anhängen, kündigte der Betreiber an.

Neue Marke

  • Pläne:

    Filmemacherin Julia Schnorrer möchte das Kurzfilm-Festival zu einer Marke entwickeln, ähnlich den Dokumentarfilmtagen unter Regie von Anne Schleicher.

  • Unterstützung:

    Kinobetreiber Frederik Horath unterstützt sie dabei , indem er in Zukunft zu jedem Haupt- einen Kurzfilm zeigt.

  • Zukunft:

    Horath sieht für den Standort in der Pesserlstraße weiterhin eine Zukunft als Programm-Kino. Auch wenn sich am Brunnfeld ein Kino-Center ansiedeln sollte.

Die Zukunft des bestehenden Lichtspieltheaters in der Postgartenstraße sieht Hohrath – wenn im Stadtosten ein Kino-Center gebaut wird – in einem Themen-Kino. Etwa für die Kurzfilm-Tage von Filmemacherin Julia Schnorrer. Die Beiträge dauern zwischen zwei und 35 Minuten. Vertreten sind Filmemacher, Agenturen, Oscar-Preisträger und Arbeitsgemeinschaften von Schulen. Julia Schnorrer ist mit ihren beiden Eigenproduktionen auch vertreten. „Akzeptanz“ ist der Titel ihres 17-minütigen Films.

Das Programm

Die junge Managerin Finona zieht mit ihrer Freundin von England in die Oberpfalz zurück und meldet sich nach zehn Jahren wieder bei ihrem Vater, der damals den „alternativen Lebensstil“ der Tochter nicht gut geheißen hatte. 2017 ist Julias Kurzfilm „The Hacker“ entstanden. In acht Minuten erzählt sie die Geschichte vom jungen Colin, der auf eine Regierungsbeauftragte trifft, die die Möglichkeit hat, ihn zu ruinieren oder ihm eine zweite Chance zu geben.

Im Film „Biken II“ steuern zwei junge Burschen mit dem Mountainbike den Gipfel der Zugspitze an und testen dabei ihre Grenzen. Unter dem Titel „Alpencross“ geht es um die Herausforderung der Alpenüberquerung mit dem Bike. Zur Eröffnung am Donnerstag waren die geladenen Gäste, darunter auch Schirmherr OB Andreas Feller, unter sich. Am Samstag und Sonntag ist die Bevölkerung eingeladen. Heute beginnen die Vorführungen um 13 Uhr. In der Spätvorstellung läuft um 22 Uhr ein Horrorfilm. Am Sonntag bietet der Veranstalter ab 11 Uhr ein Weißwurstfrühstück und zeigt den Film über die WAA-Gegnerin Irmgard Gietl („Wer sich nicht wehrt“) und den Klassiker „Der Pate“.

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