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Ehrung

Vorbilder für gelebte Menschlichkeit

Christa Burggraf und Waltraud Ettl aus dem Landkreis Schwandorf wurden mit dem „Weißer Engel“ ausgezeichnet.

Bei der Ehrung: v. l. Christa Burggraf, Schwandorfs OB Andreas Feller, Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, Landratsstellvertreter Arnold Kimmerl, Waltraud Ettl, Neunburgs Bürgermeister Martin Birner  Foto: Martin Preuss
Bei der Ehrung: v. l. Christa Burggraf, Schwandorfs OB Andreas Feller, Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml, Landratsstellvertreter Arnold Kimmerl, Waltraud Ettl, Neunburgs Bürgermeister Martin Birner Foto: Martin Preuss

Schwandorf.Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat in Amberg die Auszeichnung „Weißer Engel“ an zehn Oberpfälzer verliehen – darunter aus dem Landkreis Schwandorf Christa Burggraf und Waltraud Ettl – und ihr ehrenamtliches Engagement in den Bereichen Gesundheit und Pflege gewürdigt. „Ehrenamtlich Tätige sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit. Es sind Menschen, die Verantwortung für andere übernehmen. Dieser Einsatz verdient große Anerkennung“, betonte Huml.

Christa Burggraf aus Schwandorf engagiert sich seit über 20 Jahren für leukämiekranke Menschen. 1997 hat sie selbst die Diagnose Leukämie erhalten und kennt die Sorgen und Nöte der Betroffenen gut. Sie hat selbst erfahren, dass die Diagnose Leukämie das eigene Leben und das der Angehörigen erheblich ins Wanken bringt. Deshalb ist es ihr eine Herzensangelegenheit, Menschen mit Leukämie zu helfen, neue Perspektiven zu entwickeln für ein Leben mit oder nach einer Erkrankung.

Mitgründerin von „Leukämiehilfe Ostbayern“

2000 hat Christa Burggraf den Förderverein „Leukämiehilfe Ostbayern“ in Regensburg mitgegründet. Seither fördert der Verein Hilfsprojekte für Krebspatienten in ganz Ostbayern. Als 2. Vorsitzende des Vereins füllt sie ihr Amt mit sehr viel Tatendrang und Optimismus aus. Zudem hat sie die jährlichen Patiententage ins Leben gerufen.

Menschen

Der Landarzt mit dem Brillentick

Georg Dirrigl arbeitet als Allgemeinarzt in Bruck. Er lebt für die Medizin – und hat ein ganz besonderes Faible.

Im Jahr 2000 hat Christa Burggraf außerdem die Selbsthilfegruppe „Leu-kämie und Lymphome Regensburg – Oberpfalz“ gegründet, deren Vorsitzende sie ist. Mit dieser Selbsthilfegruppe bietet sie Kranken und Angehörigen eine Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen. Regelmäßig organisiert sie Treffen, zu denen auch Expertinnen und Experten aus dem medizinischen, psychologischen, sozialen und seelsorgerischen Bereich kommen.

Weißer Engel

  • Auszeichnung:

    Der „Weiße Engel“ wird jährlich in jedem Regierungsbezirk verliehen – diesmal in der Oberpfalz. Die Ausgezeichneten engagieren sich beispielsweise im Hospizbereich, in Selbsthilfegruppen oder im Besuchsdienst. Im Bereich der Pflege wird der „Weiße Engel“ insbesondere an Personen verliehen, die sich durch vorbildhafte häusliche Pflege verdient gemacht haben.

  • Ehrenamt:

    Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml stellte bei der Verleihung in Amberg das Ehrenamt in den Mittelpunkt: „Bayern lebt die Kultur des Ehrenamts. Fast die Hälfte der bayerischen Bevölkerung engagiert sich für das Gemeinwohl. Der Freistaat ist damit im bundesweiten Vergleich ganz vorne mit dabei.“

Außerdem unterstützt sie Betroffene bei der Suche nach Knochenmarkspendern. Seit 1998 besucht Frau Burggraf einmal wöchentlich Patienten in der Universitätsklinik in Regensburg. Hier trifft man sie auf Station 21 an, der Station für Hämatologie und Onkologie.

In erster Linie steht sie den Patienten zur Seite, die eine allogene Transplantation vor oder hinter sich haben. Bei der allogenen Transplantation sind Spender und Empfänger verschiedene Personen. Bei ihr selbst wurde eine solche Transplantation durchgeführt.

Einsatz für Angehörige von psychisch kranken Menschen

Waltraud Ettl aus Neunburg und Rosa Niebler aus Rieden setzen sich tatkräftig für Angehörige von psychisch kranken Menschen ein. Begonnen hat alles damit, dass sie selbst die Gruppe „Angehörige psychisch kranker Menschen“ im Schwandorfer Diakoniezentrum besucht haben. Sie beide sind Mütter von mittlerweile erwachsenen Kindern mit psychischen Erkrankungen. 2009 hat die hauptamtliche Gruppenleitung den Dienst bei der Diakonie beendet, ohne dass ein Nachfolger gefunden wurde. Sie haben damals beschlossen, selbst die Gruppenleitung ehrenamtlich zu übernehmen und die Gruppe unabhängig von der Diakonie weiterzuführen. Dafür wurde die Selbsthilfegruppe „Angehörige psychisch kranker Menschen“ in Schwandorf gegründet, die sich einmal im Monat trifft. In dieser Gruppe bekommen Hilfesuchende jederzeit Rat und Unterstützung, mit der Erkrankung des Kindes oder des Partners umzugehen.

Als Leiterinnen investieren Ettl und Niebler für ihre Aufgaben viel Kraft, Zeit und Engagement. Seit zehn Jahren sind sie Ansprechpartnerinnen für die Angehörigen. Sie begleiten sie oft über Jahre hinweg und geben Hilfestellung bei der Krankheitsbewältigung. Gerne lassen sie die Gruppenteilnehmer auch an ihren eigenen Geschichten und Erfahrungen teilhaben. Die Treffen werden dadurch persönlicher.

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