MyMz
Anzeige

„Wackersdorf“ – ein beeindruckendes Werk

Das packende Politdrama über die Hintergründe der legendären WAA-Proteste lief am Sonntag im STARMEXX Burglengenfeld.
von Stefan Barte

Leonhard und Sophie Kronner (elf und sieben Jahre) aus Anger/Laaber sahen den Film Wackersdorf zum ersten Mal, obwohl sie beim Dreh als Komparsen mitspielten. Kurzerhand durften sie zur Belohnung während der Autogrammstunde neben Regisseur Oliver Haffner und Schauspielerin Anna Maria Sturm sitzen. Foto: Barte
Leonhard und Sophie Kronner (elf und sieben Jahre) aus Anger/Laaber sahen den Film Wackersdorf zum ersten Mal, obwohl sie beim Dreh als Komparsen mitspielten. Kurzerhand durften sie zur Belohnung während der Autogrammstunde neben Regisseur Oliver Haffner und Schauspielerin Anna Maria Sturm sitzen. Foto: Barte

Burglengenfeld.Der Kinofilm „Wackersdorf“ feierte am Sonntagnachmittag im Multiplex-Kino Burglengenfeld Vorpremiere. Der Besucherandrang war so groß, dass es Kinoinhaber Thomas Preißner kurzerhand ermöglichte, den Film parallel in einem zweiten Kinosaal zu zeigen. So konnten alle Besucher in den Genuss kommen, den angekündigten Regisseur Oliver Haffner und die Schauspielerin Anna Maria Sturm live zu erleben.

Völlig ohne „Starallüren“ traten die beiden dann wie angekündigt im großen Kinosaal unmittelbar nach dem Filmende vor die Leinwand und stellten sich dem Publikum für Fragen und Statements zur Verfügung. Dabei gab Haffner interessante Detaileinblicke in den Film, wie zum Beispiel, dass die Entstehung ganze sieben Jahre dauerte, weil das Filmteam immer wieder neue finanzielle Unterstützung brauchte. „Es gab keinen Plan „B“. Da mussten wir einfach durchhalten“, erläuterte er. Im Vorfeld galt es dabei unter anderem 800 Castings für die Rollenvergaben durchzuführen.

Lesen Sie auch: Anne Madlene Schleicher aus Schwandorf hat eine Bilddokumentation über die WAA mit Fotos von Gerhard Götz herausgebracht.

Für Haffner sei der Film zwar fiktional, aber er hatte beim Dreh immer das Gefühl, dass er ein Anliegen der Bevölkerung sei und er diesem auch gerecht werden wollte. „Ich spürte schnell, dass das Thema ihr Heiligtum ist, deshalb war die Skepsis über den Film auch groß.“

Altlandrat Hans Schuierer sei übrigens durch den Drehbuchautor Ingo Fliess kontinuierlich eingebunden gewesen und hatte mit ihm offen gesprochen, ebenso mit seinen damaligen Kritikern. Schuierer selbst habe aber nie gestalterisch in das Drehbuch eingegriffen.

Wir haben die Dreharbeiten in Schwandorf begleitet:

Dreharbeiten für "Wackersdorf"-Film

Anna Maria Sturm zeigte in ihrem Statement deutlich, dass sie die Gene ihrer Mutter Irene Maria in sich trägt, die ja seinerzeit selbst am Bauzaun der geplanten WAA stand. „Ich finde es wichtig, gerade in der heutigen Zeit auf die Straße zu gehen und „nein“ zu sagen, wenn etwas „Scheiße“ ist.“, war ihre unverblümte Ansage.

Die Stimmen des Publikums beim Filmgespräch waren eindeutig. Eine Kinobesucherin meinte knapp: „Der Film ist ein Gesamtkunstwerk, ich bin mir vorgekommen wie in einer Zeitreise“; und ein älterer Herr fand die Worte als Zeitzeuge „sehr sehr beeindruckend“. Eine Abfrage im Kinosaal zeigte dann, dass fast die Hälfte der Zuschauer aktiv aus der Widerstandszeit stammten.

„Der Film ist ein Gesamtkunstwerk.“

Besucherin

Nach der Fragerunde stellten sich die zwei Künstler im Foyer des Kinos für persönliche Fragen, Autogramme und Erinnerungsfotos zur Verfügung. Diese Gelegenheit ließen sich die Zuschauer nicht entgehen, es bildete sich eine große Menschentraube um die Akteure und um die Komparsen Leonhard und Sophie Kronner aus Laaber.

Mehr Nachrichten aus Burglengenfeld lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht