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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. April 2018 24° 1

Freizeit

Wakeboard: Mit Schwung ins eiskalte Nass

Auf dem Steinberger See im Kreis Schwandorf sind wieder waghalsige Moves zu sehen. Daneben entsteht eine Erlebnisholzkugel.
Von Renate Ahrens

  • Die Wakeboardanlage am Steinberger See feierte am Samstag bei frostigen Temperaturen Saisoneröffnung. Foto: Ahrens
  • Chrystelle und Steffen Wild Foto: Ahrens
  • Bürgermeister Harald Bemmerl mit Steffen Wild Foto: Ahrens

Steinberg am See.Eis trieb noch vor drei Tagen auf dem See, heute liegt die Wassertemperatur bei fünf Grad. Kein Problem für eingefleischte Wakeboard- und Wasserski-Fans – sie können es nicht erwarten, im ersten Frühlingssonnenschein endlich wieder beeindruckende Sprünge und waghalsige Moves zu machen.

Am Samstag war Saisoneröffnung im „Wild Wake & Ski“-Park am Steinberger See. Die Aufbruchsstimmung, die das ganze Dorf Steinberg seit der Verwandlung der Gegend von einer ehemaligen grauen Tagebaugrube zum attraktiven Tourismusort am größten Oberpfälzer See erfasst hat, ist auch hier zu spüren – mehr noch seit Baubeginn der ersten und größten Erlebnisholzkugel der Welt gleich neben der Anlage, dem InmotionPark.

Besucheransturm auf die Kugel

Gleich geht‘s los. Foto: Ahrens

Ein Besucheransturm von 150 000 Menschen im Jahr wird dort erwartet, nicht alle Steinberger sehen das positiv. Schließlich ist auch eine große Ferienwohnungsiedlung geplant. Wird es dann mit der Ruhe und Idylle vorbei sein? So fragen sich Skeptiker, gar von einem „Ausverkauf des Sees“ ist die Rede. Steffen und Chrystelle Wild, die Betreiber von „Wild Wake & Ski“, nehmen das gelassen. „Wir sind gerüstet und lassen es auf uns zukommen“, erklärt Wild, ehemaliger Deutscher Meister und Europameister im Wasserskifahren. Eher eine Chance für die Umgebung wittert er darin: „Die Kugel hat das ganze Jahr geöffnet. Im Winter und in der Vor- und Nachsaison werden dann sicher viel mehr und auch neue Besucher kommen als jetzt. Zu dieser Zeit gab es bisher hier nicht viele Anziehungspunkte. Die Besucherströme werden sich verteilen.“

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Die Anlage von oben Foto: Ahrens

Die Kugel stehe für Erlebnis und Bewegung, wie eben seine Anlage auch, und sie sei barrierefrei und für Gäste in jedem Alter geeignet und interessant, auch generationenübergreifend. Diese Zielgruppe will Familie Wild nun mit einem weiteren Projekt ansprechen: der „Stonehill Adventure-Golfanlage“ als Ergänzung im Gesamtkonzept des Oberpfälzer Seenlands. Sie soll schon im Juli zwischen Kugel und Wakeboardanlage zeitgleich mit dem InmotionPark eröffnet werden. Doch was ist das überhaupt? Charakteristisch beim Adventuregolf, so Wild, sei die Themenbezogenheit – in diesem Fall will man auf 18 Bahnen die Entwicklung und Geschichte des Steinberger Sees darstellen, von Station zu Station. Das Motto laute deshalb: „Vom Tagebau zum Freizeitparadies“. Die Historie dürfe nicht in Vergessenheit geraten, die Menschen interessiere das, betont Wild.

Wir haben Wakeboarder gefragt, was sie an diesem Sport lieben:

Die Wakeboard-Fans eröffnen die Saison

Diese Golfanlage, die man wegen des Kunstrasens praktisch das ganze Jahr nutzen könne, trage zur Attraktivitätssteigerung der Region bei und fördere zudem das Umweltbewusstsein. Zahlreiche Kooperationen sind geplant, zum Beispiel Hinweise auf vorhandene kulturelle Einrichtungen wie die Museen der Umgebung. Kombitickets sollen animieren, am See zu bleiben oder auch mehrere Tage hintereinander den See zu besuchen. Viel habe die Kugel ins Rollen gebracht, blicken Steffen und Chrystelle Wild zurück. Auch sie selbst wurden von diesem Prozess mitgerissen und haben über den Winter ihr Restaurant und das Café komplett neu gestaltet.

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Ende April soll die Terrassenerweiterung fertiggestellt sein, so dass bis zu 200 Gäste in der Sonne Platz finden und den Ausblick über den Steinberger See genießen können. „Wir wollten sowohl die Kapazität als auch die Ästhetik steigern. Außerdem haben wir für die Terrasse bequemere Stühle bestellt“, sagt Chrystelle Wild augenzwinkernd. Schließlich, so weiß sie, würden Gäste viel Zeit hier verbringen, und das sollen sie auch. Omas schauen ihren Enkel zu, ganze Gruppen machen einen Ausflug hierher.

Wasserski und Surfen in einem

An diesem Samstag sind es die Hartgesottenen, die bei acht Grad Lufttemperatur ihren Spaß beim Wakeboarden und Wasserskifahren haben. Dieser Sport übt durchaus eine große Faszination aus. Schwerelos gleitet man übers Wasser. Wer das Gleichgewicht verliert, fällt weich – und bald auch nicht mehr so ins Kalte.

Sie können es kaum erwarten, ins sehr kühle Nass zu springen. Foto: Ahrens

Wakeboarden, eine Mischung aus Wasserski und Surfen, ist cool und schließlich immer ein Spektakel, ob man nun selbst fährt oder nur beobachtet. Auch Anfänger könnten es ohne Weiteres auf den beiden Übungsstrecken probieren. Purer „Lifestyle“ sei das, und immer beliebter, sagen die Wilds, die sich mit der Anlage vor fast 20 Jahren ihren Traum erfüllt haben. Ein Risiko sei das durchaus gewesen, viel Zeit, Geld und Mühe hätten sie investiert, aber es habe sich gelohnt, sagt Chrystelle Wild und blickt über den See, in dem die Sonne glitzert. Urlaubsfeeling soll man hier bekommen, das ist die erklärte Intention der Wilds – und selbst heute, bei acht Grad, spürt man es tatsächlich.

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