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Vereine

Wanderfreunde plagen Nachwuchssorgen

Ob es zum 50. Gründungsjahr 2021 noch einen Wandertag geben wird, ist offen. Auch ein neuer Vorstand wird gesucht.

Vorsitzender Franz Kummetsteiner überreichte den Jubilaren Petra Kummetsteiner und Erich Seebauer, einem Urgestein des Vereins, Ehrenurkunden.  Foto: Josef Schießl
Vorsitzender Franz Kummetsteiner überreichte den Jubilaren Petra Kummetsteiner und Erich Seebauer, einem Urgestein des Vereins, Ehrenurkunden. Foto: Josef Schießl

Schwarzenfeld.Die Diskussion, ob es der Verein noch schafft, im 50. Gründungsjahr 2021 einen Wandertag auf die Beine zu stellen, beherrschte die Jahresversammlung am Sonntag im Gasthaus Plank. Den am 21. November 1971 im Gasthaus Deml in Deiselkühn aus der Taufe gehobenen Verein plagen nach dem Abflauen des Wanderbooms ebenso wie viele Nachbarvereine Nachwuchssorgen. Mit viel Idealismus haben es die Mitglieder bis heute geschafft, die Tradition der Wandertage aufrecht zu erhalten. Heuer findet er nochmal am Pfingstwochenende 30./31. Mai wieder unter der Schirmherrschaft von Manfred Rodde statt.

Gab es 2019 noch 41 Veranstaltungen, so stehen für 2020 nur noch 34 Wandertage auf dem Plan, bilanzierte Vorsitzender Franz Kummetsteiner in der Versammlung, zu der sich 17 Mitglieder eingefunden haben. Von einst 140 hat sich im Verein die Mitgliederzahl durch Tod und Austritte auf 88 fast halbiert. „Auch wir sind älter geworden“, stellte Kummetsteiner fest. Er ist seit 24 Jahren im Amt und nannte neben dem Alter den fehlenden Nachwuchs, gestiegene Kosten, Auflagen und Bürokratie als Gründe, dass eine große Veranstaltung nicht mehr zu stemmen ist. Auf Kritik stieß die Erhöhung der Startgebühr auf drei Euro durch den Verband.

Unsicher sei auch, ob 2021 durch die Sanierungsarbeiten die Aula der Schule als Start und Ziel – in den letzten Jahren die ideale Lösung – zur Verfügung stehe. Als weitere offene Frage führte Kummetsteiner ins Feld, ob bei der Neuwahl zu Beginn 2021 eine neue Vorstandschaft gefunden wird. Nach längerer Diskussion stimmten die Mitglieder zu, dass zunächst beim Verband kein Termin für einen Wandertag gemeldet wird. Einigkeit bestand darüber, dass das „50-Jährige“ gefeiert wird. Die Planungen für 2020 beginnen in der Ausschusssitzung am 13. März.

Durch den unermüdlichen Einsatz eines harten Kerns wurde der letzte Wandertag erfolgreich über die Bühne gebracht. Er fand großen Zuspruch und für die Wanderstrecken gab es viel Lob, stellte der Vorsitzende in seinem Rückblick fest. Der Zusammenhalt stimmt, betonte Kummetsteiner. Er dankte dem Team, insbesondere seinem Stellvertreter Erich Seebauer, sowie Schirmherrn Bürgermeister Manfred Rodde, Hausmeister Franz Kral und den Johannitern für die Unterstützung. Gelungen war auch wieder die „Fahrt ins Blaue“ zum Schliersee und die Adventsfahrt nach Dinkelsbühl gemeinsam mit Wanderfreunden aus Burglengenfeld und Leonberg. Gut besucht war die Christbaumversteigerung. Vier Ausschusssitzungen fanden statt. Finanziell hat der Verein keine Sorgen. (sss)

Wanderfreunde

  • Vorschau:

    Geplant sind für heuer wieder eine Fahrt ins Blaue und 2021 eine Fahrt in den Weinort Sommerach in Unterfranken.

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