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Freizeit

Warme Temperaturen forderten die Läufer

Beim Schwandorfer Landkreislauf gingen 1390 Sportler an den Start. Im Ziel waren besonders kühle Getränke gefragt.
Von Rudolf Hirsch

Am Straßenrand wurden die Läufer eifrig angefeuert. Foto: Hirsch
Am Straßenrand wurden die Läufer eifrig angefeuert. Foto: Hirsch

Trausnitz.Drei Stunden und 52 Minuten: So lange brauchten die zehn Läufer des TV Burglengenfeld für die 60 Kilometer lange Strecke von Traunsnitz nach Schwandorf. Der Vorjahressieger konnte den Titel damit souverän verteidigen.

1746 Sportler trotzten am Samstag dem schwülwarmen Wetter und begaben sich trotz der Hitze an den Start des 12. Landkreislaufes. Es waren 1390 Läufer und 303 Walker in insgesamt 240 Mannschaften, dazu vier Einzelstarter und 49 Mitglieder der Lebenshilfe Schwandorf. Ausrichter war der „Landkreis-Förderverein“.

Ruhiges Anfangstempo

139 Läufer fanden sich um acht Uhr im Innenhof der Burg Trausnitz ein. Der Bürgermeister der 1000-Seelen-Gemeinde, Martin Schwandner, bedankte sich für den Zuschlag. Organisator Christian Meyer bat die Teilnehmer beim Start um Rücksichtnahme über die enge Brücke und den Torbogen und appellierte an die Teilnehmer: „Setzt die Ellenbogen erst hernach ein.“ Das beherzigten die Läufer dann auch nach dem Startschuss von Landrat Thomas Ebeling und ließen es zunächst ruhig angehen. Dann aber verschärften die führenden Athleten sofort das Tempo. Die ersten kamen schon nach 25 Minuten an der sieben Kilometer entfernten Wechselstation in Gleiritsch an, obwohl die Strecke 230 Höhenmeter aufwies und es der Anstieg am Ende der Etappe in sich hatte.

Ab der dritten Etappe übernahm der TV Burglengenfeld die Führung und gab sie bis ans 60 Kilometer entfernte Ziel in Schwandorf nicht mehr aus der Hand. Die Mannschaft aus dem Städtedreieck konnte damit ihren Vorjahressieg wiederholen. Das Team bot ausschließlich ambitionierte Langstreckenläufer und Triathleten auf und distanzierte die Konkurrenz deutlich. Schlussläufer Simon Caspers traf noch drei Stunden und 52 Minuten im Schwandorfer Sepp-Simon-Stadion ein. Die Kameraden vor ihm, Mike Weber, Martin Frey, Tobias Zeller, Michael Schaller, Markus Gleissl, Sascha Kellner, Philipp Filchner, Sebastian Gleissl und Andriy Criny hatten einen großen Vorsprung heraus gelaufen.

Die erste Etappe war mit sieben Kilometern gleichzeitig die längste. Walter Kraus, der zum letzten Mal die Strecke markierte und sein Engagement mit der 12. Auflage beendete, hatte bewusst kürzere Abschnitte gewählt, weil die Läufer insgesamt 1000 Höhenmeter überwinden mussten.

Die Laufstrecke verlief vom Norden ins Zentrum des Landkreises und streifte dabei kurz den Osten. Sie führte durch „ein landschaftlich wunderschönes Gebiet“, wie Organisator und Moderator Christian Meyer fand. Was vielen Teilnehmern allerdings zu schaffen machte, war die Hitze. Einige Zuschauer erbarmten sich und reichten den Sportlern im Vorbeilaufen Getränke oder betätigten den Sprenger. So wie eine junge Dame in Bernhof, die den Wettkämpfern mit dem Gartenschlauch Abkühlung verschaffte.

Dreifacher Triumph

Die Walker stiegen um 9 Uhr in Altfalter ein und legen die 20 Kilometer lange Strecke bis zum Ziel im Sepp-Simon-Stadion in drei Etappen zurück. Die Starter des Fitness-Centers „Injoy Schwandorf“ feierten einen dreifachen Triumph und standen, wie in den letzten Jahren, auf dem Siegertreppchen. 300 Einsatzkräfte sorgten für die Sicherheit an der Strecke. Am Ziel waren erfrischende Getränke und eine Abkühlung gefragt. Um die Verpflegung der Athleten kümmerten sich die Handballer des TSV Schwandorf.

Jede Staffel bestand aus zehn Läufern, die sich an folgenden Wechselstationen ablösten: Gleiritsch, Teunz, Rottendorf, Guteneck, Altendorf, Unterauerbach, Altfalter, Traunricht, Fronberg. Einer, der alle zehn Etappen an einem Stück durchlief, war Wolfgang Theisinger aus Regenstauf. An seinem 36. Geburtstag nahm er die Strapazen auf sich und überquerte nach fünf Stunden und fünf Minuten die Ziellinie. Im Wettbewerb der Männerstaffel hätte er mit dieser Zeit unter 47 Teams immerhin den 16. Platz belegt. Ältester Läufer war der 78-jährige Konrad Haußner vom Lauftreff Schwandorf.

Die schönsten Impressionen vom diesjährigen Schwandorfer Landkreislauf finden Sie hier:

Die Läufer trotzten der Hitze

Am Ziel waren kühle Getränke gefragt. Um die Verpflegung der Athleten kümmerten sich die Handballer des TSV Schwandorf. Die Organisation des Landkreislaufes lag wieder in den bewährten Händen von Christian Meyer und Walter Kraus.

Auf Mittelbayerische Maps können Sie den Streckenverlauf nachvollziehen. Zoomen Sie dazu in die Karte und klicken Sie auf die Punkte:

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