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Region Schwandorf
Freitag, 23. Februar 2018 2

Rettungsdienst

Wasserwacht rettet professionell Leben

Die Bodenwöhrer Wasserwacht will einen neuen Einsatzanhänger anschaffen. Die Aktiven leisteten im Jahr 2017 3668 Stunden.
Von Renate Ahrens

Die Erste Hilfe-Ausbildung ist fester Bestandteil des Jahresprogramms. Foto: tre

BODENWÖHR.Wichtige Aufgaben erfülle die Wasserwacht in Bodenwöhr, doch auch aus dem kulturellen Leben sei sie nicht mehr wegzudenken, erklärte zweiter Bürgermeister Albert Krieger bei der Jahreshauptversammlung der Ortsgruppe. Ob bei den vielen Wachdiensten an den Badeplätzen Seewinkel und Blechhammer (an insgesamt 3668 Stunden an 46 Tagen), bei Aktionen wie Uferreinigungen am Hammersee oder bei der Beteiligung an vielen Veranstaltungen der Gemeinde – immer mache es Spaß, zuzusehen, mit welchem Elan die Mitglieder bei der Sache wären, so Krieger.

Ausführlich berichtet

Das Kinderferienprogramm, an dem sich die Wasserwacht beteiligte, war lehrreich und interessant. Foto: tre

Einige selbstgedrehte Filme und viele Fotos von Veranstaltungen gaben den Mitgliedern an diesem Abend die Gelegenheit, noch einmal das abgelaufene Jahr Revue passieren zu lassen. Zum Glück gab es keine schweren Badeunfälle. Vorsitzender Thomas Grimm hielt einen ausführlichen Rückblick über das Jahr 2017. Es gab viele Erste Hilfe-Einsätze und Schnelleinsatztruppen-Aktionen im Bereich der Wasserrettungsgruppe Ost, wie technischer Leiter Michael Althus berichtete.

Stolz ist der Vorsitzende, der die Ortsgruppe fast als seine „Familie“ betrachtet und den Badeplatz Seewinkel als das „Wohnzimmer“, vor allem auf seine Kameraden, die immer zur Stelle seien, wenn man sie brauche. Schließlich hat die Wasserwacht die Aufgabe, professionell Leben zu retten und Erste Hilfe zu leisten. Ein weiteres Betätigungsfeld ist der Umweltschutz: Durch die Entfernung von Unrat aus dem Hammersee sorgt man für Sauberkeit und Ordnung.

Der Hammersee war im vergangenen Jahr nur kurz zugefroren. Diese Zeit nutzte man für Übungen. Foto: tre

Nicht zu kurz komme dabei der Spaß, wie Grimm betont. „Das gehört zur Ausübung eines Ehrenamtes, und das war schon immer unser Credo.“ Das zeigen auch die Fotos, wie vom Jugendzeltlager, dem im Januar 2017 zugefrorenen Hammersee, vom „24 Stunden Schwimmen“ bei der befreundeten Ortsgruppe in Neunburg oder vom Cocktailausschenken bei der Spring Break-Party.

Die Wasserwacht hat sich wie viele andere Vereine auch an der Cold Water Challenge beteiligt:

Ein ganz besonderes Highlight, das weit über Bodenwöhr hinaus für Aufsehen gesorgt hatte, war die Beteiligung am Faschingszug. Mit Begeisterung erinnern sich die Ehrenamtlichen daran. Ein großes Piratenschiff wurde gebaut: die „Black Pearl“. Volle Fahrt vorausging es damit mit 17 Mitgliedern nach Diesenbach. Noch heute schwärmt man von der Gaudi – noch dazu hat die Wasserwacht an diesem 26. Februar den zweiten Preis der schönsten Wagen erhalten. „Damit hatte niemand gerechnet“, so Grimm strahlend.

Am Hammersee wird auch im Winter geübt. Foto: tre

Gerne erinnert man sich auch an die Versuche, bei anderen Ortsgruppen die Fahne zu stehlen, wie Jugendleiter Marc Spörl augenzwinkernd erzählte – leider habe es nicht geklappt, aber lustig sei es gewesen. Doch nie wurden die vielen Pflichttermine außer Acht gelassen, wie das 16. Winterschwimmen der Wasserwacht Ortsgruppe Nittenau im Regen im März.

Am Ferienprogramm beteiligt

Die Rettung aus dem Eis ist eine wichtige Aufgabe der Wasserwacht und wird regelmäßig geübt. Foto: tre

Traditionell erfolgte wie jedes Jahr am 1. Mai das Anschwimmen am Badeplatz, was den Start in die Wachsaison bedeutet, an diesem Tag bei 14 Grad Celsius Wassertemperatur. Ein Highlight ist jedes Jahr auch die Beteiligung am Kinderferienprogramm der Gemeinde Bodenwöhr – einige Mitglieder nehmen sich dafür sogar Urlaub. Die interessierten Kinder waren bei den lehrreichen Aktionen eifrig bei der Sache. Zugunsten der Jugendkasse verkauften die Mitglieder wieder beim Weihnachtsmarkt am Hammersee Schmankerl.

Ein Interview mit Vorsitzendem Thomas Grimm lesen Sie hier.

Es gab auch einige Anschaffungen für die Ortsgruppe. In diesem Jahr werde man einen neuen Einsatzanhänger einweihen können, der durch Spenden finanziert wird, und darauf freue man sich sehr.

Bei der Versammlung wurden auch viele Mitglieder geehrt. Von den Jugendlichen bekamen für ihren aktiven Dienst Simon Skiba, Franziska Hoffmann, Nicole Skiba, Marisa Hoffmann und Laura Honsberg Pokale überreicht. Foto: tre

Otto Langenhan, Kreisgeschäftsführer des BRK-Kreisverbands Schwandorf, bedankte sich bei der Ortsgruppe und lobte sie für die gute Arbeit, ebenso wie Roland Vogt von der Kreiswasserwacht. Alle Ziele seien erreicht worden, so Vogt. Bei der Versammlung wurden auch viele Mitglieder geehrt. Von den Jugendlichen bekamen für ihren aktiven Dienst Simon Skiba, Franziska Hoffmann, Nicole Skiba, Marisa Hoffmann und Laura Honsberg Pokale überreicht.

Mehr Nachrichten aus Bodenwöhr lesen Sie hier.

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