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Sicherheit

Wasserwacht testet ein Rettungs-Quad

Die Ortsgruppe reagiert damit auf die zunehmenden Besucherzahlen am Steinberger See. Der Test läuft über zwei Jahre.
Von Max Schmid

Verantwortliche des Kreis- und Bezirksverbandes der BRK-Wasserwacht sowie der Ortsgruppe am Steinberger See freuen sich samt Bürgermeister über das neue Quad-Einsatzfahrzeug.  Foto: smx
Verantwortliche des Kreis- und Bezirksverbandes der BRK-Wasserwacht sowie der Ortsgruppe am Steinberger See freuen sich samt Bürgermeister über das neue Quad-Einsatzfahrzeug. Foto: smx

Steinberg.Traditionell hat die Ortsgruppe der BRK-Wasserwacht am Steinberger See die Saison am 1. Mai mit dem „Boot-in-See-Tag“ eröffnet. Zeitgleich erfolgte die Übergabe eines Dienst-Quads, das der Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz zu Test- und Erprobungszwecken für zwei Jahre zur Verfügung stellt. Stellvertretender Bezirksvorsitzender Reinhard Hösl sagte, dass auch die Wasserwacht mit der Zeit gehen müsse, bezeichnete das Fahrzeug als eines der innovativsten Rettungsmittel und übergab die Schlüssel an den technischen Leiter der Kreiswasserwacht, Roland Vogt.

Anzahl der Wachstunden fast verdoppelt

Der wiederum reichte Fahrzeug und Schlüssel an den Vorsitzenden der Steinberger Ortsgruppe, Thomas Meier weiter. Vogt betonte bei der Übergabe, dass man damit auf die touristische Entwicklung am Steinberger See reagiere. Er verwies darauf, dass sich die Anzahl der Wachstunden am See von 2600 (2017) auf über 4300 im vergangenen Jahr fast verdoppelt habe. Die Wasserwacht gewährleiste im Rahmen ihres Wachdienstes an den Wochenenden und an Feiertagen die Sicherheit auf, im und unter Wasser. Dazu gehören der Segelsport, Surfen, Tretbootfahren, Schwimmen, tauchen oder Wasserskifahren. Auf dem See setzte man Rettungsboote ein, dafür habe man Wachleiter, Bootsführer und Wasserretter, aber auch Rettungstaucher ausgebildet. So könne im Notfall schnell, kompetent und professionell geholfen werden. Alle Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht würden zudem über eine Sanitätsausbildung verfügen und können so auch rund um den Steinberger See in Notfällen zu Hilfe eilen.

Hilfe abseits von befestigten Straßen

Das nun in den Dienst gestellt Quad soll die Diensthabenden in der Wachstation in die Lage versetzen, auch abseits von befestigten Straßen Hilfe leisten zu können. Im Einsatzfall können so zwei Einsatzkräfte mit Notfallausrüstung zur Unfallstelle eilen. In den ersten Wochen werde man die Einweisung der Fahrer vornehmen, damit sie mit der 44-PS-starken Maschine sicher ins Gelände fahren können. Danach gelte es, in den zwei Jahren der Testphase Erfahrungen auf dem Terrain des Steinberger Sees zu sammeln.

Vogt informierte, dass man das Fahrzeug auch in anderen Bereichen des Oberpfälzer Seenlandes bei Großveranstaltungen einsetzen könne. Als Beispiel nannte er Veranstaltungen, bei denen Rettungswägen geländebedingt nicht so schnell vorankommen könnten. Das kleine wendige Quad sei dann schneller am Unfallort.

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