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Region Schwandorf
Donnerstag, 19. April 2018 24° 1

Freizeit

Weihnachtszeit im Stadtmuseum Schwandorf

Margit Graf hat eine Vielzahl und Vielfalt an Suppenschüsseln gesammelt, so dass rund 130 Modelle in der Schau zu sehen sind.

Rund 130 Suppenschüsseln sind in der Schau zu sehen. Foto: Museum

Schwandorf.Ob kalte Wintertage oder festliche Weihnachtszeit, die Sonderausstellung „Aufgekocht und fein serviert – Suppenterrinen aus der Sammlung Margit Graf“ lädt alle großen und kleinen Museumsbesucher ein, die schmackhafte Geschichte von nahrhaften oder feinen Suppen, historischen Rezepten oder Kochbüchern und das Servieren von festlichen Gerichten in schönen Terrinen oder besonderen Suppenschüsseln im Stadtmuseum Schwandorf zu betrachten.

Margit Graf aus Riedenburg hat hierzu eine Vielzahl und Vielfalt an Formen mit einem ganz besonderen Blick auf deren Ästhetik gesammelt, so dass rund 130 verschiedene Modelle davon in der Schau zu sehen sind.

In diesem Zusammenhang ist es zudem spannend, nicht nur einen Blick auf die Geschichte und die unterschiedlichen Gestaltungsvarianten dieses Geschirrteils zu werfen, sondern sich ebenso mit dem Inhalt zu beschäftigen, für den es bestimmt ist: Das führt notwendigerweise zur Kulturgeschichte des Essens, genauer gesagt, zur interessanten Betrachtung der Suppe als eine Speise, die wohl schon seit Jahrtausenden den Menschen nährt und seinen Speiseplan grundlegend bereichert.

So steht bei der Ausstellung zwar die Suppenschüssel in ihrer Form und ihrem Aussehen, aber genauso in ihrem Gebrauch im Mittelpunkt. Und es interessieren natürlich auch die damit verbundenen Gerichte und die Tischkultur, die vor allem seit dem 18. Jahrhundert den gedeckten Tisch edel bei Hofe prägte, während die meisten einfachen Leute bei Tisch oft gemeinsam aus einer Schüssel aßen. So ist es zunächst der Adel und später zunehmend das wohlhabende Bürgertum, die viel Wert auf ein wertvolles, vielteiliges Tafelservice legen, zu dem beim Speisen unbedingt auch Terrinen und Suppenschüsseln gehörten.

Ihr Gebrauch scheint allerdings in der modernen Gegenwart zunehmend in Vergessenheit zu geraten – schöne, dekorative Kochtöpfe und deren praktische, schnelle Handhabung beim Servieren von Essen sind hier möglicherweise die Gründe, warum viele heutzutage die Suppenschüssel im Schrank stehenlassen oder auf dem Flohmarkt verkaufen.

Wenn es also etwas ruhiger zwischen den Jahren wird, ist die Zeit günstig für einen Besuch der ganzen Familie im Schwandorfer Museum, das eine ebenso sehenswerte ständige Ausstellung zur Stadt- und Regionalgeschichte präsentiert. Während die Eltern sich dabei auch der aktuellen Sonderausstellung widmen, bereitet es den Kindern viel Vergnügen, im Dachgeschoß das NaturInfoZentrum zu erkunden.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 26. Dezember, sind das Stadtmuseum und die Ausstellung von 14 bis 17 Uhr zusätzlich geöffnet. An Heiligabend, Silvester, Neujahr und Hl. Dreikönig bleibt das Stadtmuseum allerdings geschlossen. Ansonsten gelten die regulären Öffnungszeiten: sonntags, mittwochs und freitags von 14 bis 17 Uhr und donnerstags (werktags) von 12 bis 18 Uhr. Der familienfreundliche Eintrittspreis beträgt einen Euro und für Kinder ab sechs Jahren 50 Cent. Schulklassen und Kindergärten haben übrigens freien Eintritt.

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