MyMz
Anzeige

Wettbewerb

Welche Orte haben eine Zukunft?

Fünf Orte in Schwandorf beteiligen sich bei „Unser Dorf hat Zukunft“ . Zwei Sieger gehen 2020 in der Bezirksebene ins Rennen.
Von Renate Ahrens

Die Bewertungskommission nimmt die Orte unter die Lupe und bereist dazu den Landkreis.  Foto: Renate Ahrens
Die Bewertungskommission nimmt die Orte unter die Lupe und bereist dazu den Landkreis. Foto: Renate Ahrens

BODENWÖHR.Welcher Ort im Landkreis hat die meisten Zukunftsperspektiven, was wird zur Verbesserung der Infrastruktur, was für Naherholung getan? Diese Kriterien und noch viel mehr nehmen zehn Mitglieder einer Bewertungskommission in diesen Tagen unter die Lupe. Landrat Thomas Ebeling entsandte die Jury offiziell in Bodenwöhr, das mit gleich drei Ortsteilen beteiligt ist, in eine neue Runde des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“.

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ehrt mit dem Wettbewerb alle drei Jahre bürgerschaftliches Engagement und macht positive Entwicklungen in ländlichen Regionen sichtbar. Im Landkreis Schwandorf kann man auf eine mehr als 50-jährige Tradition zurückblicken. „Der Wettbewerb erfreut sich großer Beliebtheit“, lobte der Landrat. Im Laufe der Jahre, so erklärte Ebeling, legte man Wert auf weitere, neue Kriterien wie Umweltaspekte. Georg Hoffmann, Bürgermeister von Bodenwöhr, führte die Gäste durch die Hammerseegemeinde. „Es ist eine Ehre, an dem Wettbewerb teilnehmen zu dürfen“, sagte er und hieß die Kommission willkommen.

Die Jury besteht aus zehn Personen

In Bodenwöhr nehmen Pingarten und Neuenschwand sowie Bodenwöhr selbst teil, außerdem beteiligen sich Saltendorf (Markt Wernberg-Köblitz) und Eigelsberg (Stadt Oberviechtach). Die Jury besteht aus zehn Personen, die das soziale und kulturelle Leben, die Bau- und Grünentwicklung sowie die Einbindung der Orte in die Natur beurteilen. Unter die Lupe genommen werden dabei auch die Verwendung von umweltfreundlichen Materialien, Baugebiete und ihr Anteil an Niedrigenergiehäusern oder Passivhäusern oder Biotope in Feld und Natur. Der traditionsreiche Wettbewerb geht jedoch weit über den „Grünbereich“ hinaus. Besonders aktuell, so erklärten die Verantwortlichen, sei bürgerschaftliches Engagement und die Eigeninitiative in den Orten.

Die Kommission

  • Leitung:

    Wolfgang Grosser

  • Mitglieder:

    Grüngestaltung und -entwicklung: Hans-Dieter Betz und Annemarie Frank, Entwicklungskonzepte und wirtschaftliche Initiativen: Jacob Scharf und Arnold Kimmerl, Baugestaltung und Entwicklung: Franz Pfeffer und Michael Steidl, Dorf in der Landschaft: Birgit Simmeth und Oliver Paul, Baugestaltung: Franz Pfeffer und Michael Steidl, Soziales und kulturelles Leben: Siegfried Völkl und Barbara Hanauer. (tre)

Dazu gehörten Verbände und Vereine, Jugend- und Seniorenaktivitäten, die Beteiligung am kirchlichen Leben und an kulturellen Veranstaltungen. Im Landkreis Schwandorf haben sich bereits mehr als 500 Orte beteiligt. Die daraus entstehenden Aktivitäten sind ehrenamtlich und erfolgen ohne staatliche Zuschüsse. Organisator ist seit dem Jahr 1963 das Kreisgartenamt am Landratsamt. Zahllose Bürger, so betont der Landrat, hätten dabei Beispielhaftes für die Kreisentwicklung geleistet.

Treffpunkt

„Tante Emma“ ist quicklebendig

Den Schwarzhofener Marktladen gibt es seit 15 Jahren. Meta Arnold, die Frau der ersten Stunde, erinnert sich an Meilensteine.

Am Dienstag und Donnerstag bereiste die Kommission den Landkreis und die angemeldeten Ortschaften. Da die unterschiedliche Größe der Gemeinden und Gemeindeteile zu berücksichtigen ist, werden die Teilnehmer auf Kreisebene in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe A: bis 600 Einwohner, Gruppe B: 601 bis 4000 Einwohner, Gruppe C: kleine Orte und Weiler, die nicht auf Bezirksebene weitergemeldet werden. Alleinstellungsmerkmal dieses Wettbewerbs ist die ganzheitliche Entwicklung des Dorfes. Das Erscheinungsbild des Ortes habe, so das Bundesministerium, großen Einfluss auf das Lebensgefühl der Menschen. Wichtig sind Arbeitsplätze und soziale Einrichtungen, aber auch ein interessantes Vereinsleben.

Bürger sollten sich an der Ideenfindung beteiligen

Für eine erfolgreiche Teilnahme ist deshalb entscheidend, wie sich die Bürger an der Ideenfindung beteiligen, was die Dorfbewohner gemeinsam mit den kommunal Verantwortlichen bewirken, wie sie mit konkreten Aktivitäten zur Entwicklung des Dorfes beitragen und die Herausforderungen meistern. Zum Beispiel wird beleuchtet, welcher Beitrag zur Erhaltung oder Schaffung von Arbeitsplätzen geleistet oder was zur Verbesserung der Breitbandversorgung unternommen wird.

Oder: Was wird hinsichtlich einer nachhaltigen Energieversorgung getan? Wie wird das Ehrenamt gewürdigt? Der Kreiswettbewerb entscheidet über zwei Siegerorte, die 2020 auf Bezirksebene ins Rennen gehen. Die Siegerehrung und Preisverleihung sind im Herbst dieses Jahres.

Mehr Nachrichten aus Bodenwöhr lesen Sie hier.

Erhalten Sie täglich die aktuellsten Nachrichten aus der Region bequem via WhatsApp auf Ihr Smartphone.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht