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Ehrenamt

Wenn ein roter Kübel vor dem Haus steht

Was tun, wenn es brennt und niemand kommt? Mit der Verteilung von Löschkübeln weist die Teublitzer FFW auf Personalnot hin.
Von Werner Artmann

Die Kommandanten aller vier Feuerwehren in der Stadt Teublitz unterstützen die Aktion unter der Leitung von Johannes Schindler (3. v. links). Derzeit gehören den vier Wehren gerade mal knapp 170 aktive Mitglieder an. Das ist nicht viel.Foto: Werner Artmann
Die Kommandanten aller vier Feuerwehren in der Stadt Teublitz unterstützen die Aktion unter der Leitung von Johannes Schindler (3. v. links). Derzeit gehören den vier Wehren gerade mal knapp 170 aktive Mitglieder an. Das ist nicht viel.Foto: Werner Artmann

Teublitz.„Was ist denn da los?“, fragten sich wohl viele Teublitzer Hausbesitzer, als heute Morgen vor ihrer Haustüre ein feuerroter Haushaltskübel stand. Erst bei der näheren Betrachtung stellten sie dann wohl fest, dass es sich hier um eine außergewöhnliche und witzige Aktiven-Werbeaktion der Freiwilligen Feuerwehr handelte. Der Haushalts-Löschkübel mit einem Flyer soll ein Geschenk der Teublitzer Feuerwehren sein und auf die wichtige und ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehr-Aktiven hinweisen, mit dem Hintergrund, aktive Mitglieder, also Menschen, die zu Einsätzen ausrücken, für die Feuerwehr zu gewinnen.

„Wir wollen mit dieser Aktion aber auch die Bürgerinnen und Bürger von Teublitz und ihren Stadtteilen wachrütteln und zum Nachdenken anregen,“ sagt 1. Kommandant Marco Feicht. Diese sollen davon überzeugt werden, wie notwendig es ist, sich aktiv und ehrenamtlich in der Feuerwehr zu engagieren. So waren in der vergangenen Nacht zum heutigen Samstag über 50 Feuerwehrleute unterwegs und verteilten in Teublitz mit der Hugo-Geiger-Siedlung 2000, in Katzdorf 650, in Münchshofen/Premberg 500 und in Saltendorf 500 Löschkübel – insgesamt somit rund 3660 Stück.

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„Jeder von uns kann schnell in eine lebensbedrohliche Lage geraten, wenn beispielsweise das eigene Haus brennt oder man in einen Verkehrsunfall verwickelt wird. Was würden wir dann ohne die Feuerwehr tun?“, fragt der Leiter der Löschkübelaktion Löschmeister Johannes Schindler und beantwortet seine rhetorische Frage selbst: „Ohne Zweifel, die aktive Wehr braucht dringend neue Mitglieder!“ Wie Schindler weiter berichtet, stammt die Idee zur Löschkübelaktion von der Freiwilligen Feuerwehr Vallstedt/Avesse, die diese in Verbindung mit der Werbefirma „Typografix“, dort sehr erfolgreich abgeschlossen hat. Eine Genehmigung, diese Werbeaktion zu wiederholen, holte die Teublitzer Wehr ein.

Veranstaltungen

  • Teublitz:

    Für aktive Interessenten aus Teubitz, Saltendorf und Hugo-Geigersiedlung gibt es am Freitag, 20. September, um 18.30 Uhr im Gerätehaus Teublitz Infos.

  • Katzdorf:

    Infos am Samstag, 21. September, um 16 Uhr im Gerätehaus Katzdorf.

  • Münchshofen-Premberg:

    Infos am Freitag, 20. Sepember , um 18.30 Uhr im Gerätehaus Münchshofen. (bat)

Es ist kein Geheimnis, dass auch bei den Freiwilligen Feuerwehren die Aktivenzahlen seit einigen Jahren rückläufig sind und deshalb auch Feuerwehren zusammengelegt werden. Derzeit gehören der FF Teublitz rund 60, der FF Münchshofen 50, der FF Katzdorf 35 und der FF Saltendorf 22 aktive Feuerwehrkräfte an.

Die Stadt Teublitz mit Bürgermeisterin Maria Steger unterstützte finanziell die Aktion der Feuerwehr und war begeistert von dieser Idee. Immer weniger Menschen wissen, wie viele Aufgaben die Feuerwehr übernimmt, und wie wichtig der Erhalt der Feuerwehr ist. Nicht jeder weiß beispielsweise, dass die Feuerwehren im Städtedreieck ausschließlich aus ehrenamtlichen Kräften besteht. Die teilweise verbreitete Meinung, die Feuerwehrleute würden im Gerätehaus nur auf einen Alarm waren, ist falsch. Diese werden alle zu Hause oder am Arbeitsplatz alarmiert und begeben sich dann erst in das Feuerwehrhaus.

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