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Wiese muss einem Parkplatz weichen

Der Wackersdorfer Gemeinderat hat den Neubau eines Ärztehauses und die Schaffung von Parkplätzen beschlossen.
Von Johann Ippisch

Auf der Wiese hinter der Pfarrkirche sollen neue Parkplätze entstehen.  Foto: Johann Ippisch
Auf der Wiese hinter der Pfarrkirche sollen neue Parkplätze entstehen. Foto: Johann Ippisch

Wackersdorf.In der letzten öffentlichen Sitzung des noch bis 30. April amtierenden Gemeinderats wurden mit dem Neubau eines Ärztehauses, dem Abriss der gemeindeeigenen Wohnung „Schulstraße 1“ sowie der Schaffung von Parkplätzen auf dem kircheneigenen Grund hinter der Pfarrkirche noch weitreichende Entscheidungen getroffen. Außerdem verabschiedete erster Bürgermeister Thomas Falter neun Gemeinderäte bereits kurz. Die offizielle Verabschiedung der ausscheidenden Gemeinderäte wird zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen, so der Bürgermeister.

Die neuen Mitglieder des Gemeinderates, der sich mit nun fünf Fraktionen und vielen neuen Gesichtern wesentlich verändern wird, haben am 6. Mai die konstituierende Sitzung, informierte der Bürgermeister weiter. Zu Beginn der öffentlichen Sitzung in der Sporthalle wurde eine Schweigeminute für den am Donnerstag verstorbenen Ehrenbürger Udo Geflitter eingelegt. Er war mit einem Gemeinderatsbeschluss vom 26. November 1997 in Würdigung besonderer Verdienste um die Ansiedlung von Firmen im Innovationspark zum Ehrenbürger von Wackersdorf ernannt worden.

Entscheidung

Eine Feuerwache für die Firmen

Wackersdorf wagt ein bayernweit einzigartiges Projekt. Im Notfall stellen die Betriebe ihre Mitarbeiter zum Löschen frei.

Ärztehaus soll 2022 fertig sein

Im weiteren Verlauf der Sitzung präsentierte Architektin Anna Grabinger von Architekten Greßmann Söllner aus Regensburg das neue Ärztehaus, bis zum Jahr 2022 fertiggestellt und anschließend verpachtet werden soll. Der Gemeinderat erklärte sich einstimmig bereit, fünf Millionen Euro für das Ärztehaus und rund 600 000 Euro für das östlich angrenzende Parkdeck mit 39 öffentlichen Parkplätzen zu investieren. Von der Regierung der Oberpfalz wurde bereits eine Förderung des Ärztehauses mit 55 Prozent und des Parkdecks mit 30 Prozent signalisiert.

Erster Bürgermeister Thomas Falter sah die Investition als Reaktion auf das Ergebnis aus der ISEK-Erarbeitung, bei der sich bei der Bürgerbefragung im Jahr 2016 neben der Nahversorgung die medizinische Nahversorgung als Spitzenreiter ergeben hatte. „Der Bau des Ärztehauses sichert die medizinische Zukunft unserer Gemeinde. Daher sehe ich das Ärztehaus als zentrale kommunale Aufgabe“, sagte Falter.

Feuerwehrwesen

  • Beschluss:

    In seiner Sitzung am 23. April hat der Gemeinderat außerdem die Neubeschaffung eines GW-L2 (Gerätewagen Logistik) beschlossen. Dieser soll das bisherige LF 16/12 ersetzen.

  • Kosten:

    Die Kosten für Fahrgestell, Aufbau und Beladung belaufen sich auf rund 275 000 Euro. Die Neuanschaffung wird mit rund 90 000 Euro gefördert.

Mit Zuschlag vom 4. März 2020 erhielt die Gemeinde Wackersdorf auch einen zusätzlichen vierten Arztsitz. Der Zuschlag ging an die Gemeinschaftspraxis Roi, Diaconu und Zahnweh, die auch in den nächsten Jahren das neue Ärztehaus in der Schulstraße beziehen werden. Im Zusammenhang mit dem Neubau des Ärztehauses neben dem Mehrgenerationenhaus wurde auch der vorzeitige Abriss des gemeindeeigenen Wohnhauses Schulstraße 1 noch in diesem Jahr beschlossen. Auf dem freigewordenen Platz sowie auf einem Teil des angrenzenden Gartens werden vorerst provisorische Parkplätze geschaffen. Bürgermeister Thomas Falter begründete die Maßnahme, die allein für den Abriss nochmals rund 90 000 Euro verschlingen wird, mit dem Baubeginn des Ärztehauses. Denn dadurch würden die 18 Parkplätze im Innenhof des Mehrgenerationenhauses nicht mehr zur Verfügung stehen werden.

Mit der Baumaßnahme werden auch die sogenannten Nussecken, die vor Jahren zur Verkehrsberuhigung in die Schulstraße eingebracht wurden, entfernt. Weitere Parkplätze werden auf dem kircheneigenen Grund hinter der Pfarrkirche zwischen der Schwandorfer Straße und der Kirchenstraße geschaffen.

Realisierung noch dieses Jahr

Mit einer Gegenstimme von Bianca Götz stimmte der Gemeinderat mehrheitlich der von Josef-Peter Weber von Architekten-Ingenieure Weber aus Ruhmannsfelden vorgestellten Planung zu.

Wie Bürgermeister Falter informierte, könne die Realisierung der Maßnahme, die rund 380 000 Euro kosten wird, noch heuer erfolgen. Mit dem Ordinariat Regensburg, der Kirchenverwaltung sowie den Nachbarn seien bereits positive Abstimmungsgespräche erfolgt, so Falter. Die beschlossene neue Bepflasterung soll eine Art Torwirkung im Einfahrtsbereich an der Schwandorfer Straße (zwischen Sparkasse und Pfarrheim) haben.

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