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Bauprojekt

Wohnen im Herzen von Neunburg

Der Zimmerei-Meisterbetrieb Bauer hat jetzt sein Projekt für barrierefreies Wohnen am ehemaligen Bahnhofsareal vorgestellt.
Von Ralf Gohlke

Bauen in der Mitte von Neunburg ist das Ziel der Zimmerei Bauer aus Oberaschau, das nun offiziell vorgestellt wurde. Foto: Ralf Gohlke
Bauen in der Mitte von Neunburg ist das Ziel der Zimmerei Bauer aus Oberaschau, das nun offiziell vorgestellt wurde. Foto: Ralf Gohlke

Neunburg.Schon seit vielen Jahren ist eine Brachfläche zwischen der Bahnhof-, Schrenk- und Ringseisstraße, nahe des ehemaligen Bahnhofsgeländes, den Stadtvätern ein Dorn im Auge. Das Areal bietet sich für zentrumsnahes Wohnen geradezu an. Frühere Planungen der Grundeigentümer wurden entweder nicht umgesetzt oder haben sich im Lauf der Zeit zerschlagen. Dem Ziel einer Wohnbebauung deutlich näher kam die Stadt durch eine Idee des Zimmermeisterbetriebes Bauer aus Oberaschau. Seit 1998 beschäftigt sich das Unternehmen mit der Planung und Fertigung von Wohn- und Industriebauten in Holzrahmenbauweise.

Die Familie Bauer erkannte den Bedarf an Häusern mit überschaubarer Größe, die einerseits barrierefrei sein und zum anderen alle Annehmlichkeiten moderner Bautechnik bieten sollen. Die Zielgruppe sollte in erster Linie Menschen sein, denen die Bewirtschaftung eines großen Hauses mit steigendem Alter zu mühselig oder zu teuer werden würde, die sich aber andererseits ihre Eigenständigkeit und Privatsphäre erhalten wollen.

Fast alles ist für die Bewohner zu Fuß erreichbar

„Das Projekt ist aber für jedermann offen, eine Senioren-Siedlung im Sinne eines Altenheimes ist hier nicht das vordringliche Ziel“, betonte Seniorchef Josef Bauer, bei der Vorstellung des Projektes vor Ort. Dessen ungeachtet wurde allerdings schon eine Kooperation mit dem nahegelegenen Refugium Neunburg vereinbart, welche zum Beispiel alle dort angesiedelten Dienstleistungen beinhaltet, die individuell buchbar seien.

Das Expose der Firma Bauer vermittelt eindrucksvoll die charmante Gestaltung der Häuser in Holzrahmenbauweise. Grafik: Bauer Holzbau
Das Expose der Firma Bauer vermittelt eindrucksvoll die charmante Gestaltung der Häuser in Holzrahmenbauweise. Grafik: Bauer Holzbau

Bürgermeister Martin Birner hatte zu dem Ortstermin eingeladen, um das neue Baugebiet vorzustellen. Neben ihm waren vonseiten der Stadt Kämmerer Michael Haßfurther, Stadtwerkegeschäftsführer Willi Meier, Peter Fleischmann, neuer Netzmeister der Stadtwerke, und Martin Scharf als Vertreter des Stadtrates anwesend. Birner sprach von „einem besonderen Projekt, mitten im Herzen von Neunburg.“

Er verdeutlichte dies anhand der Nähe zu den Ärzten und Pflegeeinrichtungen im ehemaligen Krankenhaus aber auch zu vielen Einkaufsmöglichkeiten von der Apotheke bis zum Pfalzgrafencenter. „Etwas in dieser Form haben wir in der Stadt bisher überhaupt noch nicht gehabt“, schwärmte der Bürgermeister. Gleichzeitig verwies er auf die Ruhe, die den Verkehrslärm eines Freitagnachmittags tatsächlich überhaupt nicht hörbar werden ließ.

Wandel

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Für den Schrannenplatz will die Stadt einen Entwurf aus einem Guss. Mit einem Projekt soll der große Wurf gelingen.

Besser könne seniorengerechtes Wohnen kaum gestaltet werden. Ein Lob sprach er der Firma Bauer für ihre Idee aber auch die zu erwartende Qualität der Häuser aus. Davon habe er sich bereits bei einem Wohnhaus in Seebarn und der Halle und den Büroräumen in einem erst kürzlich eingeweihten Handwerksbetrieb im Industriegelände überzeugen können. Die Innenausstattung der geplanten Häuser, habe er bereits im Rahmen eines „virtuellen Rundgangs“ bei der Firma Bauer, erleben dürfen. Dieses Projekt, im Zuge der Bauleitplanung begleiten zu dürfen, habe echt Freude gemacht. Dem stimmte Martin Scharf gerne zu.

Hohe Förderung möglich

Josef Bauer erläuterte die Bauweise der geplanten 15 Häuser, die in zwei Größen angeboten werden. Der etwas kleinere Typ umfasst rund 81 Quadratmeter Wohnraum, und der größere, der über ein zusätzliches Zimmer verfügt, über rund 116 Quadratmeter. Beide Typen sind mit einer teilweise überdachten Terrasse und einem Carport ausgestattet. Die Wohnräume sind nach Süden ausgerichtet und lichtdurchflutet, der Straßenführung erfolge auf der Nordseite.

Barrierefreiheit bedeute, dass es keine Stufen und Treppen gebe, womit im ganzen Haus eine ausgezeichnete Bewegungsfreiheit garantiert sei. Der Bau erfolge schlüsselfertig, wobei den Käufern in einigen Bereichen Gestaltungsmöglichkeiten offen stünden.

Das Projekt

  • Fläche:

    Auf dem rund 5500 Quadratmeter, fast parkähnlichen Grundstück zwischen der Bahnhof-, Schrenk- und Ringseisstraße entsteht das Baugebiet „am Bahnhof“.

  • Bebauung:

    Die Firma Holz Bauer errichtet dort 15 barrierefreie Häuser mit einer Größe von 81 Quadratmetern beziehungsweise 116 Quadratmetern.

  • Bauweise:

    Die Häuser werden als „KfW-Effizienzhaus40“ in Holzrahmenbauweise gebaut.

Juniorchef Markus Bauer vermittelte, dass die Häuser aufgrund ihrer Bauweise mit dem Wert „KfW Effizienzhaus 40“ zertifiziert und so entsprechend förderfähig seien. Entsprechende Beratung könne vermittelt werden. Neben den energetischen Vorteilen in der Holzrahmenbauweise sprächen auch die passgenaue Vorfertigung, die atmungsaktive Wandgestaltung sowie das Fehlen jeglicher Restfeuchte deutlich dafür.

Für Interessenten hat die Firma Bauer ein Exposé gestaltet, das im Neunburger Rathaus oder am Firmensitz in Oberaschau erhältlich ist, ebenso wie auf der Homepage.

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