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Bauausschuss

Wohnen im Schloss: Plan wird geprüft

Bis zu 16 Wohnungen will ein Investor im Schloss Pirkensee schaffen. Aus denkmalschutzrechtlicher Sicht steht den Plänen nichts im Weg.

Ob das Schloss Pirkensee bald Platz für bis zu 16 Wohnungen bietet, müssen die Stadt Maxhütte-Haidhof und das Landratsamt Schwandorf noch „sehr genau prüfen“.Foto: bxh

Maxhütte-Haidhof. Einstimmig, beziehungsweise mehrheitlich, gab der Bauausschuss Licht für alle geplanten Bauvorhaben. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um kleinere private Vorhaben, beziehungsweise die Errichtung von Wohnhäusern. Am interessantesten war der Plan, über den nicht abgestimmt wurde und dessen Überschrift „Schloss Pirkensee“ lautete. Es war die „Voranfrage zur Voranfrage“, wie es Bauamtsleiter Johannes Ortner gegenüber der MZ formulierte. Es ging um ein Vorhaben, das die unendliche Geschichte des historischen Gebäudes zu einem guten Abschluss bringen könnte.

Ein Investor will Wohnungen des gehobenen Standards im Schloss schaffen, mit altersgerechter Ausstattung, die anschließend vermietet werden sollen. Das der Stadt vorgelegte Konzept sieht 14 bis 16 Wohnungen, mit einer Wohnfläche von 68 Quadratmeter bis 140 Quadratmeter vor. Die höher gelegenen Wohnungen werden auch über einen Aufzug erreichbar sein, für jede Wohnung ist ein kleiner Gartenbereich vorgesehen. Die ehemalige Loge in der Kapelle würde zum Gemeinschaftsraum, im Erdgeschoss West ist an einen Hausmeisterraum gedacht.

Kapelle und Gruft sollen in einem späteren Bauabschnitt restauriert werden. Heizkeller, gemeinsamer Freisitz und Spielplatz runden den Planentwurf ab. Die Wohnfläche gliedert sich in 226 Quadratmeter im Erdgeschoss, 389 Quadratmeter im Obergeschoss, 503 Quadratmeter im 2. Obergeschoss und 431 Quadratmeter im Dachgeschoss. Wenn auch erst in den Fraktionen weiter beraten wird, „grundsätzlich steht der Ausschuss dem Vorhaben positiv gegenüber“, stellte Ortner fest. Allerdings wolle man, auch in Verbindung mit dem Landratsamt Schwandorf, das Vorhaben „sehr genau prüfen“. Dabei gehe es unter anderem um mögliche Konflikte mit angrenzender Landwirtschaft. Ein wesentliches Vorzeichen steht laut Ortner jedoch bereits auf grün, aus denkmalschutzrechtlicher Sicht, wäre das Vorhaben möglich.

Der weitere Teil der Sitzung gehörte der Beratung von Verkehrsangelegenheiten. Der zweite Versuch eines Anwohners, im Bereich Bergmannstraße 101 ein absolutes Halteverbot zu erreichen, blieb wiederum erfolglos. Die Ablehnung erfolgte, weil ein einseitiges Halteverbot nur dazu führen würde, dass die Dauerparker auf die andere Straßenseite ausweichen würden.

Versetzt werden die Schilder 7,5 Tonnen und Anlieger frei in der Almenstraße. Stadtrat Franz Krämer (SPD) hatte dies vorgeschlagen, damit Verkehrsteilnehmer rechtzeitig auf die Tonnagebegrenzung aufmerksam gemacht werden.

Positiv wurde ein Antrag von Stadträtin Sybille Böhm (CSU) und Johann Seebauer (UWM) aufgenommen. Die beiden Pirkenseer schlugen ein Halteverbot im Bereich der Hauptstraße 21 bis 39 vor. Allerdings war Tenor der Diskussion, dass die Maßnahme nur auf den Kurvenbereich, Hausnummer 25 bis 39, beschränkt werden sollte. Da das eine Kreisstraße ist, wird der Vorschlag entsprechend an das Landratsamt weitergegeben.

Abgelehnt wurde auch das Ansinnen eines absoluten Halteverbotes an der Langäckerstraße, Hausnummer sechs und sieben. Allerdings sprach man sich im Gremium dafür aus, die Parksituation dort stichprobenartig zu überwachen.

Erneut lehnte der Ausschuss den Antrag auf ein Stopp-Schild an der Einmündung Hüttenstraße in die Kreisstraße SAD 5 ab. Im Ausschuss war man der Meinung, dass Radfahrer des kreuzenden Radweges sich dann in Sicherheit fühlen könnten und nicht mehr auf ausfahrende LKWs achten würden. (bxh)

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