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Entspannung

Yoga-Festival steigt am Steinberger See

800 Yoga-Fans können im Juni bei Workshops und Konzerten vier Tage lang ihren Horizont erweitern. Die MZ verlost ein Ticket.
von Cornelia Lorenz

  • Rund 100 Yoga-Fans kamen 2016 auf Initiative des Wackersdorfer Kneippvereins anlässlich des Weltyogatags an den Murnersee. Heuer versammeln sich Anhänger dieser aus Indien stammenden philosophischen Lehre bei einem viertägigen Festival am Steinberger See. Archiv-Foto: ssj
  • Yoga auf dem Wasser ist besonders effektiv. Wer Yogaübungen mit Stand-Up-Paddling kombinieren möchte, hat beim Festival dazu Gelegenheit. Außerdem bieten die Veranstalter täglich SUP-Schnupperkurse an. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Steinberg am See.Den Körper mit Seele und Geist in Einklang bringen – das ist das große Ziel beim Yoga, einer alten indischen Philosophie. Während sie in den 1970er Jahren hierzulande noch als potenziell gefährliche Meditationspraxis galt, ist das heute ganz anders: Yogakurse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit – und die Anhänger in der Region können am Steinberger See bald eine Premiere feiern: Am 21. Juni, dem Weltyogatag, startet dort das viertägige Festival „Yoga Sound and Sea“. 500 Tickets haben die Veranstalter bereits verkauft.

Autounfall als Wendepunkt

Chris Seiler (l.) und Navid Talebi (r.) sind zwei der Veranstalter des Yoga-Festivals. Foto: Seiler
Chris Seiler (l.) und Navid Talebi (r.) sind zwei der Veranstalter des Yoga-Festivals. Foto: Seiler

Chris Seiler, einer der drei Organisatoren, ist mit der Resonanz jetzt schon zufrieden. „Mit so einem tollen Feedback hätten wir nicht gerechnet“, sagt der 43-Jährige, der im Nürnberger Raum als Yogalehrer arbeitet. Er ist eigentlich gelernter Industriemechaniker, musste diesen Beruf aber wegen eines schweren Autounfalls aufgeben – er hatte sich dabei 1995 das Becken gebrochen und mehrere Gelenke zertrümmert. Yoga habe seinem Körper anschließend gut getan, weshalb er selbst Lehrer wurde. „Yoga gibt mir geistige und körperliche Stärke“, sagt er. Diese sollen auch die Festivalbesucher spüren. Maximal 800 Teilnehmer hält Seiler für sinnvoll. „Wir wollen das Festival nicht ausufern lassen“, betont der 43-Jährige.

Ticket und Gutschein zu gewinnen

  • So können Sie mitmachen:

    Chris Seiler (l.) und Navid Talebi (r.) sind zwei der Veranstalter des Yoga-Festivals. Die MZ verlost ein Viertagesticket sowie einen 15-Euro-Ticket-Gutschein. Wer gewinnen will, schreibt eine Mail an gewinnspiel@mittelbayerische.de (Betreff: „Yoga Sound and Sea“).

  • Programmpunkte:

    Liedermacherin Sarah Lesch tritt am Samstag, 23. Juni, ab 20 Uhr auf. Anne Mäusbacher hat 2015 die Initiative „Beachcleaner“ ins Leben gerufen. Am Steinberger See wird sie mit den Yogis zusammen am Ufer Müll einsammeln. Außerdem wird Yoga auf dem Wasser angeboten.

Das Programm von „Yoga Sound and Sea“ umfasst 99 Workshops, die von rund 40 Yoga-Lehrern geleitet werden. Abends finden Konzerte und Feuershows statt und die Teilnehmer versammeln sich am Lagerfeuer, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Als Veranstaltungsort hat Seiler den Freizeitpark „Movin Ground“ ausgewählt. Hier werden die Yoga-Fans auch verköstigt, außerdem besteht die Möglichkeit, am Zeltplatz zu übernachten.

Lesen Sie auch: Ein Ferienpark mit 30 Häusern soll bald die Holzkugel am Steinberger See ergänzen.

Dass Seiler als Festival-Ort den Steinberger See ausgewählt hat, liegt daran, dass er regelmäßig zum Wakeboarden herkommt. „Ich empfinde den See als zauberhaften Ort, an dem man sich einfach wohlfühlt“, sagt er. Die nötige Infrastruktur wie Toiletten und Duschen seien bereits vor Ort, und mit dem „Movin Ground“ habe man den perfekten Partner für das Festival gefunden. Für schlechtes Wetter sei man hier ebenfalls gerüstet, sagt Seiler. Auf dem Gelände des Freizeitparks wird es vier wetterfeste, überdachte Bereiche für die Workshops geben. Damit sich die ganze Familie beim Festival wohlfühlen kann, haben er und seine Kollegen auch für Kinder einiges im Programm: Für sie gibt es spezielle Kurse und Beschäftigungsmöglichkeiten.

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Im Juni steigt am Steinberger See ein viertägiges Yoga-Festival. Es gibt Workshops, Konzerte - und ganz viel Yoga. Was halten Sie davon?

Anne Mäusbacher hat 2015 die Initiative „Beachcleaner“ ins Leben gerufen. Foto: Seiler
Anne Mäusbacher hat 2015 die Initiative „Beachcleaner“ ins Leben gerufen. Foto: Seiler

Seiler und seinen Kollegen ist es wichtig, den See nicht nur als Veranstaltungsort zu nutzen, sondern hier auch ein Zeichen zu setzen. Man wolle „nicht wie eine Horde“ auftreten, sondern stattdessen durch verantwortungsvolles Handeln die Umwelt schonen. Deshalb ist ein fixer Programmpunkt am Samstag, 23. Juni, eine große Reinigungsaktion am See, an der sich alle Yogis beteiligen sollen: Sie werden sich gemeinsam auf den Weg machen und am Seeufer und den Grün- und Sandflächen herumliegenden Müll aufsammeln. „Wir wollen nicht nur über Bewusstsein reden, sondern es auch schaffen“, betont Seiler. Er appelliert deshalb an die Yogis, während des Festivals selbst Müll zu vermeiden – zum Beispiel durch das Mitbringen von Besteck, Tellern und Trinkflaschen zum Auffüllen.

Vom Konzept begeistert

Liedermacherin Sarah Lesch hat mittlerweile drei Alben veröffentlicht und diverse Preise gewonnen, darunter den Udo-Lindenberg-Hermann-Hesse-Panikpreis. Ihr Konzert beim Festival findet am Samstag, 23. Juni, ab 20 Uhr statt. Foto: Markus Mlynek
Liedermacherin Sarah Lesch hat mittlerweile drei Alben veröffentlicht und diverse Preise gewonnen, darunter den Udo-Lindenberg-Hermann-Hesse-Panikpreis. Ihr Konzert beim Festival findet am Samstag, 23. Juni, ab 20 Uhr statt. Foto: Markus Mlynek

Steinbergs Bürgermeister Harald Bemmerl (SPD) räumt ein, das Festival anfangs durchaus kritisch gesehen zu haben – aufgrund der Fülle von Veranstaltungen, die es am See bereits gibt. Nach einem Gespräch mit den Veranstaltern sei er aber vom Festival-Konzept begeistert gewesen. Die Veranstaltung sei „ein Zugewinn für das ganze Umfeld“, sagt er. Der Bekanntheitsgrad der Region werde so wieder ein kleines Stück steigen. Auch die Beherbergungsbetriebe in der Gemeinde hätten Grund zur Freude: Während der Veranstaltung seien sie so gut wie ausgebucht. Ein Vermieter habe für seine beiden Ferienwohnungen mittlerweile 60 Anfragen bekommen, sagt Bemmerl.

Gleichzeitig ist ihm das Problem des zunehmenden Verkehrs in der Gemeinde bewusst. Er hofft, dass die Festival-Gäste über die Industriestraße zum Gelände anreisen und nicht durch die Ortschaft irren werden.

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